Donnerstag, 20. Februar 2014

Vor allem mittelgrosse PV-Kraftwerke

Der Weltmarkt für die solare Stromerzeugung entwickelt sich in den kommenden Jahren wohl wesentlich anders als hierzulande - wo Kleinanlagen auf Hausdächern dominieren. Vor allem mittelgrosse Photovoltaik-Anlagen kommen in der grossen weiten Welt zum Einsatz, wie die deutsche Solarplattform solarserver.com berichtet.


Fast die Hälfte der Projekte, die derzeit in führenden Photovoltaik-(PV)-Märkten entwickelt werden, haben eine Nennleistung zwischen 250 Kilowatt (kW) und 5 Megawatt (MW), berichtet NPD Solarbuzz Inc. (Santa Clara, Kalifornien, USA). Das Unternehmen geht von einer Projektpipeline von 95 Gigawatt in den elf wichtigsten Ländern aus, darunter die größten Märkte in Asien, Europa und Nordamerika. Auf sie wird laut Solarbuzz mehr als 80 % der Nachfrage in den nächsten fünf Jahren fallen.
 
Kraftwerke mit einer Nennleistung über 50 MW machen zwar 68 % der gesamten Nennleistung in der Pipeline aus. Derzeit werden aber nur rund 500 derartige Großprojekte entwickelt. „Vorhaben unter 5 MW können üblicherweise innerhalb von wenigen Monaten genehmigt und umgesetzt werden. Daher ist dieses Segment für Komponenten-Anbieter und Projektentwickler besonders interessant”, sagt der Analyst Chris Beadle.

In den nächsten fünf Jahren werden voraussichtlich China, Japan und die USA den PV-Weltmarkt antreiben. Sie haben mehr als 3.600 Projekte über 250 kW (insgesamt 65 GW) in Planung. Davon sollen noch in diesem Jahr 24 GW fertig gestellt werden. „Komponenten-Anbieter und Projektentwickler müssen die Projektpipeline in den führenden Märkten verfolgen, wenn sie am raschen Wachstum der PV-Industrie teilhaben wollen“, sagte Solarbuzz-Vizepräsident Finlay Colville. „Die weltweite PV-Nachfrage konzentriert sich nach wie vor auf ein paar wenige Länder. Deshalb lohnen sich Vertriebs- und Marketing-Aktivitäten bei den Projekten am meisten, welche Chancen haben, bald umgesetzt zu werden.”

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