Sonntag, 29. April 2018

Links und rechts beachten

Liebe Leserin, lieber Leser
Solarmedia freut sich über Ihr ungeteiltes Interesse an Meldungen und Berichten aus der weltweiten Solarwirtschaft. Zur Ergänzung dienen die Hinweise in der ganz linken und der rechten Spalte von Solarmedia, die zu interessanten Artikeln internationaler Medien zu den Themen Solar, Energie und Nachhaltigkeit allgemein (aktuell u.a. mit Tipps zum optimalen Eigenverbrauch bei eigener Solaranlage und einem Bericht zur grössten Windanlage auf dem offenen Meer - linke Spalte) sowie Finanz-Anlage und Vorsorge (rechte Spalte - zum Beispiel zur grössten Bank Europas, die sich aus fossilen Energien zurückzieht) führen. Viel Vergnügen sodann mit der Bilderspalte (zweite von links), die auf Photographien internationaler KünstlerInnen wie auf Bilder des Solarmedia-Autors verweist!

Donnerstag, 26. April 2018

Wirtschaftsfaktor EE

Zum deutschen Tag der Erneuerbaren Energien (EE) am Samstag 28. April meldet die Erneuerbaren-Branche einen steigenden Beitrag zur Wirtschaftskraft im Lande: Laut aktuellen Zahlen der Bundesregierung erhöhten sich 2017 sowohl die wirtschaftlichen Impulse aus dem Anlagenbetrieb wie auch die Investitionen in neue Anlagen, und zwar jeweils auf 16,2 Milliarden Euro. 

Während der Zuwachs bei den Neuinvestitionen auf die Windenergie zurückzuführen war, dominiert im Anlagenbetrieb die Bioenergie. „Die insgesamt positive Entwicklung zeigt die Attraktivität der Erneuerbaren für Investoren und Gesellschaft“, erklärt der Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE), Philipp Vohrer. Bei den Investitionen in neue Anlagen entfielen auf die Windenergie mit 11 Milliarden Euro knapp 70 Prozent aller 2017 eingesetzten Mittel. Damit konnten eine Windkraft-Leistung von rund 5.000 Megawatt (MW) an Land und etwa 1.300 MW auf See zugebaut werden. „Zügige Fortschritte beim Ausbau der Windenergie an Land und auf See ebenso wie bei Solar-, Bioenergie und Co. sind dringend notwendig, um den steigenden Bedarf an Energie aus regenerativen Quellen zu decken, und zwar sowohl für klassischen Stromverbrauch in Privathaushalten, Gewerbe und Industrie als auch für neue Anwendungen“, betont Vohrer. Zu solch neuen Anwendungen gehören z.B. Elektroautos: So können mit dem Stromertrag einer einzigen modernen Windkraftanlage im Binnenland rund 3.000 E-Mittelklasse-Wagen mit einer jährlichen Laufleistung von 10.000 km betrieben werden. 
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Mit dem wachsenden Anlagenpark sind die Umsätze aus dem Betrieb bestehender Erneuerbare-Energien-Anlagen kontinuierlich gestiegen. Wie bei den Neuinvestitionen, so legten die wirtschaftlichen Impulse aus dem Anlagenbetrieb 2017 auf 16,2 Mrd. Euro zu. Dies entsprach einem Zuwachs von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Den mit Abstand größten Anteil unter den Erneuerbaren hatte hier die Bioenergie mit 10,5 Mrd. Euro oder 65 Prozent. Dies ist unter anderem auf die Beschaffung nachwachsender Rohstoffe zurückzuführen. Auch Service und Wartung tragen zu den wirtschaftlichen Impulsen bei. „Erneuerbare Energien sind die günstigste und sauberste Energie der Gegenwart. Sie zu nutzen und weiter zu entwickeln ist nicht nur Gebot von Klimaschutz und Versorgungssicherheit, sondern auch umsichtige Industriepolitik“, so Vohrer. 

Längst sind die Erneuerbaren zum Jobmotor in vielen Regionen und Branchen geworden. Wie aus einer Studie in der Reihe GWS-Research Reports hervorgeht, war das Beschäftigungswachstum in der deutschen Energiewirtschaft von rund 550.000 Jobs zu Beginn des Jahrtausends auf 690.000 Arbeitsplätze im Jahr 2016 im Wesentlichen auf die Erneuerbaren Energien zurückzuführen. Während die konventionellen Energien im Jahr 2000 noch etwa 70 Prozent der gesamten Energie-Beschäftigung stellten, waren es 2016 nur noch rund 40 Prozent. Hingegen erhöhte sich der Anteil der Erneuerbaren an den Arbeitsplätzen im gleichen Zeitraum auf fast 50 Prozent. Die verbleibenden Jobs entfallen auf Netze und Speicher. „Diese Zahlen zeigen einmal mehr: Die Erneuerbaren sind ein wirtschaftlicher Stabilitätsanker“, betont Vohrer.

Gelegenheit sich rund um das Thema Erneuerbare Energie zu informieren, bietet in Deutschland der Tag der Erneuerbaren Energien am 28. April. Der bundesweite Aktionstag findet immer am letzten Samstag im April statt und erinnert an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986. Bürgerinitiativen, Anlagenbetreiber und Unternehmen öffnen ihre Türen und zeigen Interessierten, wie eine Energieversorgung auf Basis von Erneuerbaren Energien funktioniert. Unter folgendem Link erfahren Sie, ob Veranstaltungen in Ihrer Region geplant sind: http://energietag.de/

Energie-Ausflugsziele für Familien und Entdecker finden Sie zudem im Baedeker-Reiseführer „Deutschland – Erneuerbare Energien erleben“, der im AEE-Onlineshop oder im Buchhandel für 16,99 Euro erhältlich ist: https://www.unendlich-viel-energie.de/shop

Eine Infografik zu den wirtschaftlichen Impulsen aus dem Betrieb von Erneuerbare Energien-Anlagen finden Sie hier.

Quelle: www.unendlich-viel-energie.de

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Dienstag, 24. April 2018

Gemeinsam produzieren

Als Gemeinschaft Strom produzieren, selber verbrauchen und den Restbedarf günstig am freien Strommarkt einkaufen: Was utopisch klingt, ist spätestens seit der Annahme der Energiestrategie 2050 in einer Eigenverbrauchsgemeinschaft (EVG) möglich. Zwei Projekte zeigen, welche unterschiedlichen Formen eine EVG annehmen kann. 

An der Photovoltaik-Tagung von vergangener Woche (siehe Solarmedia vom 20.4.18) war viel von Eigenverbrauch die Rede. Konkrete Beispiele erläutert ein Medientext der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich: In Aathal sind vor Kurzem zwölf Mieterinnen und Mieter in eine neue Siedlung der EKZ eingezogen und beziehen Strom von der hauseigenen Solaranlage (siehe Bild). Die Mieter und Mieterinnen erhalten eine komplette Abrechnung der Strom- und Nebenkosten aus einer Hand, da die Liegenschaft sowohl den Allgemein- als neu auch den Individualstrom direkt über die Nebenkosten abrechnet. Möglich macht dies das revidierte Energiegesetz, das seit Anfang 2018 in Kraft ist. Dieses erlaubt sogenannte Eigenverbrauchsgemeinschaften. Damit reicht die Hoheit des Energieversorgers nur noch bis zum Hauseingang. Wie sich die Eigenverbrauchsgemeinschaft dahinter organisiert, ist ihre Sache. Die EVG in Aathal hat für das sogenannte Submetering die Enpuls AG beauftragt: Enpuls erfasst also die Verbrauchsdaten der einzelnen Wohneinheiten für Wasser, Strom, Wärme und Kälte und erstellt den Verteilschlüssel für die Nebenkostenabrechnung zuhanden der Verwaltung. Eine separate Rechnung vom Energieversorgungsunternehmen an die Mieter ist nicht mehr nötig.  

In Embrach sind sogar 35 Wohnungen zu einer Eigenverbrauchsgemeinschaft zusammengeschlossen. Eigentümerin der Liegenschaft ist Logis Suisse, eine Aktiengesellschaft, die fairen Wohnraum fördert. Bei der Kernsanierung der alten Liegenschaft hat sie sich für eine Eigenverbrauchsgemeinschaft entschieden. Die Solaranlage auf dem Dach deckt 35 Prozent des eigenen Stromverbrauchs. Zudem könnte die EVG – bei Erfüllung der Marktzugangsbedingungen – durch den Einkauf des Reststroms auf dem freien Markt von wesentlich tieferen Kosten profitieren. Für die Mieterinnen und Mieter bedeutet dies, Strom aus erneuerbaren Energien zu günstigeren Tarifen zu beziehen. Die Stromabrechnung an die Mieter und das Submetering der Liegenschaft hat die Verwaltung Gfeller Treuhand an Enpuls ausgelagert. Diese ermöglicht ausserdem künftig ein zeitnahes Monitoring: Wie viel hat die Photovoltaik-Anlage produziert? Und wie viel wurde verbraucht? Ferner soll auch möglich werden, dass die Verwaltung anhand der Daten zum Gesamtverbrauch und der eigenen Stromproduktion die Energiebilanz optimieren kann.

Der Zusammenschluss mehrerer Parteien zu einer Eigenverbrauchsgemeinschaft bringt zahlreiche Vorteile. Zum einen ist die Nutzung des selbst produzierten Stroms wirtschaftlicher, als ihn zu den geringen Vergütungssätzen ins Netz einzuspeisen. Zum anderen kann die EVG ihren Reststrom am freien Strommarkt einkaufen, sobald sie mehr als 100‘000 Kilowattstunden pro Jahr verbraucht (das entspricht etwa 35 Wohnungen inkl. Allgemeinstrom ohne Wärmepumpe). Dabei profitiert sie von günstigeren Preisen. Dieser Preisvorteil kann an die Mitglieder der Eigenverbrauchsgemeinschaft weitergegeben werden. Die Stromkosten für den Privathaushalt lassen sich so um bis zu 30 Prozent senken.

Zu beachten ist, dass die Eigenverbrauchsgemeinschaft selber für die Abrechnung ihres Stromverbrauchs und das Submetering der Parteien verantwortlich ist. Hier leisten Dienstleistungsfirmen wie beispielsweise die Enpuls AG Abhilfe. Je nach Wunsch der Verwaltung übernimmt der Dienstleister das Submetering, liefert die Verbrauchszahlen für die Promilleabrechnung oder übernimmt gleich die gesamte Nebenkostenabrechnung.

Quelle mit ergänzenden Stichworten und Erklärungen: EKZ

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Montag, 23. April 2018

Strom für Landbevölkerung


Gestern Abend gelesen, den PC genutzt oder im Licht der Straßenlaterne nach Hause gegangen? Der Zugang zu Strom ist für viele Menschen auf der Welt nicht selbstverständlich. Die Partnerorganisation von oikocredit, das Sozialunternehmen Punam Energy, versorgt die indische Landbevölkerung mit Strom.

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Energiewende - bis wann?

Auf Initiative des Solarpioniers Hermann Scheer wurde 2010 IRENA, die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien, mit Sitz in Abu Dhabi gegründet. Scheer vertrat in Büchern, Vorträgen und Fernsehsendungen sowie in der von ihm ebenfalls gegründeten Nichtregierungsorganisation Eurosolar die Meinung, dass die globale Energiewende bis spätestens 2040 machbar sei.

Jetzt hat IRENA beim „Energiewendedialog“ in Berlin eine Studie vorgelegt, wonach die globale Energiewende bis 2050 erreicht werden könne, aber nur unter diesen Voraussetzungen: Wind- und Sonnenenergie müssen sechsmal so schnell ausgebaut werden wie bisher, Häuser müssen dreimal so schnell wie bisher energetisch saniert werden und in Ökostrom muss 30% mehr Geld investiert werden als bisher. Ist dieses Ziel realisierbar? Aber ja! In Deutschland allerdings nur, wenn sich die Bundesregierung endlich rasch auf ein zeitnahes Datum für den Kohleausstieg einigen kann. Die englische Regierung hat sich dafür das Ziel 2025 gesetzt. 

Noch optimistischer als Hermann Scheer war, ist der Öko-Pionier und Silicon Valley-Unternehmer Tony Seba in seinem Buch: „Die Welt wird sich verändern. Radikal. Bis 2030“. Seba prophezeit die globale Energiewende in den nächsten 12 Jahren und erklärt seine These mit „Disruption“. Das heißt: eine einmal begonnene Entwicklung durch neue Technologien löst ein altes System weit schneller ab als bisher angenommen. Siehe die IT-Entwicklungen der letzten Jahrzehnte. Kreative Zerstörung! Vor allem die Preis-Entwicklung für Solar-und Windstrom spricht für Sebas These. In den USA sind die Kosten für PV-Anlagen seit 1970 um den Faktor 154 gefallen. In derselben Zeit ist das Öl um den Faktor 20 teurer geworden. Noch Fragen bitte? Der Unternehmer Tony Seba ist überzeugt, dass sich die preiswerteste Energie am schnellsten durchsetzen wird. Alle Erfahrung spricht dafür. Der Rohstoff für Solar- und Windenergie ist ein kostenloses Geschenk des Himmels und deshalb unschlagbar preiswert. Sonne und Wind schicken keine Rechnung. 

Zudem kann  IRENA nachweisen, dass durch die ökologische Energiewende etwa dreimal mehr Arbeitsplätze entstehen als bei den alten Energien wegfallen. Die globale Energiewende führe zu über elf Millionen neuen Jobs. Wir müssen endlich den Zusammenhang zwischen der Energiekrise und  der Arbeitsplatzkrise sehen und verstehen. Und diese Riesenchance ergreifen. Hinzu kommen die steigenden Gesundheitskosten und Millionen Tote durch die alte Energiewirtschaft. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat festgestellt, dass 95% der Weltbevölkerung schlechte Luft atmen. Die Feinstaubbelastung überschreitet fast überall die WHO-Grenzwerte. 2016 seien 6.7 Millionen Menschen durch Luftverschmutzung gestorben. 

Feinstaub, so erklärt auch das US-amerikanische Institut für Gesundheitseffekte (HEI), erzeuge Lungen- und Herzerkrankungen. Daran mussten allein in Deutschland 2016  37.000 Menschen sterben. In Indien und China starben im selben Jahr, nach HEI-Berechnungen, daran je eine Million Menschen. Hauptquelle der Emissionen war die Kohlenutzung. Ob der neue IRENA-Bericht, die Berechnungen von Hermann Scheer oder von Tony Seba: Die deutsche Bundesregierung hinkt weit hinter all diesen Prognosen her, obwohl das Land am ehesten die technischen Voraussetzungen für eine rasche 100-prozentige Energiewende hat.
Quelle: Franz Alt - sonnenseite.com

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Sonntag, 22. April 2018

Mehr Strom verbraucht

Im Jahr 2017 lag der Stromverbrauch in der Schweiz mit 58,5 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) leicht über dem Niveau des Vorjahres (+0,4%). Die Landeserzeugung (nach Abzug des Verbrauchs der Speicherpumpen) betrug 57,3 Mrd. kWh. Der physikalische Stromimportüberschuss lag bei 5,6 Mrd. kWh.


Der Landesverbrauch lag 2017 bei 62,9 Mrd. kWh. Nach Abzug der Übertragungs- und Verteilverluste von 4,4 Mrd. kWh ergibt sich ein Stromverbrauch von 58,5 Mrd. kWh. Das sind 0,4% oder 244 Millionen kWh (entspricht etwa dem Jahresverbrauch von 48`800 Haushalten) mehr als 2016 (58,2 Mrd. kWh). Die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr betrugen +0,6% im ersten, -1,1% im zweiten, +2,2% im dritten und +0,1% im vierten Quartal 2017.

Obwohl wichtige Einflussgrössen wie die Wirtschafts- und Bevölkerungsentwicklung (siehe unten) verbrauchssteigernd wirkten, blieb der Stromverbrauch in der Schweiz nahezu stabil. Dies dank der geringeren Anzahl der Heizgradtage sowie der Effizienzsteigerungen:
  • Wirtschaftsentwicklung: Das Bruttoinlandprodukt (BIP) nahm 2017 gemäss den ersten provisorischen Ergebnissen um 1,0% zu (Quelle: Staatssekretariat für Wirtschaft, SECO).
  • Bevölkerungsentwicklung: Die Bevölkerung der Schweiz nahm 2017 gemäss den provisorischen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) vom 6. April 2018 um 0,7% zu.
  • Witterung: 2017 nahmen die Heizgradtage gegenüber dem Vorjahr um 1,5% ab (siehe Tabelle im Anhang). Da in der Schweiz gegen 10% des Stromverbrauchs für das Heizen verwendet werden, wirkt diese Entwicklung leicht verbrauchsdämpfend.
Zu Bestimmungsfaktoren der Stromverbrauchsentwicklung werden die jährlichen Ex-Post-Analysen des Energieverbrauchs weitere Aufschlüsse liefern können (Publikation im Oktober 2018).

Die Elektrizitätsproduktion (Landeserzeugung) sank 2017 leicht um 0,2% auf 61,5 Mrd. kWh (2016: 61,6 Mrd. kWh). Nach Abzug des Verbrauchs der Speicherpumpen von 4,2 Mrd. kWh ergibt sich eine Nettoerzeugung von 57,3 Mrd. kWh. Im dritten und vierten Quartal lag die Landeserzeugung über dem Vorjahreswert (+5,0% resp. +11,8%), im ersten und zweiten Quartal (-8,5% resp. -6,6%) jedoch unter den entsprechenden Vorjahreswerten.

Die Wasserkraftanlagen (Laufkraftwerke und Speicherkraftwerke) produzierten 0,9% mehr Elektrizität als im Vorjahr (Laufkraftwerke -3,8%, Speicherkraftwerke +4,9%). Im Sommer 2017 sank die Produktion der Wasserkraftwerke im Vergleich zum Vorjahr um 5,5% (Laufkraftwerke -7,0%, Speicherkraftwerke -3,9%), in den beiden Winterquartalen stieg die Produktion um 10,6% (Laufkraftwerke +2,8% resp. Speicherkraftwerke +15,3%). 

Die Stromproduktion der schweizerischen Kernkraftwerke sank um 3,6% auf 19,5 Mrd. kWh (2016: 20,2 Mrd. kWh). Dies ist vor allem auf ausserordentliche Stillstände des Kernkraftwerks Beznau I (ganzjährig) sowie des Kernkraftwerks Leibstadt (mehrere Monate) zurückzuführen. 2017 lag die Verfügbarkeit des schweizerischen Kernkraftwerkparks bei 67,1% (2016: 69,4%). An der  Elektrizitätsproduktion waren die Wasserkraftwerke zu 59,6% (davon Laufkraftwerke 25,9%, Speicherkraftwerke 33,7%), die Kernkraftwerke zu 31,7% sowie konventionell-thermische und erneuerbare Anlagen zu 8,7% beteiligt.

Bei physikalischen Importen von 36,5 Mrd. kWh und physikalischen Exporten von 30,9 Mrd. kWh ergab sich 2017 ein Importüberschuss von 5,6 Mrd. kWh (2016: Importüberschuss von 3,9 Mrd. kWh). Im ersten und im vierten Quartal (Winterquartale) importierte die Schweiz per Saldo 8,7 Mrd. kWh (2016: 8,2 Mrd. kWh), im zweiten und dritten Quartal exportierte sie per Saldo 3,1 Mrd. kWh (2016: 4,3 Mrd. kWh).

Der Erlös aus den handelsbasierten Stromexporten betrug gemäss den Angaben der Eidg. Zollverwaltung (EZV) 1'544 Mio. Franken (5,06 Rp./kWh). Für die handelsbasierten Stromimporte fielen Ausgaben von 1'761 Mio. Franken an (4,83 Rp./kWh). Somit ergab sich im Jahr 2017 gemäss EZV für die Schweiz ein negativer Aussenhandelssaldo von 217 Mio. Franken (Quelle: EZV / swissimpex; Stand: 3.4.2018).

 

Rückfragen: Marianne Zünd, Leiterin Medien und Politik BFE, Tel. 058 462 56 75 / 079 763 86 11

Herausgeber: Bundesamt für Energie: http://www.bfe.admin.ch


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