Solarpark in Százhalombatta: 25 Prozent
Ostermontag ist ja auch ein Sonntag, also findet die Rubrik «Solar am Sonntag» an diesem Montag statt. Und es sind schöne bunte Eier, die zur Freude aller Solar Fans hier aneinandergereiht seien. Zuvorderst Staaten, die in der Solarwirtschaft Furore machen.
des erzeugten Stroms aus PV-Anlage
Es geht um die Transformation in den beiden südeuropäischen Ländern Ungarn und Griechenland, wobei ja vor allem Ersteres mit der Wahl am nächsten Wochenende im Brennpunkt des Interesses steht, die Energieentwicklung allerdings kaum je Erwähnung findet. Das sei hier nach- (oder vor-) geholt - unter anderem dank eines Textes der künstlichen Intelligenz Grok, die mit der Plattform X zusammen geht, also vom umstrittenen Elon Musk stammt. Aber - und das ist ernst gemeint, in Bezug auf die Solarenergie ist Musk immer noch ein Vorreiter und die Darstellung von Grok in diesem Zusammenhang ohne Zweifel glaubwürdig.
- Stark sinkende Kosten für Solarmodule weltweit (dank Massenproduktion in Asien) machten Solar plötzlich wettbewerbsfähig – der Levelized Cost of Energy (LCOE) liegt in sonnenreichen Südländern wie Griechenland bei unter 33 €/MWh.
- EU-Politik als Katalysator: Der Green Deal, REPowerEU (nach dem Ukraine-Krieg 2022) und die Nationalen Energie- und Klimapläne (NECP) setzten klare Ziele und stellten EU-Fördermittel (z. B. Recovery and Resilience Facility) bereit. Die Energiekrise 2022 machte heimische Erzeugung plötzlich dringend notwendig und attraktiv.
- Technische und regulatorische Vereinfachungen: Schnellere Genehmigungsverfahren, Netzanschluss-Priorität für Erneuerbare und Förderung von Eigenverbrauch (Prosumer-Modelle) ermöglichten eine explosionsartige Installation sowohl bei Haushalten als auch bei Großanlagen.
- Einspeisetarife und -prämien (KÁT-System): Garantierte Preise über Marktniveau plus Vorrang beim Netzanschluss für viele Jahre – das machte Investitionen risikolos und extrem attraktiv.
- Net-Metering bis 2023: Haushalte konnten überschüssigen Strom jahresweise verrechnen – ein einfaches, bürokratiearmes Modell, das den Boom bei Dachanlagen auslöste (von ca. 300 Systemen 2010 auf 300.000 heute).
- Staatliche Förderprogramme: „Solar Energy Plus“ und ähnliche Subventionen übernahmen bis zu zwei Drittel der Kosten für Dachanlagen plus Speicher. Hohe Strompreise nach 2022 taten ein Übriges.
- Schnelle Umsetzung bei Großanlagen: Viele Projekte profitierten vom KÁT-System; Kohle wurde gleichzeitig zurückgedrängt (Anteil halbiert).
- Schneller Lignit-Ausstieg: Alte Braunkohleminen (besonders in Westmakedonien) wurden gezielt in riesige Solarparks umgewandelt – ein „Just Transition“-Projekt, das Flächen und Infrastruktur direkt nutzte.
- Auktionen, Feed-in-Premiums und PPAs: Wettbewerbliche Ausschreibungen und Prämienmodelle zogen private Investoren an; Vereinfachung von Genehmigungen beschleunigte den Bau.
- EU-Förderung und nationale Anreize: Steuererleichterungen, Zuschüsse für Dachanlagen und Haushalts-Solar sowie das National Energy and Climate Plan (NECP) mit ambitionierten Zielen (bereits 2026 statt 2030 erreicht).
- Hohe Sonneneinstrahlung + niedrige Kosten: Griechenland profitierte besonders von der natürlichen Eignung; 2024/2025 kamen jeweils ca. 2,5 GW neu hinzu.
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