Donnerstag, 19. September 2019

Solarplan für die Schweiz - im Videofilm


Swissolar hat die Podiumsdiskussion mit ihrem Präsidenten und Buchautor Roger Nordmann («Sonne für den Klimaschutz») sowie mit Martin Neukom (Regierungsrat Kt. ZH) Ende August aufgezeichnet und auf Youtube gestellt. Ausserdem gab es in der Zwischenzeit Interviews und Reaktionen zum Buch. 

Buchzusammenfassung im Axpo-Blog
Interview mit der BKW 


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Samstag, 14. September 2019

Twitter - Social-Media-Plattform der Stunde!

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Vor den eidgenössischen Wahlen besonders aktuell: Kurz und prägnant informiert über Twitter - dort ist auch Solarmedia aktiv! Einfach auf den Twitter-Button der Solarmedia-Site drücken (Spalte links oben) oder direkt hier: www.twitter.com/rehsche. Wer allerdings ganz allgemein twittern möchte, geht zur Einstiegssite www.twitter.com und meldet sich dort an (kostenfrei und ohne weitere Verpflichtungen). Unter #es2050 spielt sich eine dauerhaft heftige Auseinandersetzung zwischen Befürwortern und Gegnern der Energiestrategie 2050 ab. Dort kann man seine Favoriten kennzeichnen und diesen zu mehr Publizität verhelfen. Und immer ist diese Solarmedia-Site präsent mit neuesten Meldungen aus der Solarbranche!

© Text und Bild: GuntramRehsche / Solarmedia

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Donnerstag, 12. September 2019

Grosse Einsparungen dank Gebäudeprogramm

Das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen, ein wichtiger Pfeiler der Schweizer Energie- und Klimapolitik, hat im Vergleich zum Vorjahr einen Fünftel mehr Mittel ausgeschüttet. 2018 wurden zudem erstmals Massnahmen in den Bereichen Bildung, Information und Qualitätssicherung gefördert.  

Die im Berichtsjahr ausbezahlten Gelder bewirken, über die Lebensdauer der geförderten Massnahmen gerechnet, dass der Energieverbrauch um 5,4 Milliarden Kilowattstunden und der CO2-Ausstoss um rund 1,3 Millionen Tonnen CO2 sinkt. 

Wärmedämmungs-und Haustechnikprojekte am meisten gefördert: Insgesamt wurden im Berichtsjahr 211 Mio. Fr. Fördergelder ausbezahlt (2017: 174 Mio.). Den grössten Anteil habenmit 108 Mio. Fr. Wärmedämmprojekte. An zweiter Stelle folgt der Heizungsersatz mit 37Mio. Fr. (Ersatz fossiler oder elektrischer Heizungen durch Heizsysteme mit erneuerbaren Energien). Stark gestiegen sind 2018 die Beiträge an Systemsanierungen (umfassende energetische Sanierung der Gebäudehülle, oft kombiniert mit einem Heizsystemwechsel): 35 Mio. Fr.gegenüber 14 Mio. Fr. im Vorjahr. Erstmals seit Programmstart wurden 2018 auch indirekte Massnahmen in den Bereichen Information, Beratung, Aus-und Weiterbildung sowie Qualitätssicherung und Betriebsoptimierunggefördert (7 Mio. Fr.). Die übrigenFördergelder flossen an energieeffiziente Neubauten (16Mio. Fr.) und an Wärmenetze (7 Mio. Fr.). 

Energieverbrauch und CO2-Emissionen dauerhaft reduziert: Die von 2010 bis 2018 durch das Gebäudeprogramm geförderten Massnahmen bewirken, dass der Schweizer Gebäudepark jährlich 2,1 Mia. kWh weniger Energie verbraucht und 0,55Mio. t weniger CO2 ausstösst. Über die gesamte Lebensdauer der Massnahmen gerechnet, sind dies fast 55 Mia. kWh und mehr als 13 Mio. t CO2, die eingespart werden. Zudem erzielte das Gebäudeprogramm 2018 einen positiven Beschäftigungseffekt von 2000 Vollzeitäquivalenten und rund 75 Mio. Fr. zusätzliche inländische Wertschöpfung. Die Details zu den Resultaten und Wirkungen des Gebäudeprogramms sowie zu den Ausschüttungen in den einzelnen Kantonen finden sich im neuen Jahresbericht 2018 unter: https://www.dasgebaeudeprogramm.ch/jahresbericht.

Über das Gebäudeprogramm: Gebäude sind für rund 40 Prozent des Energieverbrauchs der Schweiz und einen Drittel der CO2-Emissionen verantwortlich. Über eine Million Häuser sind nicht oder kaum gedämmt und damit energetisch dringend sanierungsbedürftig. Zudem werden zwei Drittel der Schweizer Gebäude heute noch immer fossil oder elektrisch beheizt. Mit dem seit 2010 bestehenden Gebäudeprogramm wollen Bund und Kantone den Energieverbrauch und den CO2-Ausstoss des Schweizer Gebäudeparks erheblich reduzieren. Das Gebäudeprogramm ist damit ein wichtiger Pfeiler der Schweizer Energie-und Klimapolitik. Das Gebäudeprogramm wird über teilzweckgebundene Mittel aus der CO2-Abgabe und aus Fördergeldern der Kantone finanziert. Es unterstützt Massnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs oder des CO2-Ausstosses von Liegenschaften. Gefördert werden etwa die Wärmedämmung der Gebäudehülle, der Ersatz fossiler oder elektrischer Heizungen durch Heizsysteme mit erneuerbaren Energien oder durch den Anschluss an ein Wärmenetz, umfassende energetische Sanierungen oder Sanierungen in grösseren Etappen sowie Neubauten im Minergie-P-Standard. Die Kantone legen individuell fest, welche Massnahmen sie zu welchen Bedingungen fördern. Die Basis dafür bildet das Harmonisierte Fördermodell der Kantone (HFM 2015).

Quelle:  dasgebaeudeprogramm.ch

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Dienstag, 10. September 2019

Mehr Tempo bitte!

Der Ständerat hat am Dienstag eine Motion von Damian Müller, FDP LU, angenommen, die dem Bundesamt für Energie grössere Freiheiten bei der Förderung von erneuerbaren Energien gewähren soll. Dieser Entscheid ist ein klares Signal, dass die Energiestrategie 2050 so rasch wie möglich umzusetzen ist. Die Schweizerische Energie-Stiftung SES begrüsst den Entscheid und fordert den Nationalrat auf, dem Ständerat zu folgen. 

So wünscht sich selbst die FdP
die Schweiz ...
Vor rund einem Jahr hat eine von der SES herausgegebene Studie gezeigt, dass bei der Solarenergie bürokratische Hürden einen raschen Ausbau verhindern. Für die Erreichung der Klimaziele und die Umsetzung des Atomausstiegs ist ein rascher Ausbau aber nötig. Aus dem Netzzuschlag zur Förderung erneuerbarer Energien wurden bis Ende letzten Jahres knapp 1 Milliarde CHF angespart, während sich die Wartefristen für neue Photovoltaik-Anlagen zum Teil auf mehrere Jahre erstrecken. Eine Situation, die von der SES als unbefriedigend kritisiert worden ist, da sie den dringenden Ausbau der Photovoltaik künstlich verlangsamt.

Grössere Freiheiten für das BFE:  Gemäss Bundesamt für Energie BFE liegt eine Ursache darin, dass sich der Fonds, in dem die Gelder verwaltet werden, gemäss Gesetz nicht verschulden darf. Dies obwohl das BFE selbst davon ausgeht, dass bereits in einigen Jahren die Einnahmen aus dem Netzzuschlag die Ausgaben übersteigen werden. Die Motion Müller will dem Bundesamt für Energie nun mehr Freiheiten zugestehen, indem sie eine vorübergehende Verschuldung des Netzzuschlagsfonds erlaubt.

Bürokratische Hürden weiter abbauen, Ausbautempo steigern: SES-Projektleiter Felix Nipkow kommentiert: «Beim Ausbau der Erneuerbaren verlieren wir heute noch zu viel Energie mit bürokratischen Hürden. Wenn wir die Klimaziele erreichen wollen, müssen wir diese rasch eliminieren.» Die SES begrüsst diese simple aber effektive Massnahme und fordert den Nationalrat auf, sie zu bestätigen.

Quelle: energiestiftung.ch 

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Donnerstag, 5. September 2019

Lehren aus gescheiterten Energiepolitiken

Obwohl Strom aus Solar- und Windanlagen immer günstiger wird, ist der Ausbau der erneuerbaren Energien weiterhin auf politische Unterstützung angewiesen. Fehlt diese, kommt es häufig zu Rückschritten beim Umbau des Energiesystems – so geschehen in den einstigen Vorreiterländern Spanien und Tschechien. Welche Lehren können wir daraus für die Energiepolitik ziehen?

Eine in der Zeitschrift „Energy Policy“ erschienene Studie gibt Empfehlungen für eine wirksame Ausgestaltung politischer Maßnahmen. Der Abbau der Förderung erneuerbarer Energien ist erheblich weniger erforscht als die Ausbaumaßnahmen. „Dabei gibt uns gerade die Analyse des Politikabbaus wichtige Hinweise darauf, wie Gesetze und Regulierungen so robust gestaltet werden können, dass sie auch politisch und wirtschaftlich herausfordernden Zeiten standhalten“, betont Rainer Quitzow, einer der Autoren des Artikels und Sprecher des Forschungsbereiches „Energiesysteme und gesellschaftlicher Wandel“ am IASS. Am Fall von Spanien und Tschechien werde deutlich, dass Förderstrategien flexibel genug sein müssen, um auf technologischen Fortschritt und veränderte Marktbedingungen angemessen zu reagieren. Gleichzeitig sollten Ausbauziele eine hohe Verbindlichkeit haben, so dass der Ausbau der erneuerbaren Energien das notwendige Maß an Kontinuität erhält.

Fortschritte beim Ausbau der Erneuerbaren belohnen
In beiden untersuchten Ländern mangelte es laut den Autoren an der notwendigen Flexibilität. In Spanien sah die gesetzliche Regelung keine angemessene Anpassung der Fördersätze für den Fall vor, dass sich die Preise für Erneuerbare-Energien-Technologien ändern. Als Photovoltaik billiger wurde, konnten die Fördersätze nicht schnell genug abgesenkt werden. So profitierte der Staat nicht von den sinkenden Kosten. Stattdessen stieg die Rentabilität der Anlagen und der Ausbau wuchs exponentiell an. Dadurch schossen die staatlichen Ausgaben in die Höhe – zu einer Zeit, in der das Land auch unter den Folgen der Weltfinanzkrise litt. Im September 2008 zog die Regierung die Notbremse und baute die Förderung für Erneuerbare erheblich ab.

Anders war die Lage in Tschechien: Das Land führte seine Energiewende-Strategie ein, um EU-Ziele zu erreichen. Die Kosten wurden über die Stromrechnung an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben. Der Ausbau der Erneuerbaren ging aufgrund sinkender Preise für Solarmodule schneller als geplant: Bereits im Jahr 2013 wurde das EU-Ziel für das Jahr 2020 erreicht. Aus Kostengründen war eine Fortsetzung des Erneuerbaren-Ausbaus nach der Zielerreichung politisch nicht mehr durchsetzbar. Ein anpassungsfähigeres Regelwerk auf EU-Ebene, das frühe Fortschritte belohnt und Stagnation verhindert, hätte den notwendigen internationalen Druck auf die Entscheidungsträger aufrechterhalten können.

Ausschreibungen helfen bei Kostenkontrolle
Aus den beiden Fallstudien leiten die Autoren mehrere Empfehlungen ab, die Entscheidungsträger bei der künftigen Ausgestaltung der Energiewende-Politik berücksichtigen sollten. „So haben Ausschreibungen gegenüber fixen Einspeisevergütungen unter entsprechenden Rahmenbedingungen den Vorteil, dass sie bei der Kontrolle von Mengen und Kosten des produzierten Ökostroms helfen“, erläutert Konrad Gürtler vom IASS. Ein weiterer wichtiger Punkt sei die Verteilung der Kosten: Beide Fallstudien zeigten, dass die Lobbyarbeit von Unternehmen für den politischen Abbau der Energiewende-Gesetzgebung eine wichtige Rolle spielt. Ausnahmeregelungen für die Industrie stellen eine Strategie dar, um diese potenzielle Quelle des Widerspruchs zu mildern. Allerdings können solche Ausnahmen selbst eine Quelle des politischen Widerstands darstellen. Ein Mittelweg kann eine zeitlich befristete Begünstigung sein.

Die Politik sollte der Studie zufolge den Strukturen des Energiesektors stärker Rechnung tragen. Spanien stehen keine nennenswerten Exportmärkte für überschüssigen Strom zur Verfügung, deshalb hatten die etablierten Versorger ein wirtschaftliches Interesse daran, den Einsatz der Erneuerbaren zu begrenzen. Eine aktive Politik zum Ausbau der Leitungen nach Frankreich hätte den Druck verringern können. Letztlich muss jede Energiewende-Strategie auch Lösungen für die rückläufige Auslastung konventioneller Kraftwerke enthalten.
  • Gürtler, K., Postpischil, R., Quitzow, R. (2019 online): The dismantling of renewable energy policies. The cases of Spain and the Czech Republic. - Energy Policy, 133, 110881. | DOI: http://doi.org/10.1016/j.enpol.2019.110881

Quelle: IASS Potsdam 

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Montag, 2. September 2019

Aktien erneut im Plus


Der Index der Solaraktien (PPVX) stieg letzte Woche um 2,3% auf 1.377 Punkte, der NYSE Arca Oil sank um 3,3%. Seit Jahresanfang 2019 liegt der PPVX mit +53,3% währungsbereinigt rund 49 Prozentpunkte vor dem Erdölaktienindex (+4,0%). Die Top-3-Titel seit Jahresanfang sind Enphase Energy (+527%), SunPower(+152%) und SolarEdge Technologies (+133%).Der PPVX-Börsenwert beträgt rund 38,0 Mrd. Euro. Die grössten Gewinner der Woche waren Sunnova Energy Int. (+22%) und Jinko Solar Holding(+18%), die grössten Verlierer Enphase Energy(-11%) und Shunfeng Int. Clean Energy(-5%). Seit Anfang 2003 liegt der PPVX (+390%) rund 242 Prozentpunkte vor dem Erdölaktien-Index (mit +148%).

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Der Solaraktienindex PPVX erscheint auf Solarmedia jeden Monat neu

Quelle: oeko-invest.net 

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