Samstag, 8. März 2014

Weltmarkt wird sich 2014 erholen

Da sich das globale Photovoltaik-Angebot und die Nachfrage im Laufe des Jahres wieder angleichen werden, geht NPD Solarbuzz Inc. (Santa Clara, Kalifornien, USA) davon aus, dass sich der Weltmarkt bis Ende 2014 wieder zum Angebotsmarkt entwickelt. Damit geht auch eine Erholung der Modulhersteller einher, die durch diverse Firmenmeldungen belegt wird. 

In den letzten Jahren war die Nachfrage geringer als das Angebot und sorgte für Überkapazitäten. Photovoltaik-Hersteller lasteten ihre Produktionsanlagen nicht aus, und die Investitionen sanken 2013 auf das niedrigsten Niveau seit acht Jahren.„Bis vor Kurzem war die Photovoltaik-Industrie jedes Jahr aufgrund der Entwicklung in den einzelnen Endmärkten eingeschränkt“, sagte der Analyst Michael Barker.„Ende 2014 wird die Nachfrage davon bestimmt, wie viele Photovoltaik-Produkte hergestellt und verkauft werden können. Das entspricht einem Angebotsmarkt.“ 

Die Nachfrage wurde 2013 von China, Japan und den USA angetrieben, auf die zusammen 59 % des Weltmarkts entfielen. Dagegen stammten nur 19 % der Photovoltaik-Nachfrage aus Deutschland, Italien, Frankreich und Großbritannien. Dieser Trend wird laut Solarbuzz anhalten. Die Marktforscher rechnen damit, dass im laufenden Jahr 61 % des Weltmarkts auf China, Japan und die Vereinigten Staaten entfallen werden, jedoch nur 17 % auf die genannten EU-Staaten. Zu diesen Prognosen passen die folgenden Firmenmeldungen in einer Zusammenstellung von Solarmedia: 

Der chinesisch-kanadische Solarkonzern Canadian Solar Inc. (CSI) hat nach einer deutlichen Umsatzerhöhung im vergangenen Jahr wieder Gewinne verzeichnet. Das Unternehmen hat einen Nettoumsatz von 1,65 Milliarden Dollar (1,20 Milliarden Euro) erzielt, im Vorjahr waren es 1,29 Milliarden Dollar (939,2 Millionen Euro). Canadian Solar verkaufte 2013  insgesamt 1.894 Megawatt (MW) an Modulen – im Vorjahr waren es 1.453 Megawatt. Das Nettoergebnis für 2013 beträgt 45,6 Millionen Dollar (33,2 Millionen Euro). 2012 meldete CSI noch einen Nettoverlust von 195 Millionen Dollar (141,9 Millionen Euro).Für das Geschäftsjahr 2014 erwartet Canadian Solar ein Liefervolumen von 2,5 bis 2,7 Gigawatt. 

Die SolarWorld AG verzeichnet im Geschäftsjahr 2013 einen konzernweiten Absatz von 588 (2012: 608) MW. Während der Absatz des Konzerns vor allem in den europäischen Exportmärkten und auch in den USA, Japan und Südafrika zulegen konnte, entwickelte sich das Geschäft in Deutschland rückläufig. Mit 456 (2012: 606) Mio. € lag der  Konzernumsatz 2013 rund 25 Prozent unter dem Vorjahr. Das konzernweite Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich in 2013 auf – 147 (2012: –203) Mio. €. Auch das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag mit – 192 (2012: –620) Mio. € über dem Niveau des Vorjahres. Zum 31. Dezember 2013 verfügte die SolarWorld noch über liquide Mittel in Höhe von 163,7 (31. Dezember 2012: 224,1) Mio. €. Für das laufende Geschäftsjahr 2014 erwartet das Unternehmen, durch einen erhöhten Absatz in allen Kernmärkt ihre konzernweiten Absatzmengen von Modulen und Bausätzen um mindestens 40 Prozent gegenüber 2013 steigern zu können. Der SolarWorld-Konzern rechnet für das Jahr 2015 wieder mit einem positiven operativen Ergebnis (EBIT) und für 2016 mit einem Umsatzvolumen von über einer Milliarde Euro. 

Der weltgrößte Solarkonzern, die chinesische Yingli Green Energy Holding Co., hat eine vorläufige Einschätzung der Unternehmenszahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2013 veröffentlicht. Dabei hat das Unternehmen seine Absatzprognose für das vierte Quartal nach oben korrigiert: Demnach erwartet Yingli nun eine Zunahme der Verkäufe von Solarmodulen um rund 11 bis 12 Prozent gegenüber dem dritten Quartal; zuvor war man von einer »mittleren bis hohen einstelligen Prozentzahl« ausgegangen. Die Modulverkäufe für das Gesamtjahr 2013 taxiert Yingli nun auf 3,2 bis 3,3 Gigawatt. Dies wäre eine Zunahme um rund 40 Prozent gegenüber den 2012 ausgelieferten 2,3 Gigawatt.

Der chinesische Solarkonzern Trina Solar Ltd. erzielte im vergangenen Jahr eine deutliche Umsatzsteigerung und konnte gleichzeitig seine Verluste reduzieren. Laut dem Unternehmen belief sich das Liefervolumen 2013 auf 2,58 Gigawatt und lag somit rund 62 Prozent über den 1,59 Gigawatt des Vorjahres. Für 2014 erwartet Trina ein Liefervolumen von 3,6 bis 3,8 Gigawatt. Der Umsatz 2013 betrug 1,77 Milliarden Dollar (1,28 Milliarden Euro) und damit 36,9 Prozent mehr als die 2012 erreichten 1,30 Milliarden Dollar (945 Millionen Euro). Zwar verbuchte Trina hierbei noch immer einen Nettoverlust von 77,9 Millionen Dollar (56,6 Millionen Euro), doch dies ist eine erhebliche Verbesserung gegenüber 266,6 Millionen Dollar (193,8 Millionen Euro) im Vorjahr.

Der Freiburger Solarprojektierer S.A.G. Solarstrom AG, der einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt hatte, meldet den Verkauf des 10,1-Megawatt-Solarparks Jüterbog in Brandenburg. Zu den finanziellen Bedingungen der Transaktion machte S.A.G. keine Angaben und nannte lediglich einen »niedrigen zweistelligen Millionenbetrag« als Erlös. Dieser soll zur Tilgung eines überwiegenden Teils der von der Deutschen Bank gestellten Zwischenfinanzierung für dieses und andere Projekte dienen. Mit dem für im Laufe des zweiten Quartals 2014 erwarteten Erlösen aus dem Verkauf der übrigen Projekte erwartet das Unternehmen Mittel »im hohen einstelligen Millionenbereich«.

Der chinesische Solarkonzern Jinko Solar Holding Co. Ltd. meldet für 2013 gegenüber dem Vorjahr einen Umsatzanstieg um 47,6 Prozent und einen Anstieg des Liefervolumens von 62,7 Prozent. Das Liefervolumen lag 2013 bei 1.933,1 Megawatt, davon allein 1765,1 Megawatt an Modulen. 2012 lag es hingegen bei 1.188,3 Megawatt. Der Umsatz 2013 betrug 7,08 Milliarden RMB (838,6 Millionen Euro), 2012 hingegen 4,79 Milliarden RMB (567,3 Millionen Euro). Rund 76,7 Millionen RMB (9,80 Millionen Euro) des Umsatzes 2013 stammen aus dem neuen Geschäftsbereich »Energieerzeugung«, also Solarkraftwerksprojekten. Insgesamt notierte das Unternehmen 2013 einen Nettogewinn von 188,0 Millionen RMB (22,72Millionen Euro) nach einem Nettoverlust von 1,54 Milliarden RMB (182 Millionen Euro) im Vorjahr. Für 2014 plant das Unternehmen Modullieferungen in einer Größenordnung von 2,3 bis 2,5 Gigawatt und eine Projektpipeline von 700 Megawatt an Großprojekten sowie 400 Megawatt an dezentralen Anlagen.

Der US-amerikanische Dünnschichtmodulhersteller und Solarprojektierer First Solar Inc. hat im vergangenen Jahr trotz eines leichten Umsatzrückgangs sein Nettoergebnis deutlich verbessert. Von 3,37 Milliarden Dollar (2,46 Milliarden Euro) im Vorjahreszeitraum sank der Umsatz auf 3,31 Milliarden Dollar (2,42 Milliarden Euro). Der Nettogewinn betrug 353 Millionen Dollar (258,3 Millionen Euro). 2012 hatte First Solar noch einen Verlust von 96 Millionen Dollar (70,2 Millionen Euro) gemeldet. Hierin inbegriffen waren dem Unternehmen zufolge allerdings 86,9 Millionen Dollar (63,5 Millionen Euro) an Wertminderungen für die Schließung von Fabriken in Arizona und Vietnam.

Quellen: Solarserver und diverse Agenturmeldungen

Freitag, 7. März 2014

So wird Energieverordnung revidiert

Der Bundesrat hat die Änderungen der Energieverordnung gutgeheissen und per 1. April 2014 in Kraft gesetzt. Die Revision war erforderlich, um die seit 1. Januar 2014 geltenden Bestimmungen des revidierten Energiegesetzes umzusetzen. Die neuen Bestimmungen  regeln die Vollzugsmodalitäten für die einmaligen Investitionsbeiträge an kleine Photovoltaik-Anlagen, den Eigenverbrauch sowie die Rückerstattung der Netzzuschläge an stromintensive Unternehmen. Im Folgenden der gekürzte Wortlaut der bundesrätlichen Mitteilung.

Am 20. November 2013 hatte der Bundesrat das revidierte Energiegesetz per 1. Januar 2014 in Kraft gesetzt (siehe Medienmitteilung vom 20.11.2013). Die Revision basiert auf einer parlamentarischen Initiative (Pa. Iv. 12.400) der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrates, der die Bundesversammlung am 21. Juni 2013 zugestimmt hatte. Die Entscheide des Parlaments, insbesondere die rasche Auszahlung der Einmalvergütungen an kleine Photovoltaikanlagen (siehe unten), werden per 2015 zu einer Erhöhung des Netzzuschlags (siehe Kasten) führen. Der Bundesrat wird die Höhe des Netzzuschlags in diesem Sommer festlegen.

Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von weniger als 10 kW werden künftig anstelle der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) mit Einmalvergütungen gefördert. Diese betragen höchstens 30% der Investitionskosten einer Referenzanlage. Zwischen KEV und Einmalvergütung wählen können Betreiber von neuen Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung zwischen 10 kW und unter 30 kW. Anlagen, für die eine Einmalvergütung beansprucht wird, unterliegen - mit Ausnahme der verfügbaren Mittel - keinerlei Kontingenten. Sobald der Gesuchsteller die Inbetriebnahme der Anlage nachweist, wird die Einmalvergütung so rasch wie möglich ausbezahlt (siehe unten). Dies im Gegensatz zur KEV, wo die Wartezeit je nach Anmeldedatum mehrere Jahre betragen kann. Von der Einmalvergütung profitieren können neue Anlagen, die nach dem 1. Januar 2013 in Betrieb gegangen sind. 

Betreiber älterer Anlagen können die Einmalvergütung nur beantragen, wenn ihre Anlage bis Ende 2012 auf der KEV-Warteliste eingetragen war. Die Einmalvergütungen für Anlagen, die nach dem 1. Januar 2013 in Betrieb genommen wurden, liegen zwischen 850 und 1`200 Franken pro Kilowatt Spitzenleistung. Dazu kommt ein Grundbeitrag pro Anlage von 1`400 bis 2`000 Franken. Betreiber von Anlagen mit einer Spitzenleistung von weniger als 2 Kilowatt haben keinen Anspruch auf eine Einmalvergütung.

Auf der bestehenden Warteliste befinden sich über 10`000 Photovoltaik-Projekte, die von der Einmalvergütung profitieren können. Swissgrid wird die Anlagebetreiber diesen Frühling schriftlich über das weitere Vorgehen informieren. Aus organisatorischen Gründen wird die Auszahlung dieser Beiträge noch etwas dauern. Spätestens 2015 sollten aber alle Anlagebetreiber, die heute auf der Warteliste sind und ihre Anlage in Betrieb genommen haben, die Einmalvergütung erhalten. Weitere Informationen zu den Einmalvergütungen: siehe Faktenblatt.

Als integrierte Photovoltaik-Anlagen gelten seit dem 1.1.2014 noch Anlagen, welche in Bauten integriert sind und neben der Stromproduktion zusätzlich dem Wetterschutz, dem Wärmeschutz oder der Absturzsicherung dienen (Doppelfunktion). Die Erfüllung von ästhetischen Kriterien wie Vollflächigkeit oder sauberer Dachabschluss reicht nicht aus, um eine Anlage als integriert zu betrachten. Das BFE hat diesbezüglich am 4. März 2014 eine aktualisierte Richtlinie publiziert.

Alle Stromproduzenten, unabhängig von der Grösse oder Produktionstechnologie ihrer Anlage, erhalten das explizite Recht, die selbst produzierte Energie am Ort der Produktion ganz oder teilweise selbst zu verbrauchen (Eigenverbrauch). In der Energieverordnung werden die Abrechnungsmodalitäten des Eigenverbrauchs festgelegt. So muss ein Netzbetreiber im Rahmen seiner Abnahme- und Vergütungspflicht dem Stromproduzenten  nur die tatsächlich ins Netz eingespeiste Elektrizität vergüten (Überschussproduktion), nicht aber den vor Ort selber und zeitgleich verbrauchten Strom.  

Eigenverbrauch liegt auch dann vor, wenn der Strom am Produktionsort nicht vom Produzenten selbst, sondern von Dritten verbraucht wird (z.B. von der Mieterschaft). Der Netzbetreiber darf für Produzenten im Eigenverbrauch  separate Netztarif-Kundengruppen bilden, wenn eine erhebliche Abweichung vom Bezugsprofil vergleichbarer Verbraucher vorliegt. Eine solche erhebliche Abweichung liegt beispielsweise dann vor, wenn ein Endverbraucher im Eigenverbrauch nur sehr wenig Strom aus dem Netz bezieht (überdurchschnittlich hoher Eigenverbrauchsgrad), dieses aber auf den maximal möglichen Bezug ausgerichtet sein muss, um die zeitweise sehr hohen Belastungsspitzen abdecken zu können. Bei Produzenten mit kleinen Anlagen unter 10 kW Nennleistung ist die Bildung separater Netztarif-Kundengruppen im Sinne einer Bagatellregel untersagt. Selbst bei sehr hohem Eigenverbrauchsgrad müssen hier die gleichen Netznutzungstarife wie bei vergleichbaren reinen Endverbrauchern zur Anwendung kommen. Zum Thema Eigenverbrauch wird das BFE in den nächsten Wochen eine Richtlinie publizieren.

Seit 2009 bezahlen alle Stromkonsumentinnen und -konsumenten pro verbrauchte Kilowattstunde Strom einen Netzzuschlag zur Förderung von Strom aus erneuerbaren Energien mittels KEV (Kostendeckende Einspeisevergütung). Das gesetzliche Maximum des Netzzuschlags liegt gemäss revidiertem Energiegesetz neu bei 1,5 Rappen/kWh (davon fliessen 1,4 Rappen in die KEV, die Finanzierung der wettbewerblichen Ausschreibungen für Stromeffizienz, in die Rückerstattungen an Grossverbraucher, die Risikogarantien für Geothermieprojekte und die Vollzugskosten. 0,1 Rappen werden zur Finanzierung von Gewässerschutzmassnahmen verwendet). 2014 bezahlen die Stromkonsumentinnen und -konsumenten aber effektiv erst 0,6 Rappen/kWh (0,5 Rappen/kWh für KEV und die weiteren Massnahmen sowie 0,1 Rappen/kWh für Gewässerschutzmassnahmen), da viele Wind- und Wasserkraftprojekte, für die Geld reserviert worden ist, noch nicht gebaut sind und deshalb noch keine Kosten verursachen und die Auszahlung der Einmalvergütungen ab zweiter Jahreshälfte 2014 beginnt.

 

Adresse für Rückfragen:

Marianne Zünd, Leiterin Kommunikation BFE+41 31 322 56 75, marianne.zuend@bfe.admin.ch

Donnerstag, 6. März 2014

Solarpreis CH 2014 lanciert

Ab sofort läuft die Anmeldefrist für den Schweizer Solarpreis 2014. Teilnehmen können Personen und Institutionen, die sich in besonderem Masse für die Förderung der erneuerbaren Energien einsetzen. 

Anmeldeberechtigt sind ausserdem vorbildlich energieeffiziente Gebäude und Anlagen (Sonnen-, Holz- und Biomasseenergie), die zwischen dem 1.1.2013 und dem 30.4.2014 in Betrieb genommen wurden. Zur Förderung der Solararchitektur und des Wettbewerbs um die Nutzung des riesigen Energiepotentials im Gebäudebereich werden auch dieses Jahr Solarpreise für die besten PlusEnergieBauten® in Europa vergeben, darunter der Norman Foster Solar Award für die schönsten PEB.  

PlusEnergieBauten erzeugen mehr Energie, als sie und ihre Bewohner insgesamt verbrauchen. Dank optimaler Bauweise und solargenutzten Dächern und Fassaden decken sie ihren gesamten Jahresenergiebedarf für Warmwasser, Heizung und Strom und liefern einen Solarstromüberschuss ans öffentliche Netz.
 

Beim Solarpreis 2013 wurden Wohn- und Geschäfts-PEB mit einer Eigenergieversorgung von 107% bis über 450% ausgezeichnet. Diese Zahlen veranschaulichen das gewaltige Energiepotential, welches mit dem neusten Stand der Technik im Gebäudebereich ausgeschöpft werden kann.  Wer sich für den Schweizer Solarpreis qualifiziert, wird automatisch auch für den Europäischen Solarpreis nominiert. Der 24. Schweizer Solarpreis 2014 wird in den folgenden Kategorien verliehen: 

1.  Personen/Institutionen: Natürliche und juristische Personen, Firmen, Unternehmen und öffentliche Anstalten,
 Gemeinden und Kantone
2.  Gebäude: Neubauten, Sanierungen
3.  Anlagen: Thermische Sonnenkollektoren, Photovoltaikanlagen, Biomasse- und Umweltwärmeanlagen
4.  PlusEnergieBauten: Norman Foster Solar Award & PlusEnergieBau®-Solarpreis

Die Anmeldung ist kostenlos. Anmeldeformulare, detaillierte Teilnahmebedingungen und das Solarpreis-Reglement finden Sie auf www.solaragentur.ch. Alle Unterlagen können auch telefonisch unter 044 252 40 04 bestellt werden. Die Anmeldefrist läuft bis am 30. April 2014 (Datum des Poststempels).  Die Gewinner werden in der Publikation «Schweizer Solarpreis 2014» vorgestellt. Die Preisverleihung findet am 3. Oktober 2014 anlässlich der Messe Bauen+Wohnen in Luzern statt. Zusätzliche Informationen über Preisträger der vergangenen Jahre finden Sie unter: www.solaragentur.ch oder können bei uns bezogen werden.


Für weitere Auskünfte: Solar Agentur Schweiz, Gallus Cadonau, Geschäftsführer, und Rahel Brupbacher, Stv., Tel. 044 252 40 04.

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Mittwoch, 5. März 2014

Die Ukraine und die CH-Energie

Am Donnerstag tagen die EU-Aussenminister über die Krise in der Ukraine. Vermutlich wird Russland einmal mehr zurecht für die Verletzung internationaler Regeln verurteilt und es werden politische und wirtschaftliche Sanktionen beschlossen, die kaum Wirkung erzielen werden. Eine Stellungnahme der Schweizerischen Enerigestiftung. 

Ein Blick auf die energiepolitischen Abhängigkeiten der EU – und der Schweiz zeigt: Gut ein Drittel des europäischen Gases liefert Putins Gazprom. 80% dieser Lieferungen an Europa fliessen durch die Ukraine – bis in die Schweiz. Die Politik mit dem Gashahn ist nicht neu, aber sie ist Ansporn, mit der Energiewende vorwärts zu machen. Nur ein Ausstieg aus den fossilen Energien hin zu einer einheimischen, erneuerbaren Energieversorgung bringt echte Versorgungssicherheit, politische Freiheiten und volkswirtschaftlichen Nutzen.

Als der russlandfreundliche Präsident Janukowitsch noch an der Macht war, gewährte Russland der Ukraine günstige Gaspreise und grosszügige Milliardenkredite. Kaum war er weg, stellte Gazprom der Ukraine eine Gasrechnung für über 1,4 Milliarden Franken. Die Ukraine ist pleite. Sie kann die Rechnung nicht bezahlen. Die Abhängigkeit der Ukraine von Russlands Gas ist also gross, rund 80% der Wärmeversorgung wird mit Gas betrieben. Aber auch die EU – und damit auch die Schweiz – ist in höchstem Masse von Gaslieferungen aus Russland abhängig. Gazprom deckt gut ein Drittel des europäischen Erdgasbedarfs ab und erwirtschaftet damit rund die Hälfte seines Umsatzes. Während die Förderraten in den europäischen Gasförderländern sinken, nimmt die Abhängigkeit und Machtlosigkeit Europas gegenüber Russland zu. Darum bleibt der EU und ihren Verbündeten nichts anderes übrig, als Putin auf der Krim gewähren zu lassen – Verträge und Völkerrecht hin oder her.
Die Situation in der Ukraine ist ein Weckruf für unsere EnergiepolitikerInnen. Zu vier Fünfteln lebt die Schweizer Energieversorgung von importierten Energieressourcen – unter anderem eben auch vom russischen Gas, welches durch die Ukraine in die Schweiz geführt wird. Aus diesem Energiewürgegriff kann sich die Schweiz nur mit einheimischen erneuerbaren Energien und mittels maximaler Energieeffizienz lösen. Die Umstellung des Energiesystems ist mit Investitionen verbunden. Diese Investitionen sind aber keine Kosten, sie werden schon bald mehr als wieder eingespielt, wenn man die Vorteile einer erneuerbaren Energieversorgung betrachtet: Unabhängigkeit von volatilen, politisch getriebenen Preisen für fossile Energieträger, stabile Versorgungssituation, volkswirtschaftlich positive Effekte dank Wertschöpfung im Inland und der Schaffung neuer, nachhaltiger Arbeitsplätze.

Die SES fordert die politische Schweiz auf, die Energiewende endlich ernsthaft in Angriff zu nehmen. Es lohnt sich dreifach.

Tage der Sonne Mai 2014


Seit 2004 werden in der Schweiz jeweils im Mai die «Tage der Sonne» gefeiert. Mit regelmässigem Erfolg sind die «Tage der Sonne» von Jahr zu Jahr angewachsen. In ganz Europa finden in 20 Ländern im Rahmen der European Solar Days www.solardays.eu zur gleichen Zeit zahlreiche Veranstaltungen statt.


Setzen Sie ein Zeichen mit Ihrer Veranstaltung
In diesem Jahr steht die Solarenergie immer noch stark im politischen Rampenlicht. Deshalb ist es noch wichtiger die Erfolge der Sonnenenergie der breiten Öffentlichkeit darzustellen und wir freuen uns über zahlreiche Veranstaltungen an den Tagen der Sonne 2014!

Online Veranstaltungskalender - tragen Sie Ihre Veranstaltung ein
Auf der umfassenden Webseite www.tagedersonne.ch tragen die Organisatoren ihre Veranstaltung selbst ein und erreichen damit sofort über 500 interessierte Webseite-Besucher pro Tag. Melden Sie Ihren Anlass hier an.

Tipps und Ideenkataloge für Veranstaltungen
Auf unserer Webseite finden Sie viele Tipps, wie Sie Ihre Veranstaltungen gestalten können. Auch mit wenig Ressourcen lässt sich schon viel erreichen. Lassen Sie sich von unseren Ideenkatalogen inspirieren.





Bestellen Sie unsere Werbematerialien für Ihren Anlass
Die Veranstalter werden von Swissolar, dem Schweizerischen Fachverband für Sonnenenergie mit auffälligen Werbematerialien und informativen Publikationen unterstützt: grosse und kleine Ballone, T-Shirts, Blachen, Plakate und Flyers. Bestellen Sie Ihre Werbematerialien hier. 


Quelle: swissolar.ch

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Aktienindex neu zusammengesetzt

Der Bonner Solarkonzern Solarworld AG und der chinesische Siliziumhersteller Daqo New Energies sind zum Wochenschlusskurs vom 28. Februar 2014 in den PHOTON Photovoltaik-Aktien Index (PPVX) aufgenommen worden. Sie ersetzen den US-amerikanischen Produktionsanlagenhersteller GT Advanced Technologies Inc. (GTAT) und den chinesischen Modulhersteller LDK Solar Co., Ltd. 

Bei GTAT ist der Umsatzanteil im Photovoltaikbereich unter 50 Prozent gesunken, somit erfüllt das Unternehmen nicht mehr die Kriterien des Index. LDK wiederum musste als der Titel mit der geringsten Marktkapitalisierung (zuletzt 143 Millionen Euro) seinen Platz räumen. Während Daqo erstmals in den PPVX aufgenommen wird, war Solarworld bereits zum Start des Index im August 2001 dabei und erreichte zeitweise einen Börsenwert von mehreren Milliarden Euro, schied aber nach einem starken Kursverfall auf unter 100 Millionen Euro im Mai 2013 wieder aus. 

Solarworld gibt nach einer Umschuldung rund 14,1 Millionen neue Aktien aus, die überwiegend aus der Umwandlung zweier Anleihen stammen, aber noch nicht an der Börse gelistet sind. Als Einstandskurs für den PPVX dient für diese Aktien deshalb ersatzweise der vorbörsliche Kurs von 17,50 Euro, während die verbliebenen, rund 0,75 Millionen alten Aktien noch bei einem Kurs von 44,00 Euro stehen. Berücksichtigt man beide Kurse, ergibt sich aktuell eine Marktkapitalisierung von 282 Millionen Euro. Daqo New Energy mit Sitz in Wanzhou ist ein relativ kleiner Siliziumhersteller, dessen Aktien derzeit bei 45,70 Dollar (33,18 Euro) notieren. Der Börsenwert von 231 Millionen Dollar (167,7 Millionen Euro) entspricht fast dem vierfachen Jahresumsatz. 

Die Marktkapitalisierung aller 30 Unternehmen im PPVX beträgt rund 38,2 Milliarden Euro. 11 PPVX-Unternehmen haben ihren Sitz in China, 7 in Taiwan. Die restlichen 12 verteilen sich auf die USA (6), Deutschland (3), Norwegen (2) und die Schweiz (1). 

Quellen:  PHOTON
http://www.oeko-invest.de

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie auch im PHOTON-Archiv unter folgendem Link:
http://www.photon.info/newsletter/document/84595.pdf

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