Mittwoch, 14. August 2019

Urknall bei MB: Zusammengehen mit REC

Der Schweizer Solaranbieter Meyer Burger Technology AG mit Sitz in Thun gab heute bekannt, dass er  ein «Memorandum of Understanding» (MoU) für eine strategische Zusammenarbeit mit dem norwegischen Modulhersteller REC Solar abgeschlossen hat. 

Die Absichtserklärung steht im Zusammenhang mit der vom Verwaltungsrat am 22. Juli 2019 angekündigten Prüfung aller strategischen Optionen für das Geschäftsmodell von Meyer Burger, die sich verstärkt auf die Wertschöpfung für die Aktionäre konzentriert. Basierend auf der bahnbrechenden Effizienz und dem Mehrwert, den REC mit der Produktion der Modulserie Alpha erreicht hat, plant REC, seine 600 MW Heterojunction (HJT) / SmartWire (SWCT™) Produktionskapazität um mehrere Gigawatt zu erhöhen – mit Einsatz von Meyer Burger Equipment und in Zusammenarbeit mit einem potenziellen strategischen Downstream-Partner.

Im Gegenzug für einen angemessenen Exklusivitätsschutz für bestimmte HJT- und SWCTTM-Verbindungstechnologien ist REC grundsätzlich bereit, mit Meyer Burger einen Gewinnbeteiligungsplan abzuschliessen, der für beide Parteien angemessene Vorteile und langfristig einen signifikanten Mehrwert für die Aktionäre schaffen wird. Dieses neue Geschäftsmodell soll es Meyer Burger ermöglichen, sowohl vom wirtschaftlichen Wert ihrer disruptiven Hocheffizienztechnologie zu profitieren als auch ihr geistiges Eigentum in den kommenden Jahren zu schützen und damit das Risiko der Standardisierung zu reduzieren, das Meyer Burger in der Vergangenheit in ihren Hauptmärkten erfahren hat.
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Gleichzeitig mit dieser Meldung gab MB die enttäuschenden Zahlen zum ersten Halbjahr bekannt: Meyer Burger Technology AG meldet für dieses eine Geschäftstätigkeit unter den Erwartungen. Der Photovoltaiksektor war im ersten Halbjahr 2019 durch eine schwache Nachfrage im grössten Markt China gekennzeichnet. Weltweite Produktionsüberkapazitäten bei multikristallinen Wafern, Zellen und Modulen standen Lieferengpässe bei Monoprodukten mit hohen Wirkungsgraden gegenüber. Aufgrund stark sinkender Preise für PERC-Equipment legten Investitionen im Standard-PV-Geschäft zwar zu, doch wurden grössere Investitionsentscheide von Zell-/Modulherstellern in neue Technologien oftmals aufgeschoben.

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