Innovative
Schweizer Unternehmen und Hochschulen setzen die Energiezukunft
erfolgreich und mutig in die Praxis um. Zu ihren Ehren hat das Bundesamt
für Energie den Watt d’Or geschaffen, das Gütesiegel für
Energieexzellenz. 2007 wurde der Watt d’Or zum ersten Mal verliehen.
2026 richtet das BFE den Watt d’Or zum letzten Mal aus. Sein Ziel war
es, aussergewöhnliche Leistungen im Energiebereich bekannt zu machen.
Sie sollen Wirtschaft, Politik und die breite Öffentlichkeit motivieren,
die Vorteile innovativer Energietechnologien für sich zu entdecken.
Der
Watt d’Or ist nicht dotiert, es werden also keine Preisgelder
ausgeschüttet. 55 Bewerbungen wurden bis Mitte Juli 2025 für den Watt
d'Or 2026 eingereicht und von einem Expertenteam evaluiert. Für die
Endrunde nominiert wurden schliesslich 17 Beiträge. Daraus hat die Jury
unter dem Vorsitz von Jurypräsidentin Susanne Vincenz-Stauffacher die
Siegerprojekte in den vier Watt d’Or-Kategorien gekürt.
Gewinner des Watt d’Or 2026
Kategorie Energietechnologien
Innovation Lab von Gaznat: GreenGas für die Zukunft. Wenn Wissenschaft und Industrie zusammenarbeiten, kann Grosses entstehen. Das beweist das Innovation Lab von Gaznat
in Aigle (VD). Hier, am Standort seines Betriebs- und Kontrollzentrums,
testet Gaznat zusammen mit Forschungsgruppen der EPFL sowie Start-ups
neue Technologien auf industriellem Massstab. Ziel ist es, Technologien
für die Sektorkopplung, Dekarbonisierung und saisonale Speicherung zur
Marktreife zu bringen. Das zugrunde liegende Konzept GreenGas vereinigt
alle dafür nötigen Anlagen und Technologien am Standort Aigle:
Wärme-Kraft-Kopplung (WKK), Photovoltaik (PV), Elektrolyse
(Power-to-Gas), Wasserstoffspeicher, CO2-Abscheidung, Methanisierung und
natürlich das echte Gasnetz von Gaznat. Eine Energieinnovation, die
eine essenzielle Brücke zwischen Forschung und industrieller Anwendung
schlägt.
Kategorie Erneuerbare Energien
Alpiner Fassaden-Solarstrom für das Goms. Das
Dorf Fiesch liegt auf über 1000 Metern über Meer im oberen Rhonetal.
Geprägt ist die Energieproduktion in dieser Gegend massgeblich von der
Wasserkraft. Doch jetzt gibt es in Fiesch ein Novum zu sehen: Eine
alpine Fassaden-Solarstrom-Anlage. Realisiert wurde sie am neu
erstellten Firmensitz der endigo Holding AG,
die in der Region Goms innovative, nachhaltige und regionale Lösungen
im Bereich Energie und Technik anbietet. Der leichte Holzbau mit seiner
Lamellenfassade ist eine architektonische Augenweide (siehe Bild ganz oben). Und er steht für
die Werte der endigo Unternehmensgruppe: fest in der Region verankert,
naturverbunden, zukunfts- und systemorientiert und technisch kompetent.
Kategorie Energieeffiziente Mobilität
Der Rigitrac Elektrotraktor elektrisiert die Zukunft. Das Familienunternehmen Rigitrac Traktorenbau AG
aus Küssnacht am Rigi hat den ersten serienreifen Elektrotraktor mit
einer europäischen Typengenehmigung entwickelt. Der Rigitrac SKE 40
e-direct ist emissionsfrei, leise, wendig und enorm energieeffizient.
Damit ist er ideal für Arbeiten geeignet, wo Abgase und Lärm unerwünscht
sind, zum Beispiel für Unterhaltsarbeiten von Kommunalbetrieben oder
auch in Gemüsetunnels oder Hallensportevents. Der Elektrotraktor ist ein
Leuchtturmprojekt dafür, dass auch kleinere Betriebe mit viel
Leidenschaft und Ausdauer technologische Innovationen vorantreiben
können.
Kategorie Gebäude und Raum
Im Hobelwerk energie- und klimafreundlich leben.
Das Hobelwerk Areal in Oberwinterthur zeigt, wie nachhaltiges Bauen
geht. Entwickelt und realisiert wurde es von der Baugenossenschaft «mehr als wohnen», der Lemon Consult AG und dem Low-Tech Lab
in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern. Sie haben dafür gesorgt, dass
ein attraktives, ressourcenschonendes, kreislauforientiertes,
energieeffizientes und sozial durchdachtes Wohn- und Gewerbequartier
entstanden ist. Dies dank Holzbauweise, Re-Use-Materialien,
intelligenten Energiesystemen in Kombination mit einem innovativen
Lüftungskonzept, Klimaarchitektur und sozialer Vielfalt. Der lebendige
neue Stadtteil ist ein Modell für den zukunftsweisenden, gemeinnützigen
Wohnungsbau in der Schweiz.
Live-Stream: 8. Januar 2026 ab 16:20 Uhr auf www.wattdor.ch
Quelle: BfE
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