Donnerstag, 31. Juli 2014

Solar-Zubau schlägt alle Rekorde

Solarstrom aus photovoltaischen Dachanlagen ist bereits in 15 Ländern der Welt günstiger als Strom aus dem öffentlichen Netz. Zugebaut wurden im Photovoltaik-(PV)-Bereich sogar leicht mehr als bislang angenommen und die Aussichten für die Solarwirtschaft glänzen weiter - so ein US-Bericht, auf den das deutsche Portal solarserver.de aufmerksam macht.

Im Jahr 2013 wurden so viele Photovoltaik-Anlagen und solarthermischen Kraftwerke (CSP) installiert wie noch in keinem Jahr zuvor. Die Solarstrom-Erzeugung brach alle bisherigen Rekorde. Der Photovoltaik-Zubau betrug über 39 Gigawatt (GW) und machte ein Drittel der neu installierten Erneuerbare-Energien-Kapazität aus, berichten Max Lander und Xiangyu Wu im neuesten Worldwatch-Bericht “Vital Signs Online”. Die Leistung der neu installierten Photovoltaik-Anlagen war fast so hoch wie die der neuen Wasserkraftwerke und übertraf erstmals den Zubau an Windkraftwerken. Auch wenn immer noch viel mehr Photovoltaik- als CSP-Leistung installiert wird, wuchs auch der Markt der solarthermischen Kraftwerke in beeindruckender Weise. Ende 2013 waren in 19 Ländern Solarthermie-Kraftwerke installiert oder im Bau.

0,5 % des weltweiten Elektrizitätsbedarfs 2013 wurde mit Solarstrom gedeckt. Der Solarstrom-Verbrauch aus PV- und CSP-Anlagen stieg im Berichtsjahr weltweit um 30 % auf 124,8 Terawattstunden (TWh). 67 % davon wurden in Europa verbraucht, gefolgt von Asien (23,9 %) und Nordamerika (8,1 %).

Trotz der Rekord-Installationszahlen schrumpften die globalen Investitionen in Solar-Technologien um 20 % (von 142,9 Milliarden im Jahr 2012 auf 113,7 Milliarden 2013). Das zeigt, dass die Kosten für Photovoltaik-Anlagen und solarthermische Kraftwerke enorm gesunken sind. Im Juli 2014 erreichten die Spotmarktpreise für Photovoltaik-Module einen Tiefststand von 0,63 US-Dollar pro Watt. Zum ersten Mal überholte Asien Europa und wurde größter Regionalmarkt. Die weltweite Modulproduktion stieg nur um 3 % gegenüber dem Vorjahr, der Modulabsatz wuchs jedoch um 24 %. Das Problem der Überkapazitäten entspannte sich dadurch.

Die Aussichten für die Solar-Entwicklung seien großartig, da die Preise weiter sinken, betont Worldwatch. Strom aus Aufdachanlagen ist in Australien, Brasilien, Dänemark, Italien und Deutschland bereits kostengünstiger als Netzstrom. Photovoltaik hat laut Schätzungen von Worldwatch in 15 Ländern ohne Förderung Netzparität erreicht. Das Institut rechnet 2014 mit einem Solar-Zubau zwischen 40 und 51 Gigawatt.

Quelle: Worldwatch Institute | solarserver.de

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