Sonntag, 25. Oktober 2009

Studiengang Photovoltaik

Mit dem Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) bietet die Universität Freiburg ab dem Sommersemester 2010 den Studiengang "Master Online Photovoltaik" an.

Die Universität Freiburg in Breisgau (D) hat den Studiengang "Master Online Photovoltaik" eingerichtet. Bei diesem Online-Studiengang werden die Vorlesungen nicht persönlich besucht, sondern können übers Internet zu jeder Tages- und Nachtzeit angeschaut und nachverfolgt werden. Auf diese Weise soll es Mitarbeitern der Photovoltaik-Branche aus Produktion, Forschung und Vertrieb ermöglicht werden, sich neben den Beruf weiterzubilden. Die Studenten werden in mehr als 20 Kursen im Bereich Physik, Technologie, Systemtechnik und Betriebswirtschaft unterrichtet. Firmen können diesen Studiengang auch als Trainee-Programm nutzen. Zweimal pro Jahr wird es eine praxisorientierte Woche an der Universität in Freiburg geben.

Das Studium startet im Sommersemester 2010 in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE). Voraussetzung für einen Studienplatz ist ein Hochschulabschluss und mindestens ein Jahr Berufserfahrung. Je nach Vorkenntnissen dauert das Studium zwischen vier und acht Semestern. Jedes Halbjahr kostet zwischen 3000 und 4000 Euro. Am Ende des Studiums schließen die Absolventen mit dem "Master of Science" ab.

Quelle: Photovoltaik – Magazin für Profis

Samstag, 24. Oktober 2009

Jugend goes solar

Siebzehn Freiwillige aus dem „SBW Haus des Lernens“ in Frauenfeld installierten in dieser Woche zwei Photovoltaikanlagen auf dem Dach des Stalles und des Wohnhauses der Junghennenaufzucht Benno Pfyl in Obdorf/Schwyz. Die Montage erfolgte im Rahmen des JugendSolarProjektes von Greenpeace und in Zusammenarbeit mit der Solarfirma Megasol.

Die Schülerinnen und Schüler der Gruppe „Energy Agents“ des SBW Haus des Lernens meldeten sich freiwillig für die Solarbauwoche in Obdorf/Schwyz. Unter fachkundiger Anleitung bauten sie zwei Solaranlagen mit einer Fläche von total über 550m2 und installierten dabei gut 400 Solarpannels. Die Energy Agents aus Frauenfeld beschäftigen sich in ihrer Freizeit mit Energie, Sparsamkeit und Klimawandel.

Die jugendlichen Freiwilligen aus Frauenfeld arbeiteten bei der Montage der Anlage mit den Mitarbeitern der Firma Megasol zusammen und wurden von diesen angeleitet. Die Anlage auf demStallgebäude wird durch den Verkauf von Solarvignetten finanziert. Pro Solarvignette wird Solarstrom im Gegenwert von 50 CHF produziert und ins Netz eingespeist. Damit kann ein Laptop ein Jahr lang mit Solarstrom versorgt werden. Neu gibt es ab November eine Solarvignette für Handys für fünf Franken in jedem Swisscom-Shop zu kaufen.

Das JugendSolarProjekt von Greenpeace besteht seit 1998.
In diesem Zeitraum wurden bereits über 170 Solaranlagen unter tatkräftiger Unterstützung von einigen tausend jugendlichen Freiwilligen auf Schweizer Dächern installiert. Mit dem Projekt verfolgt Greenpeace das Ziel, Jugendliche für die Möglichkeiten der Solarenergie zu sensibilisieren und die Schweiz unabhängiger von nicht erneuerbaren Energieformen zu machen.

Quelle: Greenpeace Jugendsolarprojekt Autor: Fabian

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Durchbruch geschafft

Nach jahrzehntelanger Forschung und Entwicklung steht die Organische Photovoltaik in zahlreichen Anwendungsbereichen vor dem Durchbruch. So lautet das Ergebnis der heute veröffentlichten Studie „Forecasting the Future of Dye Sensitized and Organic PV.“

Die Studie wurde von Greentech Media in Zusammenarbeit mit dem renommierten Prometheus Institute, Chicago, herausgegeben, und beleuchtet die neuesten Entwicklungen aus dem Bereich der organischen Photovoltaik. Sowohl Farbstoff-Solarzellen (DSC) als auch Kunststoff–basierte Zellen (OPV) sind demnach marktreif und könnten in den kommenden Jahren teure Silizium-Solarzellen in bestimmten Anwendungsbereichen ersetzen. Wirkungsgrad und Lebensdauer werden schrittweise erhöht und sollen bei Farbstoff-Solarzellen bis 2020 rund 30% erreichen. Die neuen Technologien eignen sich hervorragend für den Einsatz in Baustoffen (BiPV), der Fahr- und Flugzeugindustrie sowie Consumer Electronics.

Der Studie zufolge planen die Vorreiter bei den beiden Technologien, die walisische G24 Innovations (DSC), und Konarka Technologies (OPV) aus den USA bis 2012 eine Vervielfachung ihrer Produktionskapazitäten. Alleine Konarka rechnet mit einem Anstieg des Produktionsvolumens von jetzt 5 Megawatt auf 1000 Megawatt im Jahr 2012. Gleichzeitig wachsen Qualität und Quantität der Unternehmen, die die zentralen Vorteile der Organischen Photovoltaik (Kostengünstige Produktion im Rolle-zu-Rolle-Verfahren, Verwendung auch bei diffusem Licht, Flexibilität) nutzen, um eigene Produkte wie Autodächer, Hausfassaden oder Sonnenbrillen damit auszustatten.

Auch Unternehmen aus Deutschland sind auf dem Markt für Organische Photovoltaik aktiv: Im Oktober schloss der Chemieriese Merck eine Entwicklungspartnerschaft mit dem australischen Spezialisten für Farbstoffsolarzellen, Dyesol. Dazu kooperiert Merck mit Bosch und Schott Solar, die Dresdner Heliatek GmbH plant den Aufbau einer Produktionslinie für Kunststoffsolarzellen bis 2011.

Displays aus Farbstoff-Solarzellen könnten in Zukunft Produkte wie Handys schmücken und sie unabhängig vom Stromnetz aufladen. Allein im vergangenen Jahr verkauften Samsung, LG und Co. mehr als 160 Millionen Handys nach Afrika. Aufgrund der mangelhaften Stromversorgung dort sind Geräte mit integrierten Solar-Panels oder eigenständige, aber bezahlbare Solar-Ladegeräte für diesen Kontinent von zentralem Vorteil. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Farbstoffsolarzellen herkömmliche Silizium-Solarzellen in diesem Bereich ablösen werden“, so Philip Drachman, Autor der Studie. Doch auch für Sonnenbrillen mit integrierten Farbstoffsolarzellen, über die iPods und Handys geladen sowie für Uhren und Spielzeuge sind die kostengünstigen und flexiblen Solarzellen der dritten Dünnschicht-Generation höchst interessant. Weiterer Vorteil: Die elektronischen Geräte werden auch bei diffusen Lichtbedingungen Schritt für Schritt aufgeladen.

Die Integration von hauchdünnen, organischen Solarzellen in Gebäudeteilen (BIPV) – beispielsweise in Glas-Fassaden oder Ziegeln – wird in den kommenden Jahren verstärkt an Bedeutung gewinnen. Nach Einschätzung der Analysten könnten Solardächer, -fenster, -fassaden oder -ziegel herkömmliche Materialien beim Bau von Gebäuden ablösen. Gleichzeitig ergeben sich für die flexiblen Solarzellen viele weitere Anwendungsgebiete wie beispielsweise im Bereich Fahr- und Flugzeugbau oder die Verwendung in Alltags- und Outdoor-Textilien. Toyota und Hyundai beispielsweise möchten bereits 2010 erste Fahrzeuge mit Solardächern auf den Markt bringen, die die Lithium-Ionen-Batterien der Plug-In-Hybridautos unterstützen.

Wie bei herkömmlichen Dünnschichtmodulen ist die Verbesserung der Wirkungsgrade ein entscheidendes Kriterium
für die Marktfähigkeit dieser jungen Technologien. Greentech Media geht davon aus, dass sich der Wirkungsgrad von Kunststoff-Solarzellen von derzeit 5 Prozent auf 7 Prozent in 2012 und 10 Prozent in 2020 verbessern wird. Gleichzeitig wird die Lebensdauer auf 10 Prozent für 10.000 Stunden ausgedehnt. Ähnliche Verbesserungen von jetzt 11 Prozent auf 30 Prozent in zehn Jahren sind bei Farbstoffsolarzellen nach der Einschätzung der Analysten realistisch. Mit der Steigerung der Anwendungsmöglichkeiten und dem Aufbau von Produktionskapazitäten werden die Preise rasch auf konkurrenzfähiges Niveau sinken.

Quelle: Greentechmedia

Der Sonne gehört die Zukunft

Hochkarätige Veranstaltung der Finanzzeitschrift Swiss Equities – mit klarem Fazit: Im Bereich Cleantech stellt das Jahr 2009 zwar eine Zäsur dar, doch mit den Erneuerbaren Energien geht es bald wieder steil bergauf, insbesondere mit der Solarenergie.

Auf den Punkt brachte es Gianni Operto, Investment Director der Zuger Beteiligungsgesellschaft Good Energies, früher unter anderem Leiter des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich. Er sieht die so genannte Grid Parity, die Konkurrenzfähigkeit des Verbraucherstroms aus solarer Produktion in gewissen Ländern bereits in ein bis zwei Jahren gekommen. Was auch das grosse Interesse für Investitionen in Ländern wie Spanien, Italien und Griechenland erkläre. Und Mitteleuropa, also auch die Schweiz, werde in absehbarer Zeit nachziehen, wozu es allerdings noch der technologischen Fortschritte in den kristallinen Technologien bedarf, die sich für diese Regionen besser eignen.

Dass sich InvestorInnen nicht auf dem Holzweg befinden, wenn sie den solaren Weg einschlagen, bestätigte kein geringerer als Christopher Flavin, der Präsident des renommierten Worldwatch Instituts in Washington (im Bild vor den BesucherInnen des Sustainability Days). Das WWI erstellt seit Jahren mit dem Bericht «State of the world» eine Analyse, wie es um die Nachhaltigkeit der Weltentwicklung steht. Die letzten Berichte waren dabei jeweils geprägt von düsterer Gegenwartsbeschreibung, aber auch voller Hoffnung für die Möglichkeiten einer Entwicklung, die auf Erneuerbare Energien setzt. So auch die Ausführungen von Flavin am Zürcher Sustainability Day. Als einzige Möglichkeit, sowohl das Problem der Klimaerwärmung wie auch der Verminderung von Armut in der Welt zu lösen, sieht er einen radikalen Umstieg auf solare Energieformen. Sie werden bei geeigneter Politik zu Ende des laufenden Jahrhunderts zwei Drittel der Gesamtenergieversorgung ausmachen (müssen).

Dass hoffnungsvolle Wege bereits eingeschlagen sind, zeigte der St.Galler Professor Rolf Wüstenhagen auf. Er hat den Good-Energies-Lehrstuhl für Erneuerbare Energien inne, also der Professur, die von der bereits erwähnten Beteiligungsgesellschaft für zehn Jahre gesponsert wird. Und berichtet von einem überwältigendem Interesse seitens der Studentenschaft für das neue Studienfach. Als Vision des Lehrstuhls bezeichnete er eine Umkehrung der Verhältnisse: Machten heute die fossilen Energieträger rund 80 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs aus, sollen die Erneuerbaren, also vor allem Sonne, Wind und Biomasse bis 2050 diesen Anteil erreichen. Weil sowohl Windenergie wie die solare über lange Jahre nunmehr hohe zweistellige Wachstumsraten aufwiesen, sei eine solche Umkehr keinesfalls illusionär. Möchte man nur anfügen, dass diese Einsicht bei den Verantwortlichen der Schweizer Energiewirtschaft noch nicht angekommen ist. Und noch eine Illustration: Windenergie war im letzten Jahr jene Energieform, die in Kapazitäten gerechnet erstmals den grössten Zubau weltweit erzielte, am wenigsten Zusatzkapazität erreichte gemäss Wüstenhagen die Atomwirtschaft.

Was aber entscheidend ist oder zumindest sein sollte: Alle Umfragen belegen, besonders eindrücklich und ausführlich für Deutschland, dass die Erneuerbaren die von der Kundschaft klar bevorzugte Energieform darstellen. Könnte eigentlich gar nichts mehr schief gehen, sollte man meinen – und ein klares Indiz für künftige Investitionen darstellen.

© Solarmedia

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Jetzt kommen PV-Grosswerke

Photovoltaisch erzeugter Strom wird für konventionelle Energieversorger interessant. So entsteht in Kalifornien ein 250-Megawatt-Grosswerk in Zusammenarbeit mit Sunpower.

Die Rahmenbedingungen haben in den USA mit dem Amtsantritt von US-Präsident Obama entscheidend geändert. Und prompt zeigt sich, welch zentrale Rolle sie beim Fortschritt der Erneuerbaren Energien und insbesondere auch der Solarenergie spielen. Auf dem Weg zur Konkurrenzfähigkeit geben staatlich formulierte Vorgaben und Steuererleichterung ebenso Schub wie kreatives Denken der Energieverantwortlichen und eine günstige wirtschaftliche Entwicklung. Das zeigt sich derzeit gemäss einer Meldung voin Renewableenergyworld.com auch beim 250-Megawattvorhaben von Sunpower. Das kalifornische Unternehmen mit den effizientesten kristallinen Solarzellen beginnt im Auftrag von Pacific Gas and Electric Co. ein Vorhaben, das trotz seiner Grösse bereits im Jahre 2012 beendet sein soll. Das grösste US-PV-Werk von derzeit 17 MW wird dann zumal in der Leistung um mehr als das Zehnfache übertroffen werden. Womit sich auch zeigt, dass die Photovoltaik endgültig auch angekommen ist bei den grossen Energieversorgern, im Ausland zumindest....

Ron Kenedi, Vizepräsident von Konkurrent Sharp Solar meint zum neuen Vorhaben, damit beginne die Kraftwerksära der Photovoltaik im US-Markt. Dieser werde riesig sein. Andere Branchenvertreter stimmen zu, auch aus der Investmentszene – und stützen damit die Erkenntnisse, die am Sustainability-Day in Zürich vermittelt wurden (siehe Solarmedia vom 21. Oktober 2009). Eingeleitet wurde die Entwicklung allerdings schon im Vorjahr, als trotz der damals noch skeptischen US-Administration in den USA bereits eine Verdoppelung der PV-Kapazitäten erreicht wurde. Die entscheidende Rolle dabei spielten wohl die Initiativen einzelner Bundesstaaten, allen voran Kaliforniens. Die künftig drohenden Kosten der kohlebasierten Energieerzeugung waren gemäss Renewableenergyworld der Wink mit dem Zaunpfahl.

Dass die photovoltaische Stromerzeugung auch bei diffusem Sonnenlicht funktioniert, gilt unterdessen als wichtiger Technologievorteil. Und macht ihre Anwendung auch in US-Bundesstaaten möglich, wo die solaren Bedingungen weniger optimal als etwa in Kalifornien sind. Was im übertragenen Sinn auch für Mitteleuropa und die Schweiz gilt. Als weiterer Vorteil der Photovoltaik wird deren Modularität und Skalierbarkeit angesehen. Sie lässt sich mit anderen Worten in beliebigen Grössenordnungen aufbauen, eignet sich vor allem auch für die dezentrale Anwendung. Dass besonders grosse PV-Anlagen (über 20 Megawatt Leistung) bei schnell wechselnden Sonneneinstrahlungen Schwierigkeiten für die Netzeinspeisung mit sich bringen, gilt derzeit noch als eine der technischen Knacknüsse. Im Falle des Sunpower-Kraftwerks für PG&E in Kalifornien wird deshalb an neuen Speichertechnologien gearbeitet.

Ein weiterer Vorteil eines dezentralen Aufbaus mit kleineren ein- bis zwei-Megawatt-Anlagen wird deren Ausgleichsfunktion sein. Deshalb planen die grossen Versorger parallel zu den Grossanlagen auch solche viele kleine Kraftwerke. Und zumindest unter US-Bedingungen wird auch die andere Solartechnologie, nämlich die thermische Produktion eine grosse Rolle spielen. Für sie kommen aber nur Grossanlagen in Frage, wie sie in letzter Zeit etwa auch in Spanien aufgebaut wurden (siehe Solarmedia vom ) oder mit dem Grossprojekt Desertec geplant sind (siehe Solarmedia vom ).

Bleibt die alles entscheidende Frage der Kosten der solaren Stromerzeugung. Sie wurden noch vor 18 Monaten auf $6,000/kW veranschlagt und sind unterdessen auf $3,500/kW gesunken, mithin also um fast die Hälfte. Was noch nicht das Ende der Fahnenstange bedeuten dürfte. Das bestätigt etwa auch Chris O’Brien, head of market development for Oerlikon Solar. Der grösste Schweizer Player im Solarmarkt stellt Anlagen für die Modulproduktion her und in Aussicht, dass die weniger effektiven Dünnfilmmodule schon bald für $0.70/W auf Oerlikon-Anlagen zu produzieren sind. Was in der Folge die Kosten für den Endverbraucher auf $0.10/kW bis 2012 reduzieren dürfte. Im US-Vergleich wird dann in ungefähr Grid-Parity erreicht sein – abhängig von den lokalen Endverbrauchskosten. Wahrlich sonnige Aussichten für die Photovoltaik-Branche.

© Solarmedia / Quelle: Renewableenergyworld

Samstag, 17. Oktober 2009

Das beste Solarhaus aus D

Sportlicher Mehrkampf um das beste Sonnenhaus: Vor dem Capitol in Washington siegte erneut ein Universitätsteam aus Deutschland. Im Folgenden Impressionen von der Website des Wettbewerbs, der an diesem Wochenende - trotz teils schlechten Wetters - unter riesiger Publikumsteilnahme zu Ende geht. Das Fazit ist eindeutig: Solarhäuser sind nun auch in den USA ein Thema und sie sind bereits äusserst leistungsstark!

Alle Bilder von der Website des Decathlons