Donnerstag, 26. Oktober 2017

Überzeugende Aktienrenditen

Die Vorgängersite von Solarmedia hat anfangs Jahr einen Anlagevorschlag siehe > präsentiert, basierend auf der Nachhaltigkeits-Analyse des Autors. Nun zeigt sich nach neun Monaten ein überzeugendes Resultat mit einer Rendite von über 20 Prozent. Allerdings dürfte es kaum so weitergehen.

So war ein vorgeschlagenes Portfeuille zu Jahresbeginn zusammengesetzt (zehn einzelne Aktien, die von Unternehmen mit einer besonders nachhaltigen Wirtschaftsweise stammen):


Die Analyse bezog mehrere Indikatoren ein und gewichtete sie unterschiedlich (in Tabelle: Wert Total) - wie folgt: Die Punktzahl der einzelnen Aktienbewertung ergibt sich aus einer gewichteten Berücksichtigung folgender Elemente (je von -3 bis +3 Punkte, maximal 24 - Börsenkurse stammen vom 23.1.2017):
  • Kurs-Gewinn-Verhältnis = KGV  
  • Kennzahl aus Gewinnwachstum / KGV
  • Differenz zu Jahres-Höchstkurs sowie zu -Tiefstkurs
  • Börsenkapitalisierung des jeweiligen Titels
  • Einschätzung Nachhaltigkeit AVB
Am 26.10.17 ergab sich renditemässig folgendes Bild:

Vergrössern mit Klick auf Tabelle !
  
Zwei Titel mussten massive Abschläge verkraften - insbesondere der deutsche Windkraftanlagenbauer Nordex verlor trotz eines an sich guten Geschäftsgangs massiv an Wert. Alle anderen Aktien entwickelten sich aber positiv, einzelne wie die Schweizer Online-Bank Swissquote über alle Erwartungen - gesamthaft ergab sich eine Rendite von 21.66 Prozent. Besser abgeschnitten noch hat, das sei zugestanden, der Index der mittelgrossen Schweizer Unternehmen: der SMIM legte im Beobachtungszeitraum um gut 24 Prozentpunkte zu. Mit einem ETF auf diesen Index fährt man also zweifellos auch recht gut - zumal sich unter den vertretenen Aktien einige befinden, die einer Nachhaltigkeitsprüfung standhalten (wie etwa Swatch, Sonova, Helvetia, Temenos).  

Keinesfalls darf man aufgrund der Entwicklung der letzten Monate auf die nähere Zukunft schliessen. Dennoch dürften alle Firmen als nachhaltig gut aufgestellte Unternehmen auch für die Zukunft ein Investment wert sein - allerdings immer eingeordnet in eine umfassende Anlagestrategie. Dazu gehört insbesondere ein diversifiziertes Engagement, das negative Einzelereignisse, wie auch hier eingetreten, auszugleichen vermag. Für das kommende Jahr wird Solarmedia wiederum einen Anlagevorschlag präsentieren aufgrund einer erneuerten Analyse. 

Für weitere Auskünfte und allfällige Einordnungen in ein persönliches Portfolio (die individuelle Finanz-Situation bestimmt stets die konkrete Investitonstätigkeit) stehe ich gern zur Verfügung - siehe Angaben rechts unter «Rat zu Anlage und Vorsorge».

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Zubau schlägt alle Rekorde

Im Jahr 2017 wird der weltweite Photovoltaik-Zubau bei über 95 Gigawatt liegen. Das prognostiziert Bernreuter Research laut einem Bericht von pv-magazine.de. Dieser hält weiter fest:

Über 95 Gigawatt Photovoltaik-Zubau prognostiziert Bernreuther Research für das Jahr 2017 – nach 74 Gigawatt im Jahr 2016. Das starke Photovoltaik-Wachstum werde hauptsächlich vom massiven Installationsboom in China angetrieben, den kein Analyst zu Beginn des Jahres vorausgesehen habe. China hat Bernreuther Research zufolge in den ersten drei Quartalen bereits 42 Giagwatt Photovoltaik ans Netz angeschlossen. Das Marktforschungsinstitut geht davon aus, dass China 2017 die 50-Gigawatt-Grenze überschreitet. Indien spürt demnach bereits einen negativen Effekt der galoppierenden chinesischen Nachfrage, da hohe Modulpreise und stornierte Modul-Lieferungen aus China neben anderen Faktoren den Photovoltaik-Zubau in Indien seit der Jahresmitte gebremst hätten. Dennoch werde Indien beim Photovoltaik-Zubau mit neun Gigawatt zur Nummer drei hinter den USA mit 12,5 Gigawatt aufsteigen. In Japan erwartet Bernreuther Research sechs Gigawatt neu installierte Photovoltaik-Leistung im Jahr 2017.

Der Marktforschungsfirma zufolge würde das Polysilizium-Angebot sogar einen Zubau von 100 Gigawatt erlauben. Allerdings müssten dafür Lagerbestände des Rohstoffs reduziert werden. Bernreuter Research erwartet für 2017 einen globalen Polysilizium-Ausstoß von 460.000 bis 465.000 Tonnen, darin eingeschlossen sind 30.000 Tonnen sogenanntes Electronic-Grade-Material für die Halbleiterindustrie. Johannes Bernreuther geht davon aus, dass der Polysilizium-Spotpreis von gegenwärtig rund 16,60 US-Dollar pro Kilogramm bis zum Jahresende auf 14 bis 15 US-Dollar pro Kilogramm fallen wird, wenn Kapazitäten, die derzeit gewartet würden, wieder in Betrieb gegangen seien. Falls allerdings China im November höhere Zölle auf Polysilizium-Importe aus Südkorea erhebe, würde der Spotpreis wieder nach oben gehen.

Bernreuther Research schätzt unter Berücksichtigung des Zeitversatzes bei Produktion und Lieferung sowie der Lagerbestände in der Wertschöpfungskette, dass die Photovoltaik-Produktion 2017 bei 100 Gigawatt kristallinen Solarzellen und fünf Gigawatt Dünnschichtmodulen liegt. Der Zubau liege nur bei 95 bis 97 Gigawatt, da mehrere Gigawatt an Solarmodul-Lieferungen in die USA für Installationen im nächsten Jahr gehortet würden, um drohende Zölle auf Zell- und Modulimporte zu vermeiden.

Quelle:  pv-magazine.de  

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Freitag, 20. Oktober 2017

Solarpreisträger im Bild

Am Donnerstag hat Solarmedia die Liste der Gewinner des diesjährigen Solarpreises in der Schweiz publiziert (siehe Solarmedia vom 19.10.17), hier folgen nun Bilder einzelner Preisträger resp. gekrönter Projekte - eine vollständige Vorstellung mit Bildern findet sich > hier.

Seit seiner Gründung im Jahr 2010 fördert der Sahay Solar Verein Schweiz die Photovoltaiktechnik in Äthiopien. Der gemeinnützige Verein unterstützt die Ausbildung von Lehrpersonen undStudierenden und sorgt für die Installation von Solaranlagen für Schulen und Krankenstationen. Dabei arbeitet er mit der Technischen Universität von Arba Minch (AMU) in Äthiopien, der TessinerFachhochschule (SUPSI) und der Hochschule Luzern (HSLU) zusammen. Bisher konnten u.a. 15 Krankenstationen für ein Einzugsgebiet von 350’000 Einwohner/innen mit Solarstorm ausgestattet und das englischsprachige Lehrmittel «Advanced Solar-Training» erarbeitet werden.

Dieses Einfamilienhaus (EFH) in Tamins/GR besticht durch eine perfekt integrierte, gegen Süden gerrichtete PV-Anlage. Die geschuppten Dachflächen mit monokristallinen Solarzellen sind farblich homogen gestaltet und vorbildlich first-, seiten- und traufbündig integriert. Dadurch fügt sich das PlusEnergie-EFH ideal in das bestehende Ortsbild von Tamins ein. Die 17 kW starke PV-Anlage erzeugt jährlich 22’800 kWh/a und deckt den Gesamtenergiebedarf des PlusEnergie-EFH zu 144%. Das Gebäude weist einen Solarstromüberschuss von 6’920 kWh/a auf. Damit können fünf Elektroautos jährlich 12’000 km CO2-frei fahren.

Das neue Schulhaus in Malters wurde im Oktober 2016 in Betrieb genommen. Der Gesamtenergiebedarf des Gebäudes liegt bei 122’400 kWh/a. Für Warmwasser und Beheizung sorgt eine solarbetriebene Wärmepumpe. Auf dem Dach der Schulanlage wurde eine sorgfältig gestaltete PV-Anlage installiert. Die Details von Lukarnen, Abschlüssen und der Grat des flachgeneigten Daches sprechen für sich. Die dachintegrierte 135 kW starke PV-Anlage erzeugt rund 132’700 kWh/a. Daraus resultiert eine Eigenenergieversorgung von 108%. Gerade Schulhausbauten haben eine vielschichtige Vorbildfunktion. Sie veranschaulichen den Kindern, wie eine saubere und nachhaltige Energiezukunft aussehen wird. 

Das Dreifamilienhaus der Familie Kyburz-Graber in Zell/ZH wurde nach der Typologie eines Flarzhauses entworfen und fügt sich sehr gut in die denkmalgeschützte Dorfkernzone ein. Dank seiner energieeffizienten Bauweise nach Minergie-P-Standard und einer Erdsonden-Wärme-pumpe konsumiert der Ersatzneubau nur rund 15’300 kWh/a. Die 25 kW starke PV-Anlage auf der Südseite des Daches ist vorbildlich integriert und erzeugt 26’300 kWh/a. Damit produziert der PlusEnergieBau 72% mehr Energie, als er im Jahresdurchschnitt gesamthaft benötigt. Mit dem Solarstromüberschuss könnten die Bewohner mit acht Elektroautos jeweils rund 12’000 km CO2-frei fahren. 

Seit Ende Februar 2017 ist die vorbildlich integrierte PV-Anlage der Fussballarena im Schaffhauser Herblingertal in Betrieb. Die in den LIPO Park Schaffhausen integrierte 1.4 MW starke Photovoltaikanlage ist in der Schweiz und europaweit die grösste PlusEnergieBau-Anlage eines Fussballstadions. Sie erzeugt jährlich 1’290’000 kWh und deckt 150% des Gesamtenergiebedarfs von 860’500 kWh/a des Stadions inklusive Einkaufs- und Gewerbezentrum mit einer Energiebezugsfläche von 13’157 m2. Die multifunktionale PV-Anlage besticht im Innern durch eine elegante transluzide PV-Fläche. So sorgt sie für Tageslicht und Schutz der Fussballfreunde vor der Witterung. Mit dem Solarstromüberschuss von 429’500 kWh/a können über 300 Elektrofahrzeuge je 12’000 km CO2-frei fahren.

Text und Bilder: www.solaragentur.ch

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Donnerstag, 19. Oktober 2017

Solarpreise 2017 vergeben

Am heutigen Donnerstag wurden in der Palexpo Genf die Schweizer Solarpreise und die Norman Foster Solar Awards vergeben. Die e. Bundesrätin Micheline Calmy-Rey, der Genfer Stadtpräsident Rémy Pagani und Regierungsrat Luc Barthassat sowie weitere prominente Persönlichkeiten aus der Schweizer und der europäischen Politik und Wirtschaft gratulierten den diesjährigen Preisträger/innen.   

17 Schweizer Solarpreise für Persönlichkeiten, Institutionen, Neubauten, Sanierungen und Solaranlagen sowie der HEV-Schweiz-Sondersolarpreis 2017 werden in Ihren Regionen vergeben. Hinzu kommt 1 Norman Foster Solar Award (NFSA), 3 Solarpreise für PlusEnergieBauten (PEB) und 16 PEB-Diplome, die alle für Inlandwertschöpfung in Ihrer Region sorgen. Sie sind Schlüssel für eine ökonomische Energiewende. Unter den Gewinnern 2017 sind fünf Welt-Solar-Rekorde:

  • das PEB-Einfamilienhaus Keller in Gerzensee/BE mit der weltweit höchsten Eigenenergieversorgung von 687%
  • die weltweit grösste mit CO2-freiem PEB-Solarstrom betriebene E-Mobilitätsflotte von CKW & Galliker Transport in Altishofen/LU
  • die stärkste und eleganteste solare Powerfassade F. Hoffmann-La Roche in Kaiseraugst/AG
  • das weltweit grösste PEB-Fussballstadion in Schaffhausen/SH und
  • die weltweit grösste, stadionintegrierte PV-Anlage auf einer Fussball- und Hockey-Arena in Biel/BE!

KATEGORIE A: PERSÖNLICHKEITEN UND INSTITUTIONEN

Persönlichkeiten
01 Beat Gerber, Zentralsekretär SSES, 1595 Faoug/VD
02 Anne Kreutzmann, Chefredaktorin PHOTON, Berlin/D
03 Ruedi Lehmann, Solarpionier, 3997 Bellwald/VS
04 Eva und Stephan Leutenegger, 8700 Küsnacht/ZH

Institutionen
05 SI-REN SA – Les énergies renouvelables de Lausanne, 1003 Lausanne/VD
06 SIG (Services Industriels de Genève), 1211 Genf/GE
07 Solare Eissport- und Fussballarena Tissot, 2500 Biel/BE (Welt-Solar-Rekord)
08 Sahay Solar Verein Schweiz, 4054 Basel/BS

KATEGORIE B: GEBÄUDE

Norman Foster Solar Award (NFSA)
09 144%-PEB-EFH Schneller/Bader, 7015 Tamins/GR

NFSA-Diplom
10 108%-PEB-Schulanlage Bündtmättli, 6102 Malters/LU

PlusEnergieBau-Solarpreis
11 172%-PEB-Dreifamilienhaus Kyburz, 8487 Zell/ZH
12 166%-PEB Galliker Transport, 6246 Altishofen/LU (Welt-Solar-Rekord)
13 156%-PEB Caotec – Haustechnik, 7743 Brusio/GR

HEV Schweiz-Sondersolarpreis
14 125%-PEB-Sanierung EFH Luder, 3661 Uetendorf/BE

PlusEnergieBau-Diplome
15 687%-PEB-EFH Keller, 3115 Gerzensee/BE (Welt-Solar-Rekord)
16 237%-PEB-MFH Schefer, 8843 Oberiberg/SZ
17 213%-PEB-Sanierung EFH HaRihs, 3400 Burgdorf/BE
18 208%-PEB-EFH und -Büro Güller, 5436 Würenlos/AG
19 190%-PEB-EFH Zaugg, 3600 Thun/BE
20 176%-PEB-EFH Pfister/Schafroth, 3084 Wabern/BE
21 174%-PEB-Sanierung EFH Gasser, 8155 Niederhasli/ZH
22 156%-PEB-EFH Kaufmann, 3610 Steffisburg/BE
23 150%-PEB-Sanierung MFH Caviezel, 9500 Wil/SG
24 135%-PEB-Supermarkt Migros, 8580 Amriswil/TG
25 124%-PEB-MFH Ebneter, 9050 Appenzell/AI
26 112%-PEB-Sanierung MFH Hächler, 7000 Chur/GR
27 106%-PEB-EFH Dürig, 3127 Lohnstorf/BE

Neubauten
28 156%-PEB Haustechnik Eugster, 9320 Arbon/TG
29 150%-PEB-Fussballstadion, 8207 Schaffhausen/SH (Welt-Solar-Rekord)
30 Solares Hochhaus Grosspeter Tower, 4052 Basel/BS
31 Collège solaire «Le Suchet», Diplom, 1854 Leysin/VD
32 Pilotprojekt EW Jona-Rapperswil AG, Diplom, 8645 Jona/SG

Bausanierungen
33 233%-PEB-Büro Christen, 3613 Steffisburg/BE
34 98%-MFH-Sanierung, 8057 Zürich/ZH
35 Solare MFH-Sanierung Dubois, 8051 Zürich/ZH
36 Solare Abtei St. Otmarsberg, Diplom, 8730 Uznach/SG

KATEGORIE C: ANLAGEN FÜR ERNEUERBARE ENERGIEN

37 Solares Parkhaus, F. Hoffmann-La Roche AG, 4303 Kaiseraugst/AG (Welt-Solar-Rekord)
38 Solarer Anbau, SBB Cargo, 4132 Muttenz/BL
39 Solares Berggasthaus Gamplüt, 9658 Wildhaus/SG

Montag, 16. Oktober 2017

Schweizer gewinnen Decathlon

Eine Equipe aus Westschweizer Studierenden gewinnt den «Solar Decathlon» in den USA - so die folgende Meldung der Website von Schweizer Radio und Fernsehen SRF. 

Am Wochenende massen sich im US-amerikanischen Denver Hochschulen im nachhaltigen Bauen. Zuvorderst unter den elf Finalisten mit dabei war eine Equipe aus der Westschweiz, darunter auch Studierende aus Freiburg. Ihr Projekt: Ein Quartierzentrum, das nur von Sonnenenergie betrieben wird. Das sogenannte «NeighborHub» überzeugte die Jury – sie verlieh der Equipe den ersten Preis. Er ist mit 300'000 Franken dotiert. Das Solarhaus wurde im Smart Living Lab, dem Labor für intelligentes Wohnen an der Blue Factory in Freiburg entwickelt. Beteiligt waren Studierende der Hochschule für Technik und Architektur Freiburg, der Universität Freiburg, der ETH Lausanne und der Hochschule für Kunst und Design in Genf. Jean-Nicolas Aebischer, Direktor der Hochschule für Technik und Architektur, freut sich über den Wettbewerbserfolg. «Es ist ein Zeichen, dass die Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen funktioniert», so Aebischer.

Quelle: SRF

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