Sonntag, 15. Oktober 2017

Solaraktien weiter im Vorteil


Der PPVX stieg letzte Woche um 0,2% auf 1.085 Punkte, der NYSE Arca Oil fiel um 0,2%. Seit Jahresanfang 2017 liegt der PPVX mit +12,7% währungsbereinigt rund 27 Prozentpunkte vor dem Erdölaktienindex (-14,5%). Die Top-3-Titel seit Jahresanfang sind SolarEdge Technologies (+138%),Meyer Burger Technology AG (+109%) und Sino-American Silicon Products(+103%). Die grössten Gewinner der Woche waren Shunfeng International (+14%) und Daqo New Energy (+8%), die grössten Verlierer TerraForm Power (-9%) undShinsung E&G (-6%). Der PPVX-Börsenwert beträgt rund 24,8 Mrd. Euro. Seit Anfang 2003 liegt der PPVX (+286%) rund 144 Prozentpunkte vor dem Erdölaktien-Index (mit +142%).


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Der Solaraktienindex PPVX erscheint auf Solarmedia jeden Monat neu - Quelle: Öko-Invest-Verlag, Wien, oeko-invest@teleweb.at 

Quelle: oeko-invest.net 

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Mittwoch, 11. Oktober 2017

Speziele Partnerschaft der EKZ

SOLARWATT, Hersteller von Premium-Photovoltaikanlagen, und die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) arbeiten ab sofort zusammen. Die Kooperation des Herstellers aus Dresden und des Schweizer Energieversorgers fokussiert auf den Vertrieb und ist langfristig angelegt. „Die Schweiz ist für uns ein sehr interessanter Markt. Mit dieser Kooperation gehen wir den nächsten Schritt unserer Internationalisierung“, sagt SOLARWATT-Geschäftsführer Detlef Neuhaus gemäss einer Medienmitteilung des Unternehmens.

Im Fokus der vertrieblichen Partnerschaft mit den EKZ liegt der SOLARWATT EnergyManager (siehe Bild), der im Design speziell für die Elektrizitätswerke angepasst wurde. Der EnergyManager wird in der Schweiz zum Zweck der Eigenverbrauchsoptimierung von Solaranlagen unter dem Produktnamen einfachSolar Steuerung vermarktet und zusammen mit den EKZ weiterentwickelt. Über das einfachSolar Portal der EKZ können die Kunden jederzeit Stromerzeugung und -verbrauch einsehen. Komplettiert wird das Angebot der EKZ durch den Stromspeicher MyReserve Matrix von SOLARWATT.

„Es ist unser erklärtes Ziel, mit Energieversorgern und Stadtwerken zusammenzuarbeiten – in Deutschland wie auch im europäischen Ausland. Die EKZ gehören für uns zu den Schlüsselkunden für die Bearbeitung des Schweizer Marktes und passen damit perfekt zu unserer Strategie. Wir freuen uns auf einen fruchtbaren Austausch und eine Zusammenarbeit, von der alle Seiten profitieren – neben SOLARWATT und den EKZ vor allem auch die Schweizer Kunden und nicht zuletzt die Umwelt“, so Detlef Neuhaus.

Marcel Schürch, Leiter Solartechnik bei den EKZ ergänzt: „Wir bieten unseren Kunden komplette Systeme zur Selbstversorgung mit Solarenergie an – SOLARWATT passt mit seinen hochwertigen Produkten perfekt zu unserem Ansatz. Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit.“ Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich gehören mit rund einer Million Kunden und einem Verteilnetz von insgesamt 15.000 Kilometern zu den größten Schweizer Energieversorgungsunternehmen. Inhaber des selbständigen, öffentlich-rechtlichen Unternehmens ist zu einhundert Prozent der Kanton Zürich.

Über SOLARWATT: Die 1993 gegründete und weltweit tätige SOLARWATT GmbH mit Sitz in Dresden ist der führende deutsche Hersteller von Photovoltaiksystemen. Das Unternehmen ist europäischer Marktführer bei Glas-Glas-Solarmodulen und gehört zu den größten Anbietern von Stromspeichern. Alle Produkte werden in Deutschland hergestellt und überzeugen durch Premiumqualität. Seit mehreren Jahren kooperieren BMW i, Bosch und E.ON mit dem Mittelständler, der mittlerweile international mehr als 300 Mitarbeiter beschäftigt. 

Montag, 9. Oktober 2017

Energiewende als Chance

Die Energiewende stellt Stadt- und Gemeindewerke vor Herausforderungen: Welche Netzstrukturen und Technologien braucht es für die künftige Energieversorgung? Wo gilt es, Organisationsformen anzupassen und neue Geschäftsfelder zu erschliessen? Damit Werke die Chancen der Energiewende nutzen können, müssen sie sich frühzeitig mit den aktuellen Entwicklungen auseinandersetzen, so die Organisation Praktischer Umweltschutz PUSCH in einer Medienmitteilung. 

Die Energieversorgung der Schweiz wird sich in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren stark verändern. Stadt- und Gemeindewerke spielen dabei eine wichtige Rolle. Der Umbau hat eben erst begonnen. Und während die Energiebranche traditionellerweise langfristig denkt und plant, gestaltet sich das aktuelle energiepolitische Umfeld sehr dynamisch. Diese Veränderungen bieten nicht nur Risiken, sondern auch Chancen, den Umbau der Energieversorgung aktiv zu gestalten.

Die grossen Stromkonzerne haben bereits die Strategie geändert und neue Geschäftsfelder erschlossen. Doch viele der kleinen bis mittelgrossen Energieversorger stehen vor der Frage, wie sie mit den Herausforderungen der Zukunft umgehen sollen. Klar ist, dass die Stromzukunft anders sein wird – erneuerbarer, digitaler, dezentraler und vernetzter. Das klassische Stromgeschäft wird schrumpfen und die Stadt- und Gemeindewerke müssen sich etwas einfallen lassen, um zwischen den politisch gesetzten Zielen und dem liberalisierten Markt zu bestehen.  

Die Vorgehensweisen sind dabei sehr unterschiedlich. Die einen Werke warten ab und beobachten die technischen Entwicklungen und die Versuche der anderen, neue Geschäftsfelder zu erschliessen oder sich neu zu organisieren. Andere Werke sind von Anfang an dabei, gehen neue Partnerschaften ein, formieren sich neu oder bieten ihren Kundinnen und Kunden innovative technische Lösungen an. So hat etwa das Elektrizitätswerk des Kantons Schaffhausen eine Strom-Eigenverbrauchslösung in Form eines Standardpakets mit Solarzellen, Steuerung, Speicherung, Visualisierung und Installation für Einfamilienhäuser auf den Markt gebracht. In Zürich forscht man derweil unter Hochdruck an Batterielösungen für ganze Quartiere. Das Ziel solcher Projekte: Lokal erzeugte Energie wird gleich lokal verbraucht, was Kosten spart und das Netz entlastet.  

Auch in Fehraltorf, Winterthur und Wädenswil setzen sich die Stadt- und Gemeindewerke aktiv mit dem Wandel der Energiebranche auseinander. Während man sich in Fehraltorf in einem Querverbundunternehmen neu organisiert, , reduziert Winterthur den Wärmebedarf des Gebäudeparks. Damit macht die Stadt einen wichtigen Schritt Richtung 2000-Watt-Gesellschaft. In Wädenswil setzt man auf innovative Wärmelösungen und neue Partnerschaften, um den CO2-Ausstoss zu reduzieren. 

Die aktuelle Ausgabe von «Thema Umwelt» wagt einen Blick in die Zukunft und zeigt, was mit den aktuellen Entwicklungen im Energiebereich auf die Stadt- und Gemeindewerke zukommt. Sie thematisiert die Trends der Branche und diskutiert Chancen, die sich daraus für Stadt- und Gemeindewerke ergeben können. Ausserdem stellt sie innovative Projekte aus kleineren und grösseren Städten und Gemeinden vor. 

«Thema Umwelt» 3/2017 kann für CHF 15.– plus Versandkosten unter www.pusch.ch/themaumwelt oder über 044 267 44 11, mail[at]pusch.ch bezogen werden. Das Jahresabonnement (4 Ausgaben) kostet CHF 50.–.

Freitag, 6. Oktober 2017

Jetzt glaubt's sogar die IEA

Im vergangenen Jahr ist nach dem jüngsten Bericht der Organisation die Photovoltaik weltweit am stärksten gewachsen – sie übertraf alle anderen Stromerzeugungsquellen. Bis 2022 sieht die IEA gerade die Photovoltaik, aber auch die Windkraft auf einem starken Wachstumskurs bei zunehmend wettbewerbsfähigen Preisen - wie die Solarplattform pv-magazine.de schreibt, dort heisst es u.a. weiter: 

Solarmodule, weltweit und soweit
das Auge reicht - Bild: Guntram Rehsche
Der globale Photovoltaik-Zubau hat im Jahr 2016 alle Erwartungen übertroffen. Erstmals sei die Photovoltaik stärker als alle anderen Energiequellen gewachsen, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht „Renewables 2017“ der Internationalen Energieagentur (IEA). Die Photovoltaik habe sogar das Nettowachstum bei der Kohle übertroffen. Getrieben von dem starken Photovoltaik-Zuwachs hätten die Erneuerbaren insgesamt rund zwei Drittel aller neu installierten Erzeugungskapazitäten im vergangenen Jahr ausgemacht. Erneuerbaren-Anlagen mit etwa 165 Gigawatt seien ans Netz gegangen, so die IEA.

Die Organisation erwartet auch für die kommenden Jahre ein weiteres starkes Wachstum. Bis 2022 könnten die Erneuerbaren-Kapazitäten um 43 Prozent steigen. „Wir erwarten, dass die Erneuerbaren um etwa 1000 Gigawatt bis 2022 wachsen, was etwa die Hälfte der derzeit installierten globalen Kapazitäten für die Kohleverstromung entspricht, die in 80 Jahren aufgebaut wurden“, so Fatih Birol, Direktor der IEA. „Wir sind Zeuge der Geburt einer neuen Ära für die Photovoltaik. Wir erwarten, dass die Photovoltaik-Kapazitäten schneller als die aller anderen Erneuerbaren-Technologien bis 2022 wachsen werden“, so Birol weiter.

Mit dem Ausbau werde auch der Beitrag der Erneuerbaren zur Stromerzeugung um mehr als ein Drittel auf mehr als 8000 Terawattstunden bis 2022 ansteigen – dies entspreche dem summierten Gesamtverbrauch von China, Indien und Deutschland. In fünf Jahren würden die Erneuerbaren damit einen Anteil von 30 Prozent an der Stromerzeugung erreichen – sechs Prozent mehr als 2016. Damit würde die Erneuerbaren-Erzeugung doppelt so schnell, wie die von Gas und Kohle zusammen ansteigen. Dennoch bleibe die Kohle die größte Erzeugungsquelle im Jahr 2022, doch die Erzeugungen könnten die Lücke in den kommenden Jahren fast zur Hälfte schließen.

Der Zubau von Photovoltaik und Windkraft war im vergangenen Jahr auch von weiter fallenden Preisen bei den Ausschreibungen weltweit begleitet. Die Kosten seien bis auf 3,0 Cent pro Kilowattstunde gesunken. Damit seien die Stromgestehungskosten für Photovoltaik und Windkraft bereits teilweise niedriger als aus neu gebauten Gas- und Kohlekraftwerken, heißt es bei der IEA weiter.

Die Organisation erwartet, dass China weiterhin das Zugpferd beim Erneuerbaren-Ausbau bleiben wird. Bis 2022 seien 360 Gigawatt an neu installierten Kapazitäten in diesem Bereich zu erwarten, was 40 Prozent des weltweiten Zubaus entspreche. Der Ausbau werde dabei vor allem durch die Luftverschmutzung im Land und die staatlichen Ziele getrieben. Dabei sei das Photovoltaik-Ausbauziel für 2020 bereits jetzt übertroffen worden. Als wichtigste Herausforderungen für den weiteren Zubau sieht die IEA die steigenden Kosten für die Förderung sowie die Netzintegration der Erneuerbaren-Anlagen.

Neben diesen Erwartungen hat die IEA auch Prognosen für den Fall entwickelt, dass Regierungen verschiedene Wachstumsschranken für die Erneuerbaren beseitigen. Damit könnte der Ausbau der Kapazitäten um weitere 30 Prozent bis 2022 gesteigert werden. Die Hoffnungen für einen noch stärkeren Ausbau würden vor allem durch die Entwicklung in Indien getrieben. Dort gebe es einen Schwenk, bei dem die finanzielle Gesundheit der Energiekonzerne und das Angehen der Netzintegration stärker in den Fokus rückten. Damit könnte sich die installierte Leistung bei erneuerbaren Energien bis 2022 mehr als verdoppeln, womit Indien dann auch die EU übertreffen könnte.

Trotz einiger Unsicherheiten geht die IEA davon aus, dass die USA der zweitstärkste Wachstumsmarkt für erneuerbare Energien bleiben. Dieser werde vor allem durch den Ausbau der Windkraft an Land und der Photovoltaik getrieben. Die ausstehenden Handelssanktionen und angekündigten Steuerreformen könnten allerdings auch zum Hemmnis werden und das Wachstum nicht ganz so hoch wie erwartet bis 2022 ausfallen lassen. 

Für den Offgrid-Photovoltaik-Markt erwartet die IEA bis 2022, dass mehr als 3000 Megawatt bis 2022 bei gewerblichen und privaten Anwendungen sowie in Microgrids hinzukämen. Dabei spielten staatliche Elektrifizierungsprogramme ebenso eine Rolle wie private Initiativen. Die IEA erwartet, dass in den kommenden fünf Jahren fast 70 Millionen Menschen in Asien und Afrika so einen Zugang zu Strom erhalten werden.

Quelle: pv-magazine.de

Montag, 2. Oktober 2017

Solar-Ziegel Made in CH

Im Kanton Freiburg sind die ersten ziegelroten Solar-Dachziegeln installiert worden. Die unauffälligen Solarmodule eignen sich für schützenswerte Bauten und weisen eine verminderte Leistung von lediglich rund 20 Prozent auf.

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Auf dem Dach eines Bauernhauses im Kanton Freiburg sind erstmals ziegelrote Solarmodule montiert worden. Das Pilotprojekt soll künftig ermöglichen, geschützte Bauten mit nachhaltiger Energie zu versorgen. Die rot getönten Solarmodule gleichen Ziegeln und ermöglichen dadurch, den ursprünglichen Charakter des Gebäudes zu erhalten, wie der Kanton Freiburg am Montag mitteilte.
Idee des Pilotprojekts ist, die energetischen Ziele sowie die Anforderungen an die Ästhetik und den Denkmalschutz miteinander zu vereinbaren. Die Technologie hat das Schweizerische Zentrum für Elektronik und Mikrotechnik (CSEM) entwickelt. Die Pilotanlage auf dem Bauernhof im freiburgischen Ecuvillens umfasst eine Fläche von 230 Quadratmetern und wird pro Jahr 28 Megawattstunden Strom produzieren. Das deckt den durchschnittlichen Strombedarf von acht Vier-Personen-Haushalten.
Damit weist die Solaranlage einen etwa 20 Prozent tieferen Wirkungsgrad auf als herkömmliche Photovoltaikanlagen. Für das Bauernhaus reicht der Strom jedoch allemal. Der überschüssige Strom wird ins Netz eingespeist. Laut Kanton Freiburg führt das Projekt «das starke Entwicklungspotenzial der Photovoltaik vor Augen». Im ganzen Kanton haben sich die Photovoltaik-Flächen in den letzten zehn Jahren um das Zwanzigfache vergrössert.
Das Pilotprojekt wurde im Jahr 2014 initiiert. Unterstützt wird es unter anderem vom Amt für Energie und Amt für Kulturgüter des Kantons Freiburg sowie vom Bundesamt für Energie.
Quelle: SDA & Agenturen

Ausschreibungen bringen's nicht

Mit der neuesten EEG Novelle hat die deutsche Bundesregierung einen Paradigmenwechsel bei der Förderung der Erneuerbaren Energien herbeigeführt. So sollten die angeblich wettbewerblichen Ausschreibungen die Kosten begrenzen. Laut Bundesregierung sei dies auch gelungen. Diese Behauptung ist jedoch wissenschaftlich auch von  Uwe Nestle, Berater für Energie- und Klimapolitik, widerlegt. Auch die Energy Watch Group hat erst jüngst eine Studie vorgelegt, wonach die Ausschreibungen große Nachteile für den Klimaschutz und den Ausbau der Erneuerbaren Energien schaffen.
 
Der deutsche Ex-Parlamentarier
und Grünenpolitiker Hans-Josef
Fell stellt Ausschreibungen
grundsätzlich in Frage.



Die Bundesregierung behauptet dennoch wiederholt, dass die neuesten Novellen das EEG kosteneffizienter gemacht hätten. Rainer Baake, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium: „Das hohe Wettbewerbsniveau, die daraus resultierenden niedrigen Zuschlagpreise und die hohe Bürgerbeteiligung zeigen, dass der von uns eingeleitete Paradigmenwechsel von staatlich festgesetzten Fördersätzen hin zu wettbewerblich ermittelten Preisen gut funktioniert.“ Tatsächlich bremst der Wechsel zu Ausschreibungen jedoch den Ausbau der Erneuerbaren Energien, bringt keine hohe Bürgerbeteiligung und schafft nicht einmal eine höhere Kosteneffizienz oder -einsparung gegenüber dem EEG mit Einspeisevergütungen. So hat der stets von der Bundesregierung gepriesene Paradigmenwechsel lediglich zur Folge, dass die Klimabilanz Deutschlands leidet.
 
Insgesamt machen die Ausbaubegrenzungen für Ökostromanlagen das EEG ineffizienter. Denn das EEG ist schon seit 2013 sehr kosteneffizient und hat dabei im Vergleich zu 2010 enorme Fortschritte gemacht- und das noch vor der Umstellung auf ein Ausschreibungsmodell. Somit war eine Ausbaudeckelung nicht notwendig gewesen. Die Tatsache, dass in der sich dem Ende nahenden Legislaturperiode dank EEG Einspeisevergütung wesentlich mehr Windanlagen gebaut wurden als durch die Regierung beschlossen, hat die Kosteneffizienz erheblich erhöht, mit geringen Auswirkungen für die Verbraucher. Ein Ausbaudeckel ist für die Kosteneffizienz also nicht nötig, vor allem bei den kostengünstigen Technologien wie Wind an Land und Sonnenenergie.

Die Umstellung auf das Ausschreibungssystem war also aus Kostensicht nicht notwendig und ist im Gegenteil sogar nicht erfolgreich. Die Umstellung war sogar riskant. Es ist sehr wahrscheinlich, dass staatliche Einspeisevergütungen zu den gleichen Vergütungsabsenkungen geführt hätten. Die bisherigen Ergebnisse der Ausschreibungen lassen nämlich nicht darauf schließen, dass die Ausschreibungen niedrigere Vergütungen zur Folge haben, als sie es im alten EEG-System erreicht hätten, in dem die Vergütungshöhe durch den Bundestag bestimmt wurde.

Eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) vergleicht die Auswirkungen verschiedener politischer Instrumente auf Risikofaktoren und damit auf die Finanzierungskosten für Investitionen in die Energiewende. Mit grünen Zertifikaten oder fixen Marktprämien würden laut Studie enorme Finanzierungsprobleme mit zusätzlichen Kostensteigerungen um die 30 Prozent entstehen- mit entsprechender Belastung für die Verbraucher. Das DIW Berlin betont, dass sich Risiken und Fokus der Förderung verschoben haben. Diese Verschiebung muss bei Maßnahmen zur Minimierung der Finanzierungsrisiken berücksichtigt werden und auch Thema bei den anstehenden Koalitionsverhandlungen sein. 
 
Die Umstellung auf Ausschreibungen hat daher ihr Ziel klar verfehlt.. Der neue Bundestag muss sich daher wieder auf die Kernpunkte des ursprünglichen EEG konzentrieren und die Ausschreibungen unter 40 MW Einzelinvestitionen abschaffen, verbunden mit einer Modernisierung des EEG, welches mit einer Kombikraftwerksvergütung endlich auch die Netzintegration befördert. Ausschreibungen sind genau dafür nicht in der Lage.