Sonntag, 31. Mai 2020

Das Wunder von Sekem



Nordöstlich der ägyptischen Hauptstadt Kairo gelegen, ist Sekem über mehr als 40 Jahre hinweg zu einem Hotspot nachhaltiger Entwicklung geworden. Der achtminütige und Englisch kommentierte Film macht eines der wichtigsten und erfolgreichsten Projekte der Nachhaltigkeitsbewegung erlebbar.

Dienstag, 26. Mai 2020

SES: Nur nicht zu zahm bei neuem Energiegesetz

Um Klimaziele und Netto Null Treibhausgasemissionen zu erreichen, besteht dringender Handlungsbedarf beim Ausbau erneuerbarer Energien und der Energieeffizienz, so die Schweizerische Energie-Stiftung SES. Das neue Energiegesetz muss gleich lange Spiesse mit dem Ausland schaffen und die Finanzierung erneuerbarer Energien sicherstellen.

Mit den Bemühungen im Klimaschutz gewinnt der Stromsektor an Bedeutung. «Die Elektrifizierung in den Bereichen Verkehr und Gebäude wird zusätzlich zum Ersatz des Atomstroms einen Mehrbedarf an einheimischer Elektrizität schaffen», erklärt Felix Nipkow, Leiter Fachbereich erneuerbare Energien bei der Schweizerische Energie-Stiftung (SES). Die Teilrevision des Energiegesetzes, welche der Bundesrat im April in die Vernehmlassung geschickt hat, bietet die Gelegenheit, den Ausbau des hierfür benötigten, klimaneutralen Stroms in Zukunft sicher zu stellen. Die SES hat die Vorlage geprüft und eine Stellungnahme mit Verbesserungsvorschlägen erarbeitet.

Ausbauziele erhöhen: Im Energiegesetz müssen insbesondere die Ausbauziele klar erhöht werden, so dass diese im Einklang mit den Klimazielen sind. Bis 2035 müssen wir die Jahresproduktion aus erneuerbaren Energien auf 70-80 Terawattstunden erhöhen. Dabei werden die Wasserkraft (heute rund 36 TWh) und die Solarenergie (heute erst 2,3 TWh) die tragende Rolle übernehmen.

Finanzierung sicherstellen: Solche Ziele erfordern ein Finanzierungsmodell, das für InvestorInnen die nötigen Anreize schafft. Denn Schweizer Stromversorger haben in den letzten Jahren vornehmlich im Ausland in erneuerbare Energien investiert. Gerade hinsichtlich der geplanten Strommarktöffnung ist diese Absicherung wichtig. Ansonsten bleiben die Investitionen aus und die Schweiz wird abhängig von Importen aus dem Ausland.

«Der Ausbau erneuerbarer Energien ist die einfachste aller Klimaschutzmassnahme», bilanziert Felix Nipkow. Ein Finanzierungsmodell ist langfristig auszugestalten im Sinne der Ausbauziele. Die zeitlichen und finanziellen Beschränkungen sind aufzuheben, so dass Investitionen in den Schweizer Kraftwerkpark langfristig gesichert sind. «Das bringt Unabhängigkeit von Importen, schafft Arbeitsplätze und stärkt die Versorgungssicherheit», so Nipkow weiter.

Umwelt- und naturverträglich ausbauen: Damit der Ausbau umweltverträglich vonstatten geht, sollen diejenigen Technologien, Flächen und Standorte bevorzugt und optimal genutzt werden, die Mensch und Umwelt am wenigsten beeinträchtigen. Die umweltverträglichste und gesellschaftlich am besten akzeptierte Technologie ist glücklicherweise diejenige mit dem höchsten Potenzial und den geringsten Kosten: Photovoltaik. Doch in der Revisionsvorlage fehlen Instrumente für eine Flächen- und Standortvorratspolitik, die die Aktivierung der nötigen Flächen selbst bei ausreichender Finanzierung sicherstellt.

Energieeffizienz stärken: Mindestens so wichtig wie der Ausbau sind ambitionierte Ziele zu einer Senkung des Energieverbrauchs und dazugehörige Massnahmen. Dieser Aspekt fehlt im bisherigen Vorschlag komplett. Die SES schlägt Modelle und Verbesserungen bestehender Instrumente vor, wie mehr Energieeffizienz erreicht werden kann. So sollen z.B. die wettbewerblichen Ausschreibungen schlagkräftiger werden, damit mehr Effizienzprojekte zum Zuge kommen und finanziert werden können.

» SES-Stellungnahme zur Teilrevision des Energiegesetzes (PDF)
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Energiepolitischer Hintergrund
Am 3. April hat der Bundesrat die Vernehmlassung zum Energiegesetz (EnG) gestartet. Nach dem CO2-Gesetz ist dies die derzeit wichtigste klima- und energiepolitische Vorlage auf Bundesebene. Der Bundesrat nimmt damit einen zweiten Anlauf für das 2. Massnahmenpaket der Energiestrategie 2050. Diese gibt vor, dass die Schweiz auf eine nachhaltige Energieversorgung ohne Atomstrom umschwenkt. Ein erster Vorschlag für ein 2. Massnahmenpaket auf Basis eines Lenkungssystems wurde 2017 vom Parlament abgelehnt.

Weitergehende Massnahmen im Energiesektor werden notwendig aufgrund der Ratifizierung des Klimaabkommens von Paris und dem Entscheid des Bundesrats, 2050 Netto Null Treibhausgasemissionen erreichen zu wollen. Fokussiert das CO2-Gesetz vor allem auf die Reduktion der Treibhausgasemissionen, soll das EnG die Substitution fossiler Brenn- und Treibstoffe auf klimafreundliche Energieträger voranbringen. Eine Hauptrolle kommt dabei Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu.


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Montag, 25. Mai 2020

Klimastreik: Jetzt muss eine Solarpflicht her

Die Aktivist*innen des Schweizer Klimastreiks haben am Montag in einer Video-Medienkonferenz einen Krisenaktionsplan lanciert. Neben Massnahmen in den verschiedensten klimarelevanten Bereichen steht zuoberst auf der Liste eine Solarpflicht für Alle und Jeden. Aber gemäss den Initiant*innen geht es um ein Zusammenspiel verschiedenster Massnahmen - die ja immer wieder von den Klimaktivist*innen eingefordert wurden.

Nun liefern sie - zuerst ein Überblick zu einigen der im Krisenaktionsplan erhobenen Forderungen: 
  • Flugverbot innerhalb Europa
  • Autofreie Städte, (natürlich mit Ausnahmen) - Luftqualität ist zentrales Anliegen
  • Alle Unternehmen sollen bis 2030 einen Plan für Netto Null Emissionen vorweisen
  • Ausbau Erneuerbarer Energien in nie dagewesener Intensität - Solarpflicht und Finanzierungsoptionen für diesen Ausbau
  • Ökologische Alternativen für Arbeit - bei gleichem Lohn weniger Arbeiten - Reduktion auf 32h / 4 Arbeitstage pro Woche, finanziert über Rückverteilung der Produktivitätsgewinne
  • Agroindustrie hatte bislang immer Priorität, Krise unterstreicht Notwendigkeit - Verbot der Massentierhaltung und vollständige Umstellung auf ökologische Produktion
Im Text des Krisenplans steht eine Solarpflicht zuoberst, was Klimaaktivistin Lena Bühler (im Bild) nicht als Setzen einer Priorität verstanden wissen will. Vielmehr mache erst das Zusammenspiel aller vorgeschlagenen Massnahmen Sinn. Weiter heisst es im Plan: «Eine Solarpflicht muss eingeführt werden, damit jedes geeignete Hausdach innerhalb von zehn Jahren mit Photovoltaik oder Solarthermie ausgestattet werden kann, wenn ihre Dächer gemäss Sonnendach.ch eine mittlere, gute oder sehr gute Eignung aufweisen. Die Kapazität der Anlage muss an die Grösse des Daches und nicht an den eigenen Strombedarf angepasst werden. Der Bau von Anlagen wird finanziell unterstützt. Zur Verbesserung der Finanzierungsinstrumente für verschiedene Massnahmen sollen eine demokratisch geführte Klimabank bzw. ein Klimafonds geschaffen werden.»

Mehr Informationen unter: 

© Text und Bild (Screenshot): GuntramRehsche / Solarmedia

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Samstag, 23. Mai 2020

Über Vielfalt der Agro-Solarstrom-Erzeugung

Der Bundesverband Photovoltaic Austria präsentiert in einer Broschüre neue Nutzungskonzepte von Solarstromflächen in der Landwirtschaft.

© citysolar -| Mit Klick vergrössern !
Beschränkte sich Photovoltaik-Nutzung lange Zeit ausschließlich auf Dachflächen, ist sie mittlerweile der Allrounder der erneuerbaren Energie geworden. Diese Vielfalt zeigt sich besonders auch in den unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten in der Landwirtschaft. Sonnenstrom kann hier neben dem Einsatz auf Gebäuden, Stallungen oder Gewächshäusern auch auf geeigneten landwirtschaftlichen Flächen realisiert werden. "Wir freuen uns, nun die neue Informations-Broschüre "Photovoltaik-Nutzung in der Landwirtschaft" u diesem zukunftsgerichteten Thema zu präsentieren. Durch die Doppelnutzung von Flächen für Photovoltaik und Landwirtschaft kann beispielsweise dem Druck auf die zunehmende Flächenknappheit und -versiegelung entgegengewirkt, aber auch Wasserverbrauch und Verdunstung können durch die teilweise Überdachung durch die Module reduziert werden. Darüber hinaus kann auch die Biodiversität gefördert werden, um nur einige Vorteile dieses Konzepts der Doppelnutzung hervorzuheben", freut sich Vera Immitzer, Geschäftsführerin des Bundesverbands Photovoltaic Austria.
 
Das Beste aus beiden Welten: Eine kürzlich präsentierte Studie von Oesterreichs Energie zeigt auf, dass vor allem Flächen abseits von Gebäuden großes Potential für die Sonnenstromproduktion bieten. Dabei schafft die Doppelnutzung von geeigneten Freiflächen auch zur Stromproduktion - auch Agro-Photovoltaik genannt - neue Möglichkeiten, die Flächen optimal zu nutzen und das gänzlich ohne Versiegelung der darunter liegenden Fläche. Die nun erschienene Broschüre des Bundesverbands Photovoltaic Austria zeigt die unterschiedlichen Kombinationsmöglichkeiten anschaulich auf. So hängt die Umsetzung der PV-Anlage unter anderem von der Landnutzung, den vorherrschenden Bodenbedingungen, der geplanten elektrischen Energieerzeugung, aber auch von den Bedürfnissen der Pflanzen bzw. Tiere ab. Hier kann die PV-Anlage flexibel angepasst werden, damit sowohl für die landwirtschaftliche Produktion als auch für die Sonnenstromproduktion das Optimum ermöglicht wird - und somit das Beste aus beiden Welten möglich ist.

Mit der neuen Broschüre und der darin vorgestellten umfangreichen sowie spannenden Anwendungsmöglichkeiten, zeigt der Bundesverband Photovoltaic Austria das Potential der Sonnenstromproduktion in der Landwirtschaft auf. Die Broschüre ist digital sowie als Druckversion unter www.pvaustria.at/pvdoppelnutzenlw erhältlich.

Quelle:   Bundesverband Photovoltaic Austria 2020

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Mittwoch, 20. Mai 2020

Schweiz abgeschlagen

Bei der Produktion von Solar- und Windstrom liegt die Schweiz im europäischen Vergleich auf den hintersten Rängen. Um das Ziel des Bundesrats – Netto Null Treibhausgasemis-sionen bis 2050 – zu erreichen, besteht dringender Handlungsbedarf. Das neue Energiegesetz muss gleich lange Spiesse mit dem Ausland schaffen und die Finanzierung erneuerbarer Energien sicherstellen.

In einer Kurzstudie hat die Schweizerische Energie-Stiftung (SES) die Pro-Kopf-Produktion von Sonnen- und Windenergie in der Schweiz und den 28 Staaten der Europäischen Union verglichen. Die Schweiz konnte gegenüber dem letzten Jahr einen Rang gut machen und landet auf Platz 24, knapp vor Tschechien, Ungarn, Slowenien, der Slowakei und Lettland. Im Vergleich mit den neun umliegenden Ländern (siehe Grafik) landet die Schweiz auf dem vorletzten Platz. Nur 4.2% des Stromverbrauchs werden hierzulande mit den beiden erneuerbaren Technologien erzeugt – in Dänemark sind es über 50%, in Deutschland 33%.



An der Spitze der Liste stehen seit Jahren nordeuropäische Länder: Dänemark, Deutschland und Schweden produzieren alle ein Vielfaches an Windenergie im Vergleich zur Schweiz. Betrachtet man ausschliesslich die Photovoltaik, liegt die Schweiz immerhin auf Rang 7. Wir werden hier von Deutschland, Malta, Italien, Belgien, Griechenland und den Niederlanden, also teilweise auch von nördlicheren Ländern mit weniger Sonneneinstrahlung geschlagen.

Klimaziele in Gefahr: Die Schweiz täte gut daran, bei der Solar- und Windkraft aufzuholen. Mit den Bemühungen im Klimaschutz gewinnt der Stromsektor an Bedeutung. «Die Elektrifizierung in den Bereichen Verkehr und Gebäude wird zusätzlich zum Ersatz des Atomstroms einen Mehrbedarf an einheimischer Elektrizität schaffen», erklärt Felix Nipkow, Leiter Fachbereich erneuerbare Energien. Die Teilrevision des Energiegesetzes, die Bundesrätin Sommaruga im April in die Vernehmlassung geschickt hat, bietet die Gelegenheit, den notwendigen Rahmen für das Erreichen des Netto Null-Ziels zu setzen.

Aus Sicht der SES ist ein zweites Massnahmenpaket zur Energiestrategie 2050 fällig. Felix Nipkow führt aus: «Im Energiegesetz müssen insbesondere die Ausbauziele klar erhöht werden, so dass diese im Einklang mit den Klimazielen sind. Bis 2035 müssen wir die Jahresproduktion aus erneuerbaren Energien auf 70 bis 80 Terawattstunden (TWh) erhöhen.» Heute stammen bereits rund 36 TWh aus Wasserkraft. Die übrige Energie müssen neue erneuerbare liefern. Solche Ziele erfordern ein Finanzierungsmodell, das für InvestorInnen die nötigen Anreize schafft. Denn Schweizer Stromversorger haben in den letzten Jahren vornehmlich im Ausland in erneuerbare Energien investiert. Auch sie beklagen die schlechten Investitionsbedingungen in der Schweiz. Und gerade hinsichtlich der geplanten Strommarktöffnung ist diese Absicherung wichtig. Ansonsten bleiben die Investitionen aus und die Schweiz wird abhängig von Importen aus dem Ausland. «Der Ausbau erneuerbarer Energien ist die einfachste aller Klimaschutzmassnahme. Nutzen wir, was wir haben: Sonne, Wind und Wasser – und unsere Köpfe», bilanziert Felix Nipkow.

» Download Grafik «Ländervergleich 2019» (pdf)
» Download Kurzstudie «Ländervergleich 2019» (pdf)
Weitere Informationen
Felix Nipkow, Leiter Fachbereich erneuerbare Energien
Tel.: 044 275 21 28
Mobile: 077 413 24 31
Mail: felix.nipkow@energiestiftung.ch
Twitter: @FelixNipkow

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Energiepolitischer Hintergrund
Am 3. April hat der Bundesrat die Vernehmlassung zum Energiegesetz (EnG) gestartet. Nach dem CO2-Gesetz ist dies die derzeit wichtigste klima- und energiepolitische Vorlage auf Bundesebene. Der Bundesrat nimmt damit einen zweiten Anlauf für das 2. Massnahmenpaket der Energiestrategie 2050. Diese gibt vor, dass die Schweiz auf eine nachhaltige Energieversorgung ohne Atomstrom umschwenkt. Ein erster Vorschlag für ein 2. Massnahmenpaket auf Basis eines Lenkungssystems wurde 2017 vom Parlament abgelehnt.

Weitergehende Massnahmen im Energiesektor werden notwendig aufgrund der Ratifizierung des Klimaabkommens von Paris und dem Entscheid des Bundesrats, 2050 Netto Null Treibhausgasemissionen erreichen zu wollen. Fokussiert das CO2-Gesetz vor allem auf die Reduktion der Treibhausgasemissionen, soll das EnG die Substitution fossiler Brenn- und Treibstoffe auf klimafreundliche Energieträger voranbringen. Eine Hauptrolle kommt dabei Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu.


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Montag, 18. Mai 2020

Schau wieder mal bei Twitter vorbei, es lohnt !

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Kurz und prägnant informiert über Twitter: Solarmedia ist auch dort aktiv! Einfach auf den Twitter-Button der Solarmedia-Site drücken (Spalte links oben) oder direkt hier: www.twitter.com/rehsche. Wer selbst  twittern möchte, geht zur Einstiegssite www.twitter.com und meldet sich dort an (kostenfrei und ohne weitere Verpflichtungen). Unter #es2050 spielt sich eine dauerhaft heftige Auseinandersetzung zwischen Befürwortern und Gegnern der Energiestrategie 2050 ab. Dort kann man seine Favoriten kennzeichnen und diesen zu mehr Publizität verhelfen. Und immer ist die Solarmedia-Site präsent mit neuesten Meldungen aus der Solarbranche - etwa dieser: Die Berner Kraftwerke BKW erachten eine Energiewende auf der Grundlage des Zubaus grosser Solarkapazitäten finanziell für stemmbar ! 

© Text und Bild: GuntramRehsche / Solarmedia

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