Statements der Referentinnen
Priska Wismer-Felder,
Nationalrätin Die Mitte (LU), Vereinigung Die Mitte Frauen Schweiz:
«Die Aufhebung des AKW-Neubauverbots führt zu Milliarden an Baukosten,
die Familien und Gewerbe belasten, dazu kaum kalkulierbare Lasten für
Stilllegung, Rückbau und Endlagerung, die wir den kommenden Generationen
aufbürden. Das widerspricht den Prinzipien, für die wir Mitte Frauen
einstehen. Darum sagen wir klar Nein zu neuen Atomkraftwerken.»
Barbara Schaffner,
Nationalrätin (ZH), Vorstandsmitglied GLP Schweiz: «Die Schweiz will
die Energieversorgung elektrifizieren. Dafür braucht es die
Erneuerbaren, die heute liefern. Ein neues AKW, selbst mit heutigen
Technologien gebaut, produziert frühestens in zwanzig Jahren Strom. Der
Zeithorizont, in dem wir die Energiewende schaffen müssen, sind aber die
nächsten zehn bis fünfzehn Jahre. Wenn wir auf alte Kerntechnologien
setzen, verschieben wir Prioritäten.»
Lisa Mazzone,
Präsidentin der GRÜNEN Schweiz: «Eine Rückkehr in die 80er Jahre mit
diesen AKW-Träumereien bedeutet eine Gefahr für das Klima. Jeder
Franken, der in AKW-Projekte investiert wird, fehlt beim Ausbau
erneuerbarer Energien: Das ist eine regelrechte Sabotage der
Energiewende.»
Jacqueline Badran,
Nationalrätin (ZH), Vize-Präsidentin SP Schweiz: «AKWs begleiten mich
schon mein ganzes politisches Leben. Sie sind eine
Hochrisiko-Technologie, hinterlassen ein toxisches Erbe für
Generationen, behalten uns abhängig vom begrenzten Uran und Autokraten
wie Putin, verdrängen Investitionen in erneuerbare Energien und kosten
uns alle Milliarden. Doch das Parlament wollte die Rechnung nicht einmal
anschauen. Die Bevölkerung muss diesen rückwärtsgewandten Fehlentscheid
umgehend stoppen.»
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