Montag, 8. November 2010

Neue PV-Branchenleader

Das britische Marktforschungsunternehmen IMS Research berichtet, Suntech Power Holding Company Ltd. (Wuxi, China) und JA Solar Holding Company Ltd. (Zhabei, China) hätten First Solar Inc. (Tempe, Arizona, U.S.) überholt. Im dritten Quartal 2010 seien die chinesischen Unternehmen hinsichtlich der Produktionskapazität die weltgrößten Hersteller photovoltaischer Solarmodule geworden.

First Solar hatte die Spitzenposition zuvor sechs Quartale in Folge inne. IMS ergänzt, dass First Solar 2011 auf Grund einer langsamer wachsenden Nachfrage, verstärktem Preisdruck und weiterem Kapazitätsausbau wieder einen größeren Marktanteil gewinnen könnte. "IMS Research erwartet, dass der Photovoltaik-(PV)-Zubau 2011 um weniger als 10 % wachsen wird, nachdem er sich 2010 mehr als verdoppelt hat", kommentierte der Photovoltaik-Analyst von IMS, Sam Wilkinson. "Wir rechnen damit, dass die Modulpreise im ersten Halbjahr 2011 um über 15% fallen, da die Nachfrage in den wichtigen europäischen Märkten auf Grund der Kürzungen der Einspeisevergütung zurück geht. Die branchenführenden Gewinnspannen von First Solar und viele Aufträge für PV-Großanlagen in Nordamerika kommen dem Unternehmen zu Gute, wenn der Wettbewerb 2011 anzieht."

First Solar hat bereits starke Konkurrenz von Suntech, Hersteller von Solarmodulen aus kristallinem Silizium, bekommen (im Bild die Firmenzentrale von Suntech in Wuxi westlich von Shanghai). First Solar hatte 2009 zwar noch die höchsten Produktionskapazitäten, wurde jedoch in den ersten beiden Quartalen 2010 von Suntech überholt, was die Erlöse und Umsätze im zweiten Quartal angeht. Suntech hat seine Zahlen für das dritte Quartal 2010 noch nicht veröffentlicht. Die beiden Unternehmen verkaufen jedoch unterschiedliche Produkte. IMS hat kürzlich beobachtet, dass der Schlüssel zum Erfolg der beiden PV-Unternehmen im Wachstum beziehungsweise Schrumpfen spezifischer Märkte liegt. Am 20. Oktober 2010 schätzte IMS, dass 2011 der Markt für große Photovoltaik-Kraftwerke fünf Mal so schnell wachsen wird wie der übrige Photovoltaik-Markt, und dass dies First Solar nützen könnte.

Photovoltaik-Module aus kristallinem Silizium, wie Suntech sie herstellt,
haben einen höheren Wirkungsgrad und kommen bevorzugt in Anlagen auf begrenzter Fläche zum Einsatz, wie beispielsweise auf Dächern. Dünnschichtmodule haben einen geringeren Wirkungsgrad, kosten aber auch weniger pro Watt und werden eher für große Photovoltaik-Freiflächenanlagen verwendet, wo weniger auf die Fläche als auf die Kosten geachtet werden muss.

Quelle: IMS Research / Solarserver

EEG ist Erfolgsgeschichte

Es ist unbestritten, dass das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) aus dem Jahre 2000 eine Erfolgsgeschichte ohne Gleichen für die Einführung erneuerbarer Stromwandlungstechnologien ist. Dies lässt sich mit vielen Zahlen belegen - ein Kommentar von Uwe Hartmann, Präsidium Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie.






Im Jahre 2000 betrug die installierte Leistung aus Windkraftanlagen 6.104 MW, im Jahre 2009 war diese auf 25.777 MW gewachsen. Die entsprechenden Energiemengen betrugen im Jahre 2000 7.550 GWh, im Jahre 2009 38.580 GWh. Im Bereich der Biomasse (ohne den biogenen Anteil des Abfalls) war das Wachstum noch imposanter. Die installierte Leistung im Jahre 2000 betrug hier 579 MW (2.893 GWh), im Jahre 2009 4.489 MW (26.407 GWh).

Diese Zahlen werden von der Entwicklung der Photovoltaik noch weit übertroffen: Im Jahre 2000 war eine Leistung von sage und schreibe 76 MW (64 GWh) installiert. Dies hatte sich bis 2009 auf 9.800 MW (6.578 GWh) etwa verhundertfacht. Die letzten Zahlen zur Photovoltaik bis August 2010 zeigen, dass zu den 9.800 MW ca. 4.900 MW hinzu gekommen sind. Ende des Jahre werden kumuliert etwa 18.000 MW installiert sein.

Der Anteil aller Erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch stieg von 6,4% im Jahre 2000 auf 16,3% im Jahre 2009. Der Bruttostromverbrauch blieb in dieser Zeit praktisch konstant. Diese Erfolgsgeschichte ist der Bundesregierung und dem Oligopol der großen Energiekonzerne ein Dorn im Auge. Im Energiekonzept der Regierung sind unter anderem folgende Sätze zu finden: „Mit Erreichen der Netzparität wird geprüft, inwieweit Änderungen am bisherigen System (EEG) erforderlich sind.“ Auch kann aus dem Energiekonzept herausgelesen werden, dass die Vorrangstellung der Erneuerbaren Energien angegriffen werden soll.

In Zahlen ausgedrückt liest sich dieses wie folgt: Laut EWI-Prognos-GWS-Studie für das Energiekonzept wird für die Jahre bis 2020 ein jährlicher Photovoltaik-Zubau von nur 1,7 GW vorgesehen. Für den On-shore Windkraft-Zubau werden nur noch 0,85 GW pro Jahr gerechnet. Zum Vergleich: der Zubau im Jahr 2009 betrug ca. 1,9 GW. Die Zahlen für den jährlichen Biomasse-Zubau lauten ähnlich. Für die Jahre bis 2020 werden nur 70 MW pro Jahr vorgesehen, während der Zubau allein im Jahre 2009 516 MW betrug. So wird klar, dass die Erneuerbaren Energien im Jahre 2020 laut Energiekonzept der Bundesregierung nur zu 35% zum Bruttostromverbrauch beitragen sollen.

All diese Indikatoren deuten darauf hin, dass die Erfolgsgeschichte der Erneuerbaren abgewürgt werden soll. Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie wird alle Möglichkeiten und Kanäle nutzen, um das zu verhindern. Unser Ziel ist und bleibt, bis zum Jahre 2020 mindestens 47% der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien bereit zu stellen. Dafür müssen natürlich auch neue Instrumente gefunden werden, die die Marktfähigkeit unterstützen, besonders wenn bei der Photovoltaik die Netzparität erreicht sein wird. Die Erfolgsgeschichte muss weiter gehen.

Quelle: Uwe Hartmann / Präsidium Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie

Samstag, 6. November 2010

Solarfirmen-News der Woche 44

First Solar baut nun doch Riesenkraftwerk in der Mongolei – Ausgerechnet Norweger bauen eine der grössten Solarfabriken der Welt, allerdings in Singapur – Der Kapazitätsausbau geht munter weiter, auch in China – Oerlikon Solar forscht munter weiter – Juwi steigt in Indien ein: Ein untrügliches Zeichen, dass ein neuer Markt abhebt.

First Solar, Inc. hat alle Genehmigungen für den Bau seines Photovoltaik-Kraftwerks in der Inneren Mongolei erhalten. Das Solarkraftwerk sei final von der chinesischen National Development und Reform Commission nun genehmigt worden. Das Kraftwerk soll in der Endstufe eine Kapazität von zwei Gigawatt haben. Im September 2009 hatten Vertreter von First Solar und der chinesischen Regierung einen Vertrag über das Projekt unterzeichnet. (Bild: Vertreter von First Solar und der chinesischen Regierung bei der Vertragsunterzeichnung für das Projekt) Quelle: Photovoltaik

Die Renewable Energy Corporation (REC) hat in Singapur seine größte Solarfabrik in Betrieb genommen und damit seine Produktionskapazitäten mehr als verdoppelt. Es ist eines der größten integrierten Werke mit Wafer-, Zell- und Modulfertigungsanlage der Welt. REC hat nach eigenen Angaben dafür etwa 1,4 Milliarden Euro investiert. Die geplante Waferkapazität in dem Werk liegt bei 740 Megawatt, für Solarzellen bei 550 Megawatt und für Solarmodule bei rund 800 Megawatt. Die maximale Produktionskapazität will REC bis 2012 erreichen. Quelle: Photovoltaik

Der chinesische Solarzellen- und Modulhersteller SUNOWE (Zhejiang Sunflower Light Energy Science & Technology Limited Liability Company; Shaoxing) will bis Ende 2011 die jährliche Produktionskapazität von aktuell 200 Megawatt (MW) auf 400 MW erhöhen. Das Unternehmen investiert hierfür nach eigenen Angaben rund 27 Millionen Euro. Im Zuge dieses Ausbaus sollen rund 800 Arbeitsplätze geschaffen werden. SUNOWE will den Standort in Shaoxing bis Ende nächsten Jahres erheblich ausbauen. Quelle: Solarserver

Oerlikon Solar, leitet ein Forschungsprojekt namens "PEPPER", das Fördergelder im Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union erhält. Ziel des Projekts ist, innerhalb der nächsten drei Jahre eine Leistungssteigerung bei gleichzeitiger Senkung der Kosten für Dünnfilm-Silizium-Module zu erreichen. Darüber hinaus soll das Projekt die Umweltauswirkungen des gesamten Modulherstellungsverfahrens bewerten und reduzieren. Das Projekt "PEPPER summiert sich auf 16,7 Millionen Euro. Quelle: Solarserver

Juwi, einer der führenden Projektentwickler für erneuerbare Energien, steigt in den indischen Markt ein und baut damit sein internationales Geschäfts weiter aus. Das Tochterunternehmen „juwi India Renewable Energies Pvt. Ltd.“ richtet derzeit seinen Hauptsitz in Bangalore ein, der IT-Hauptstadt Indiens. Ab 2011 wird das Unternehmen in Indien Solaranlagen realisieren. In den nächsten Jahren sollen dort Projekte mit einer Gesamtleistung von bis zu 100 Megawatt umgesetzt werden. „juwi India Renewable Energies“ wird Solarprojekte in ganz Indien sowie in SAARC-Ländern (South Asian Association for Regional Cooperation) realisieren. Quelle: Juwi

© Solarmedia

Atomar oder Erneuerbar?

Am 28. Oktober lagen auf dem leeren Platz des deutschen Bundestagsabgeordneten Hermann Scheer Blumen. Der 66-jährige Kämpfer für die 100%ige solare Energiewende war wenige Tage zuvor gestorben. Am 28. Oktober aber beschloss die schwarz-gelbe Mehrheit im Bundestag längere Laufzeiten für die 17 deutschen AKW. Scheers wichtigste politische Tat war das Erneuerbare-Energie-Gesetz im Jahr 2.000, mit dessen Hilfe in den letzten Jahren ein weltweit beispielloser Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland gelungen ist. Ein Kommentar des Publizisten Franz Alt.

Der Erfolg Scheers wird nun künftig durch längere AKW-Laufzeiten gefährdet. Denn das derzeitige Tempo bei den Erneuerbaren macht Atomstrom bald überflüssig. Aber jedes Jahr längere Laufzeit der Atomkraft bedeutet faktisch eine Drosselung für die Ökoenergien. Beides zusammen geht schon mittelfristig nicht mehr. 2009 hat Deutschland 20 % seiner Stromproduktion ins Ausland exportiert. Mit dem Schlagwort von den AKW als „Brückentechnologie“ hin zu den Erneuerbaren wird das gesamte Energiekonzept der Bundesregierung vernebelt. Die Erneuerbaren Energien, also Sonne, Wind, Biomasse, Wasserkraft und Geothermie, können schon in 20 Jahren zu 100 % alle alten Energieträger ersetzen. Das hat Hermann Scheer in seinem letzten Buch „Der energethische Imperativ – 100 % jetzt – Wie der vollständige Wechsel zu erneuerbaren Energien zu realisieren ist“ überzeugend aufgezeigt.

Es ist gut möglich, schon bis 2020 zwei Drittel des Stroms in Deutschland nachhaltig zu erzeugen, wenn das Ausbau-Tempo von 2010 beibehalten würde. Im 20. Jahrhundert haben die Franzosen binnen 12 Jahren ihren Anteil des Atomstroms von null auf 70% hochgefahren. Und das soll bei den Erneuerbaren Energien nicht möglich sein? Aber genau das ist nicht im Sinn der alten Energiewirtschaft und die Bundesregierung ist ihr Erfüllungsgehilfe.

Schwarz-gelb hat mit seinen Energiebeschlüssen wider alle Vernunft dafür gesorgt, dass in Berlin eine „Sonnenfinsternis“ (TAZ) herrscht – zumindest vorübergehend. Der brutale Versuch, die alte Energiewirtschaft und ihr Quasi-Monopol zu retten, hat den Bundestagspräsidenten Norbert Lammert (CDU) dazu getrieben, sich am 28. Oktober der Stimme zu enthalten und seiner Regierung „unordentliche Gesetzgebungsarbeit“ vorzuwerfen. Darüber hinaus haben sechs Abgeordnete der Regierungsfraktionen gegen das Energie-Konzept ihrer eigenen Regierung gestimmt. Dieses Gesetz erhielt keine absolute Kanzler-Mehrheit, sondern nur eine einfache Zustimmung. Und das Bundesverfassungsgericht wird noch zu entscheiden haben, ob das Gesetz ohne Zustimmung des Bundesrats überhaupt in Kraft treten kann.

Die energiepolitischen Entscheidungen dieser Wochen sind deshalb so wichtig, weil 47 Länder unser Erneuerbares-Energien-Gesetz übernommen haben. Sollte dieses Gesetz von schwarz-gelb faktisch zu Fall gebracht werden, dann hätte dies Auswirkungen auf die Energiepolitik der ganzen Welt. Im Ausland würde argumentiert, wenn schon die Deutschen selbst ihren bisherigen Weg verlassen, dann werden wir ihn schon gar nicht beschreiten. Aus all diesen Gründen gibt es jetzt nur eine Richtung und ein Motto, das uns Hermann Scheer kurz vor seinem Tod empfohlen hat: „Abkoppeln, abschalten, abwählen.“

Der Anti-Atom-Protest dieses Wochenendes ist nur der Anfang des Widerstands gegen die schwarz-gelbe Selbstherrlichkeit. Vielleicht war der 28. Oktober 2010 der Anfang vom Ende der Regierung Merkel/Westerwelle. Dann hätte die vorübergehende Sonnenfinsternis am Ende zu einem neuen Sonnenaufgang geführt – vielleicht!

Quelle: © Franz Alt 2010 / Sonnenseite

Freitag, 5. November 2010

Raketen zu Solarstrom

Die Berliner Modulfabrikantin SOLON SE eröffnet in diesen Tagen ihre ersten französischen Freiflächenkraftwerke in Ferrassières, nahe Avignon. Auf den Geländen ehemaliger Abschussrampen für nukleare Interkontinentalraketen plante und errichtete die SOLON Investments, Tochter der SOLON SE, zwei schlüsselfertige Solarkraftwerke mit einer Nennleistung von zusammen 3 Megawatt (MWp).

Die Kraftwerke, bestehend aus zwei getrennten Photovoltaikanlagen von 3,6 und 5 Hektar Fläche, liegen am Fuße des Mont Ventoux (siehe Bild) auf einer Höhe von 1.100 Metern und profitieren von der hohen direkten Sonneneinstrahlung der provenzalischen Voralpen. Auf den Konversionsflächen wurden knapp 14.500 SOLON Blue 230 polykristalline Solarmodule verbaut, die ausreichend Energie erzeugen, um jährlich 3.000 Menschen mit Strom zu versorgen. „Diese Kraftwerksprojekte zeigen auf eindrucksvolle Weise, wie Photovoltaik Mehrwert schafft – auf ehemaligen Militärflächen entstehen Solarkraftwerke, die klimafreundlichen Strom produzieren und CO2 einsparen,“ sagte Stefan Säuberlich, CEO der SOLON SE. Alain Desvigne, Geschäftsführer der SOLON SAS, fügt hinzu: „Wir freuen uns über die Fertigstellung unserer ersten Solarkraftwerke in Frankreich. Es ist eine erstklassige Referenz, um von unserer Vertriebsniederlassung in Lyon aus die Chancen im stark wachsenden französischen Photovoltaik-Markt zu nutzen.“

Die Gelände der nuklearen Abschussrampen wurden bis in die 1990er Jahre von der französischen Armee genutzt und lagen danach lange brach. Die beiden nun dort entstandenen Solarkraftwerke wurden für zwei irische Investoren entwickelt, die International Energy Investments Group und die Investricity Group.

Die SOLON SE ist einer der größten Solarmodulproduzenten in Europa und Anbieter von solarer Systemtechnik für große Dach- und Freiflächenanlagen. Die SOLON-Gruppe ist mit Tochterunternehmen in Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich, der Schweiz und den USA vertreten und beschäftigt weltweit rund 950 Mitarbeiter. Das Kerngeschäft von SOLON ist die Herstellung von Solarmodulen und Photovoltaiksystemen sowie die Projektierung und Errichtung von Großdachanlagen und schlüsselfertigen Solarkraftwerken weltweit.

Quelle: Solon SE

Suntainable baut 8-MW-Anlage

Hochfliegende Pläne einer Schweizer Solarfirma: Suntainable AG erstellt eine Solaranlage von 20 Hektaren Grösse in Cadarache, Südfrankreich. Eine Forschungszusammenarbeit mit dem nationalen, französischen Forschungsinstitut (cea ines) und die Partnerschaft mit Elektrizitätswerken in der Schweiz macht dieses Projekt möglich. Die Anlage dient der Solarforschung und wird gleichzeitig wirtschaftlich betrieben. Der Spatenstich erfolgt im Herbst 2011.

Suntainable AG ist eine Firma für Projektmanagement und Beratung im Solar-
bereich, mit Sitz in Zollikon, im Kanton Zürich. Die Planungen eines Grossprojektes in Südfrankreich sind in vollem Gange. Auf einer Fläche von 200‘000 m2 entsteht eine Solaranlage. Mit diesem Forschungsprojekt testet die Firma die Effizienz unterschiedlicher Solarpanels sowie den automatisierten Aufbau von grossen Solaranlagen. Solarpanels sind Glasplatten, mit einer leitenden Schicht. Das auf die Solarpanels fallende Sonnenlicht wird durch die leitende Schicht geführt und somit in elektrische Energie umgewandelt.

Suntainable AG testet beim Aufbau und Betrieb der Solar-Forschungsanlage
die effizientesten Materialien und Aufbaumethoden. Während der fünfjährigen Forschungsarbeiten produziert die Anlage Solarstrom. Abnehmerin des produzierten Stroms ist die staatliche, französische Elektrizitätsgesellschaft, Eléctricité de France (EDF). Nach Abschluss der Forschungsarbeiten wird die Anlage während 15 Jahren wirtschaftlich weiterbetrieben. Das Forschungs-Projekt wird in Südfrankreich durchgeführt, da dort dieselben geografischen Bedingungen herrschen wie in Spanien bei Zaragoza. Dort wird Suntainable AG im Jahr 2015 eine weitere Gross- Anlage erstellen. Die Forschungsergebnisse aus Südfrankreich fliessen in die Erstellung und den Betrieb der Anlage bei Zaragoza ein. Ziel dieses Grossprojektes ist es, Solarstrom zu gleichen Preisen wie herkömmlich produzierten Strom aus Kohle, Gas, Atomspaltung oder Öl zu verkaufen.

Einige Daten der geplanten Anlage, die im Dezember 2012 ans Netz gehen soll:
- Leistung 8 MWp
- Stromproduktion 11,6 GWh/Jahr
- Überbaute Fläche 0,2 km2
- Einstrahlung/Jahr 1800 KWh/m2
- Investitionsvolumen 27 Mio EUR
- Einspeisevergütung 27,6 Euro Cent/KWh

Suntainable AG wickelt den Bau der Solar-Forschungsanlage über das
Consortium Suntainable SAS in Frankreich ab. Elektrizitätswerke aus der Schweiz sind mit einem Investmentanteil am Projekt beteiligt - wobei die Medienmitteilung von Suntainable keine konkreten Namen nennt. Ihren Solarstrom-Anteil können die Elektrizitätswerke entweder der staatlichen, französische Elektrizitätsgesellschaft, Eléctricité de France oder einem anderen Abnehmer verkaufen. Die in der Anlage gewonnenen Forschungserkenntnisse können die Werke für sich nutzen.

© Solarmedia
/ Quelle: Suntainable AG