Mittwoch, 5. März 2014

Tage der Sonne Mai 2014


Seit 2004 werden in der Schweiz jeweils im Mai die «Tage der Sonne» gefeiert. Mit regelmässigem Erfolg sind die «Tage der Sonne» von Jahr zu Jahr angewachsen. In ganz Europa finden in 20 Ländern im Rahmen der European Solar Days www.solardays.eu zur gleichen Zeit zahlreiche Veranstaltungen statt.


Setzen Sie ein Zeichen mit Ihrer Veranstaltung
In diesem Jahr steht die Solarenergie immer noch stark im politischen Rampenlicht. Deshalb ist es noch wichtiger die Erfolge der Sonnenenergie der breiten Öffentlichkeit darzustellen und wir freuen uns über zahlreiche Veranstaltungen an den Tagen der Sonne 2014!

Online Veranstaltungskalender - tragen Sie Ihre Veranstaltung ein
Auf der umfassenden Webseite www.tagedersonne.ch tragen die Organisatoren ihre Veranstaltung selbst ein und erreichen damit sofort über 500 interessierte Webseite-Besucher pro Tag. Melden Sie Ihren Anlass hier an.

Tipps und Ideenkataloge für Veranstaltungen
Auf unserer Webseite finden Sie viele Tipps, wie Sie Ihre Veranstaltungen gestalten können. Auch mit wenig Ressourcen lässt sich schon viel erreichen. Lassen Sie sich von unseren Ideenkatalogen inspirieren.





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Quelle: swissolar.ch

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Aktienindex neu zusammengesetzt

Der Bonner Solarkonzern Solarworld AG und der chinesische Siliziumhersteller Daqo New Energies sind zum Wochenschlusskurs vom 28. Februar 2014 in den PHOTON Photovoltaik-Aktien Index (PPVX) aufgenommen worden. Sie ersetzen den US-amerikanischen Produktionsanlagenhersteller GT Advanced Technologies Inc. (GTAT) und den chinesischen Modulhersteller LDK Solar Co., Ltd. 

Bei GTAT ist der Umsatzanteil im Photovoltaikbereich unter 50 Prozent gesunken, somit erfüllt das Unternehmen nicht mehr die Kriterien des Index. LDK wiederum musste als der Titel mit der geringsten Marktkapitalisierung (zuletzt 143 Millionen Euro) seinen Platz räumen. Während Daqo erstmals in den PPVX aufgenommen wird, war Solarworld bereits zum Start des Index im August 2001 dabei und erreichte zeitweise einen Börsenwert von mehreren Milliarden Euro, schied aber nach einem starken Kursverfall auf unter 100 Millionen Euro im Mai 2013 wieder aus. 

Solarworld gibt nach einer Umschuldung rund 14,1 Millionen neue Aktien aus, die überwiegend aus der Umwandlung zweier Anleihen stammen, aber noch nicht an der Börse gelistet sind. Als Einstandskurs für den PPVX dient für diese Aktien deshalb ersatzweise der vorbörsliche Kurs von 17,50 Euro, während die verbliebenen, rund 0,75 Millionen alten Aktien noch bei einem Kurs von 44,00 Euro stehen. Berücksichtigt man beide Kurse, ergibt sich aktuell eine Marktkapitalisierung von 282 Millionen Euro. Daqo New Energy mit Sitz in Wanzhou ist ein relativ kleiner Siliziumhersteller, dessen Aktien derzeit bei 45,70 Dollar (33,18 Euro) notieren. Der Börsenwert von 231 Millionen Dollar (167,7 Millionen Euro) entspricht fast dem vierfachen Jahresumsatz. 

Die Marktkapitalisierung aller 30 Unternehmen im PPVX beträgt rund 38,2 Milliarden Euro. 11 PPVX-Unternehmen haben ihren Sitz in China, 7 in Taiwan. Die restlichen 12 verteilen sich auf die USA (6), Deutschland (3), Norwegen (2) und die Schweiz (1). 

Quellen:  PHOTON
http://www.oeko-invest.de

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie auch im PHOTON-Archiv unter folgendem Link:
http://www.photon.info/newsletter/document/84595.pdf

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Dienstag, 4. März 2014

Eigenverbrauch hoch & wirtschaftlich

Das IdE Institut dezentrale Energietechnologien im norddeutschen Kassel hat untersucht, ob sich der Eigenverbrauch von Strom aus Photovoltaik-Anlagen (PV) durch Batterie-Systeme für Ein- und Zweifamilienhäuser soweit erhöhen lässt, dass sich die Anschaffung solcher Systeme rentiert.

PV-Anlagen sind aufgrund der Einspeisevergütung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes in Deutschland sehr verbreitet. Seit einigen Jahren ist die Netzparität für neu installierte PV-Anlagen erreicht. Anlagenbetreiber zahlen somit mehr Geld für Strom, den sie beim Stromversorger einkaufen müssen, als ihr selbst produzierter Strom kostet. Hinzu kommt, dass die sinkende Einspeisevergütung dazu führt, dass Anlagenbetreiber für die Einspeisung des selbstproduzierten PV-Stroms in das öffentliche Netz immer weniger Geld bekommen. Diese Entwicklung schafft Anreize den selbst produzierten PV-Strom mithilfe von Batterie-Systemen zu speichern und den Eigenverbrauch des selbst produzierten PV-Stroms zu erhöhen.
  • Doch wie sieht es mit den Kosten für solche Batterie-Systeme aus?
  • Wieviel Energie aus PV-Anlagen kann gespeichert und zusätzlich (im eigenen Haushalt) verbraucht werden?
  • Wie hoch ist der Einfluss der Batterieherstellung auf die energetische Amortisation von PV-Anlagen?
Mit diesem Fragen hat sich das Projekt ELIAP beschäftigt. Berechnet wurde, ob sich die Anschaffung eines solchen Batterie-Systems bei weiter steigenden Stromkosten trotz der noch hohen Preise für Batteriesysteme innerhalb des Lebenszyklus lohnt. Untersucht wurde das PV-Batterie-System neeoQube (Li-Ionen-Akku, Speichergröße 5,5 kWhel, maximale Entladetiefe 80 % - siehe Bild oben). Es hat sich gezeigt, dass bis zu 62 % mehr PV-Strom selbst verbraucht werden kann. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass mit den heutigen PV-Batterie-Systemen innerhalb von zwei bis drei Jahren soviel Energie gespeichert und verbraucht werden kann, wie für die Herstellung der Batterie und der PV-Anlage aufgewendet werden muss.

PV-Batterie-Systeme können sogar während der gesamten Nutzungsdauer zehnmal so viel Energie erzeugen, wie für die Herstellung benötigt wird. Auch wenn die Batterien noch recht teuer sind, führen die niedrigen Stromgestehungskosten der PV-Anlagen und der höhere Eigenverbrauch dazu, dass sich das Batterie-System (neeoQube) über die Betriebsdauer rechnet.

Das Projekt ELIAP wurde vom IdE Institut dezentrale Energietechnologien und der Akasol GmbH durchgeführt und vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft gefördert.

Weitere Informationen zum Projekt:
Entwicklung und Evaluierung der Lithium-Ionen Batterie neeoQube zur Erhöhung des Eigenstromverbrauchs von PV-Energie

Montag, 3. März 2014

Oligarchie der Energiekonzerne

Europas größte Energieunternehmen, darunter E.ON, EdF, Enel haben massive Schwierigkeiten, ihre Geschäftsmodelle an die strukturellen Veränderungen des Energiemarktes anzupassen. Der Greenpeace-Report „Locked in the past“ deckt auf, wie Europas Energieriesen durch gezieltes Lobbying bei ihren Regierungen versuchen, ihre Fehlinvestitionen in Kohle- Gas- und Atomkraftwerke auszugleichen. 

Europas größte Energieunternehmen sind verwundete Giganten. Eine Oligarchie aus wenigen mächtigen Unternehmen führt einen Kampf gegen erneuerbare Energien und die Energiewende. Doch langfristig wird diese Unfähigkeit, sich an einen sich verändernden Energiemarkt anzupassen, den Niedergang der Dinosaurier unter den Energieunternehmen beschleunigen.

Der Report von Greenpeace zeigt zum ersten Mal auf, dass obwohl die Top 10 der europäischen Energiekonzerne über die Hälfte der Energie in Europa (58 Prozent) erzeugen, nur vier Prozent aus erneuerbaren Quellen stammen (Wasserkraft nicht eingerechnet). Den Löwenanteil am Ausbau von Erneuerbaren schultern kleine Unternehmen und innovative Versorger. Obwohl der Bedarf an Strom zurückgeht, haben die Konzerne in den vergangenen zehn Jahren 85 GW fossile Kapazitäten zugebaut. Analysten gehen jedoch davon aus, dass etwa 50 GW der Kapazitäten bis 2017 wieder abgebaut werden müssen, wenn die Konzerne das Niveau ihres bereits verminderten Profits von 2012 halten wollen.

Um die gewaltigen Verluste von einer 500 Milliarden Euro in fünf Jahren auszugleichen, üben alteingesessene Unternehmen, darunter auch die österreichische OMV massiven Druck auf die europäischen Regierungen aus. In der aktuellen Debatte um die europäischen 2030-Ziele fordern sie ein Zurückrudern bei den Ambitionen für ein zukunftsgerichtetes Klima- und Energiepaket. Eine Politik, die den Ausbau von erneuerbaren Energieträgern und die Reduktion des Energieverbrauchs zum Ziel hat, würde der den Energieunternehmen zugrundeliegenden Logik zutiefst widersprechen. Deshalb führen diese Konzerne jetzt einen erbitterten Überlebenskampf.

Die großen Energieversorgungsunternehmen attackieren politische Maßnahmen in Richtung einer europäischen Energiewende massiv, obwohl Unternehmen wie E.ON, Enel und Iberola etwa 4-5 Milliarden Euro jährlich am Geschäft mit Erneuerbaren verdienen. Energieerzeuger haben keine Alternative, als ihre Strategien zu ändern und auch die Regierungen, die häufig die größten Anteilseigner der Konzerne sind, müssen die Unternehmen dazu drängen, neue nachhaltige Geschäftsmodelle zu verfolgen. Die Regierungen müssten sich dementsprechend auf drei verbindliche Klima- und Energieziele auf europäischer Ebene einigen:
  1. CO2-Reduktion
  2. Ausbau erneuerbare Energieträger
  3. Energieeffizienz
 Greenpeace-Report: klima_Locked_in_the_past_2014

Quelle: Greenpeace Austria

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Sonntag, 2. März 2014

Regenerativ und regional verankert

Ein Bürgerwindpark, mehrere kleine private Laufwasserkraftanlagen, private Solaranlagen auf den Dächern und eine Biogasanlage versorgen die Gemeinde mit Strom. Die Abwärme, die bei der Verstromung des Biogases anfällt, wird in ein genossenschaftliches Nahwärmenetz eingespeist. Genossenschaften spielen bei der Energiewende eine wichtige Rolle.

Die 1700 EinwohnerInnen der deutsch-mittelfränkischen Marktgemeinde Mühlhausen (siehe Karte oben links - nordwestlich von Nürnberg) haben bereits einen großen Schritt in Richtung einer regenerativen und regional verankerten Energieversorgung getan. Für ihr Engagement ist Mühlhausen von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) als „Energie-Kommune“ ausgezeichnet worden. „Gerade in kleinen Kommunen agiert die Kommunalpolitik nah an den Menschen“, erklärt der 1. Bürgermeister des Marktes Mühlhausen, Klaus Faatz. „Die Verantwortung der Generationen füreinander und die Antwort auf die Frage nach einer umweltverträglichen Zukunft sind bei uns direkt erlebbar.“  In der Marktgemeinde drehen sich seit 2012 vier Windenergieanlagen, zwei davon können rein rechnerisch bereits die gesamte Marktgemeinde mit Strom versorgen. Mit den anderen Anlagen der Erneuerbaren Energien zusammen ist Mühlhausen sogar Stromexporteur.

Der Bau der Windmühlen war eine regelrechte Attraktion. Viele Menschen wanderten zur Baustelle. Ein Ortsverein verkaufte dort Würstchen und Getränke. „Es war wichtig, dass die Menschen sich so bei der Errichtung der Anlagen eingebracht haben“, meint der Bürgermeister. „So konnten sie einen direkteren Bezug entwickeln.“ Zur Eröffnung des Windparks wurden die Mühlen vom Mühlhausener Pfarrer gesegnet. Die Investitionssumme von 20,5 Millionen Euro wurde ausschließlich mit Kapital aus der Region getätigt. Neben den Bürgern, die über die Bürgergesellschaft an dem Windpark beteiligt sind, kam ein erheblicher Anteil auch von zwei regionalen Sparkassen. „Dies ist wahrscheinlich die größte Investition die hier in der Marktgemeinde je getätigt wurde“, sagt Bürgermeister Faatz.

Mühlhausen bringt sich aber nicht nur für die Windenergie ein. Die mittelfränkische Gemeinde setzt auf das Zusammenspiel aus Wind, Sonne, Wasser und Bioenergie. „Drei der vier Laufwasserkraftanlagen sind bereits älter“, erklärt Bürgermeister Faatz. „Die vielen privaten Solaranlagen und auch drei gemeindliche Anlagen kamen dann in den letzten Jahren dazu.“ Daneben gibt es auch eine Biogasanlage, welche von einem Landwirt  betrieben wird. „Damit entstanden bei uns auch ohne Stadtwerke und hauptsächlich durch privates Engagement diese Vielzahl an Projekten“, zeigt sich Bürgermeister Faatz begeistert.

Mit den Biomasseanlagen stellt Mühlhausen auch die Wärmeversorgung auf Erneuerbare aus der Region um. Die Energiegenossenschaft Bioenergie Markt Mühlhausen eG hat 2,6 Millionen Euro in ein Nahwärmenetz und das Heizwerk investiert und nutzt so die anfallende Abwärme der Biogasanlage und in Lastzeiten einen zusätzlichen Holzhackschnitzelkessel. Die für die Biogasanlage anfallenden Substrate und die notwendigen Hackschnitzel können regional bereitgestellt werden. „Mühlhausen ist zwei große Schritte in Richtung Zukunft gegangen“, freut sich Bürgermeister Faatz.

„Der ländliche Raum hat neben der Landwirtschaft zunehmend auch die Energiewirtschaft als Tätigkeitsfeld entdeckt“, erklärt Nils Boenigk, stellvertretender Geschäftsführer der AEE. „Wenn die Kommune es dann noch schafft, die Menschen vor Ort bei der Umsetzung der Energiewende mitzunehmen und zu beteiligen, wird daraus ein riesiges Konjunkturprogramm.“
 
Bericht zu Markt Mühlhausen  hier 
Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien e.V. 2014

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Samstag, 1. März 2014

Umbau der Strommärkte nötig

Nun hat es auch die Internationale Energieagentur IEA erkannt: Es genügt nicht, wenn einfach nur die erneuerbaren Energien ausgebaut werden. Der Strommarkt selbst muss sich verändern und sich an das schwankende Angebot der fluktuierenden Energieträger Wind und Sonne anpassen. Wie das geschehen muss und welche Herausforderungen auf einzelne Länder zukommen, hat die IEA in einer neuen Studie analysiert.

"Hohe Anteile von Erneuerbaren ins System zu integrieren bedeutet das gesamte System zu verändern", sagte IEA-Chefin Maria van der Hoeven anlässlich der Vorstellung der Studie in Paris. "Die Analyse der IEA erfordert es, eine neue Perspektive einzunehmen." Der Analyse zufolge stellt die Integration der ersten fünf bis zehn Prozent erneuerbarer Energien in den Strommarkt kein Problem dar, weil die Systeme flexibel genug sind, um deren schwankendes Angebot auszugleichen. Vorhandene flexible Kraftwerke, das Stromnetz, Speicher und kleinere Anpassungen auf der Nachfrageseite dienten als Puffer.

Wenn der Ausbau der Erneuerbaren hierüber hinausgehe, reichen diese Puffer aber nicht mehr aus, betont die IEA-Studie. Dann müsse man sowohl die Erneuerbaren systemkonformer ausgestalten als auch für mehr Flexibilität im System sorgen. "Die Systemtransformation hat zwei Seiten", schreibt die Energieagentur, "den Aufbau des neuen flexiblen Teils des Systems und den Rückbau der alten inflexiblen Strukturen." Hierbei könne es auch zu Verteilungskonflikten kommen, warnt die IEA. Dann nämlich, wenn alte Kraftwerke – das sind vor allem Kohlekraftwerke – vorzeitig vom Netz gehen müssten.

Hier müsse sich die Politik überlegen, wie sie mit den entwerteten Investitionen der Betreiber umgehe. "Wir dürfen aber angesichts dieser Schwierigkeiten nicht die Vorteile der Erneuerbaren für die Versorgungssicherheit und den Klimaschutz aus den Augen verlieren", betont die Energieagentur.
Quelle: sonnenseite.com / KLIMARETTER.INFO | em 2014

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