Sonntag, 8. Dezember 2024

PPVX wieder im Rückwärtsgang



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 Quelle: oeko-invest.net
 
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Donnerstag, 5. Dezember 2024

Das war's dann für Beznau I& II

Bild: Guntram Rehsche

Die Axpo hat am Donnerstag bekanntgegeben, das AKW Beznau 1 im Jahr 2033 und das AKW Beznau 2 im Jahr 2032 zu schliessen. Die Schweizerische Energie-Stiftung SES begrüsst in einer Medienmitteilung diesen Entscheid: Das AKW Beznau ist das älteste noch betriebene AKW der Welt und entspricht in zahlreichen Aspekten nicht mehr zeitgemässen Sicherheitsstandards. Die Stromproduktion von Beznau ist für die Schweiz nicht mehr nötig. Dank der Energiestrategie 2050 und dem Stromgesetz wird sogar die Winterstromproduktion von Beznau bereits vor der Stilllegung vollständig durch den Zubau von Solaranlagen auf Infrastrukturen im Inland wettgemacht sein. Der Entscheid der Axpo ist gemäss SES deshalb ein guter Entscheid für die Schweiz.

Wie die Axpo kommuniziert, beendet sie die Stromproduktion in Beznau aus wirtschaftlichen Gründen. Angesichts der nötigen Nachrüstungen rechnet sich der Weiterbetrieb für die Axpo nicht mehr.

Die Mängelliste der beiden AKW in Beznau ist lange. Sie reicht von Herstellungsmängel mit umstrittenen Sicherheitsauswirkungen beim Reaktordruckbehälter von Beznau I über unzureichend gesicherte Brennelementabklingbecken bis hin zu einem Containment, das heutigen schweren Flugzeugen nicht mehr standhält. Die Schweiz hat sich seit dem Bau von Beznau in den 1960er Jahren entscheidend verändert und mit nur 30km Entfernung liegt der stark gewachsene Schweizer Wirtschaftsmotor Zürich in der direkten Gefahrenzone. Das AKW Beznau widerspricht damit längst zeitgemässen Sicherheitsanforderungen.

 

Kein Strommangel mehr

Der Entscheid der Axpo zeigt, dass sich die Stromversorgungslage seit dem Kriegsbeginn in der Ukraine wieder entscheidend entspannt hat. Der Ausbau der Erneuerbaren geht nicht nur in der Schweiz sondern in ganz Europa in Rekordtempo voran. Auch in der Schweiz wird alleine der Ausbau der Solarenergie schon vor 2030 die Stromproduktion des bereits stillgelegten AKW Mühleberg sowie der beiden AKW in Beznau ersetzt haben – sogar was den Winteranteil betrifft. Verschiedene Studien zeigen auf, dass die Schweiz mit dem Ausbau der Erneuerbaren gemäss Stromgesetz problemlos ohne Atomstrom auskommen kann. Und auch die Börsenstrompreise sind in den letzten Monaten stark gesunken und zeigen eine mehr als ausreichende Versorgungslage auf die nächsten Jahre hinaus an.
 

Atomausstieg fortsetzen

Geschäftsleiter Nils Epprecht ordnet ein: «Der Entscheid, Beznau stillzulegen ist nach der deutlichen Annahme des Stromgesetzes folgerichtig. Der beschleunigte Ausbau der Erneuerbaren ermöglicht es, den Atomausstieg fortzusetzen. Angesichts der Risiken, die von Atomkraftwerken ausgehen, ist dies ein guter Entscheid für die Schweiz.»
 

Quelle: Schweizerische Energie-Stiftung (SES)


Mittwoch, 4. Dezember 2024

Mit Zahlen & Statistiken die Welt verbessern (2) - CO2-Emissioen pc sinken

Solarmedia wird künftig in loser Folge Statistiken präsentieren, die die britische Plattform «Our World in Data» veröffentlicht, und die mit besseren Lebensbedingungen auf der Welt in Zusammenhang stehen. Das geschieht hier naheliegenderweise nicht zum ganzen reichen Schatz, der sich bei «Our World in Data» in den vergangenen Jahren aufgebaut hat, sondern vor allem rund ums Thema Energie.

Weltweite Pro-Kopf-CO2-Emissionen sinken,
Gesamt-Ausstoss wächst noch

Quelle (Vergrössern mit Klick): https://ourworldindata.org/data-insights#most-recent-data-insight

Montag, 2. Dezember 2024

PV kann 80 Prozent des benötigten Schweizer Stromausbaus liefern

Der Schweizer Solarmarkt erlebte in den letzten Jahren ein beispielloses Wachstum. Auch wenn sich dieses in nächster Zukunft verlangsamen dürfte, ist die Photovoltaik (PV) auf bestem Weg, die zweite tragende Säule der Schweizer Stromversorgung zu werden. Um die künftige Entwicklung realistisch abschätzen zu können, hat Swissolar erstmals den Solarmonitor Schweiz erstellt. Dieser Bericht liefert fundierte Fakten zur Diskussion über die energetische Zukunft der Schweiz.

Darin enthalten sind Prognosen bis ins Jahr 2035, wobei Swissolar bei geeigneten Rahmenbedingungen und Marktmodellen bis dann von einem jährlichen Solarstromertrag von über 28 Terawattstunden (TWh) ausgeht. Das sind rund 80 % des gemäss Stromgesetz benötigten Schweizer Stromausbaus. Die Zielerreichung hängt allerdings von der Ausgestaltung der Verordnungen zum Stromgesetz ab. Zudem wird zum ersten Mal der Branchenumsatz sowie dessen erwartete Entwicklung für die Zukunft präsentiert. Auch der Bedarf an Fachkräften, die für das Gelingen der Energiewende unerlässlich sind, wird eruiert: Aktuell bietet die Branche rund 11'000 Vollzeitstellen an.

Der Schweizer Solarmarkt erlebte in den letzten Jahren ein beispielloses Wachstum, mit jährlichen Zuwachsraten von bis zu 60 Prozent. Im zu Ende gehenden Jahr wird Photovoltaik (PV) rund 11 Prozent zum Strombedarf der Schweiz beitragen und ist damit auf bestem Weg, neben der Wasserkraft die zweite tragende Säule der Schweizer Stromversorgung zu werden. 

Die Einführung des neuen Stromgesetzes führt allerdings zu Unsicherheiten, die in den nächsten zwei Jahren ein verlangsamtes Marktwachstum mit sich bringen dürften. Danach werden die im Gesetz vorgesehenen neuen Marktmodelle zu neuen Wachstumsschüben beitragen. Dafür müssen allerdings gegenüber der Vernehmlassung deutlich verbesserte Ausführungsbestimmungen erlassen werden. Wichtige Verordnungen, die unter anderem die Minimalvergütungen für eingespiesenen Solarstrom und die Lokalen Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) regeln, werden vom Bundesrat voraussichtlich im Februar 2025 erlassen und per 2026 in Kraft gesetzt.
Um die künftige Entwicklung des Schweizer Solarausbaus realistisch abschätzen zu können, hat Swissolar erstmals den Solarmonitor Schweiz erstellt. Dieser Bericht liefert neue Fakten zur Diskussion über die energetische Zukunft der Schweiz. Grundlage für diese Prognose bilden die Ausbauziele für neue erneuerbare Energien gemäss dem im vergangenen Juni beschlossenen Stromgesetz: Bis 2035 sollen jährlich 35 Terawattstunden (TWh) aus solchen Quellen stammen. Im Solarmonitor sind entsprechend Prognosen für den Photovoltaik-Ausbau bis ins Jahr 2035 enthalten, wobei Swissolar bis dann von einem jährlichen Solarstromertrag von über 28 TWh ausgeht. Solarstrom kann also bei geeigneten Rahmenbedingungen rund 80 % zum benötigten Schweizer Stromausbau bis 2035 beisteuern, mehr als jede andere Energiequelle. 
 
Zum Solarmonitor Schweiz 2024
Zum ersten Mal wird der Branchenumsatz erhoben. Im laufenden Jahr liegt er voraussichtlich bei rund 3,7 Milliarden Franken, bis in 10 Jahren dürfte dieser Wert bei über 6 Milliarden liegen. Mit einer detaillierten Befragung der Akteure wurde zudem der Personalbestand ermittelt: Aktuell sind rund 11'000 Vollzeitäquivalente in der Schweizer Solarbranche tätig. Für die Erreichung des Ausbauziels gemäss Stromgesetz muss dieser Wert auf rund 19'000 Vollzeitstellen steigen. Ausserdem wird die Schweiz mit internationalen Photovoltaik-Märkten verglichen: Bezüglich installierter Leistung pro Kopf lag die Schweiz im vergangenen Jahr weltweit auf Platz 10 und hat damit in den vergangenen Jahren massiv aufgeholt, obwohl hierzulande PV-Anlagen bisher fast ausschliesslich auf Dächern installiert wurden. Der Solarmonitor Schweiz wird künftig jährlich in aktualisierter Form veröffentlicht.
 
Über Swissolar
Swissolar ist der Schweizerische Fachverband für Sonnenenergie. Er vertritt die Interessen von rund 1300 Verbandsmitgliedern mit über 11’000 Arbeitsplätzen in der Öffentlichkeit, der Politik und gegenüber den regulierenden Behörden.

Die Sonne liefert der Schweiz jährlich 200-mal mehr Energie als wir brauchen. 2024 liefert Photovoltaik rund 11 % des in der Schweiz verbrauchten Stroms. Swissolar setzt sich für die Energiewende hin zu einer Energieversorgung ohne den Einsatz fossiler oder nuklearer Energieträger ein. Strom und Wärme von der Sonne nehmen dabei eine zentrale Stellung ein. Mehr Infos: www.swissolar.ch

Solarbilddatenbank von Swissolar
In der Solarbilddatenbank von Swissolar finden Sie aktuelle Bilder von Solaranlagen in der Schweiz. Die Bilder stehen unter Angabe des Copyrights zur freien Verfügung: https://www.swissolar.ch/de/angebot/news-und-medien/bildmaterial

Dienstag, 26. November 2024

Faschismus? Geschenkt - fossiler Trumpismus!

Es ist gerade sehr in Mode, sich mit der Frage auseinander zu setzen, ob das Handeln von Donald Trump als 47. Präsident der USA faschistisch sein wird oder nicht. Das ist meiner Meinung nach eine müssige Frage und die Antwort in den meisten Fällen (je nach Fragesteller) voraussehbar. So auch am vergangenen Wochenende im Kommentar von Chefredakteur Eric Gujer in der NZZ vom 23.11.24 («Trump und die Faschismuskeule») - ein Kommentar und die Haltung des Autors von Solarmedia.

Denn wer zu eher linker Haltung tendiert, bezeichnet Trump als faschistisch. Wer eher dem rechten Lager zuzurechnen oder ganz rechts zu verorten ist, natürlich nicht - wie etwa der erwähnte Herr Gujer. Ich würde die Frage anders beantworten, aufgrund dessen, was der designierte US Präsident von sich gibt und vermutlich nachher auch realisieren wird. Nämlich: das ist nichts anderes als Trumpismus! Und als das müssen wir ihn auch qualitativ kennzeichnen, also nicht einfach als faschistisch, was vielerlei nicht angepasste Reaktionen hervorruft und dem Autor / der Autorin allenfalls ein bisschen Befriedigung verschafft. 

Vielmehr gilt es, seine Eigenschaften zu beschreiben, etwa die extreme Fremdenfeindlichkeit, die schon in der ersten Amtszeit, die eben doch schlimmer war als allgemeinhin geschildert, darin gipfelte, dass er bei Deportationen Kleinkinder von ihren Familien trennen liess - über Monate wenn nicht Jahre. Und unklar ist, ob diese Verbrechen heute eigentlich gesühnt sind. Schon damals war auch die Anti-Globalisierungs-Politik Kennzeichen dieses Trumpismus. Sie wird sich in der neuen Präsidentschaft sehr schnell zeigen, abgesehen von den grossmauligen Sprüchen. Und es gilt genau zu verfolgen, was alles verabscheuungswürdig sein wird in dieser Politik - zu der etwa auch eine menschenfeindliche, fossile Energiepolitik zählen wird, die sich um die Zukunft unserer Kinder foutiert - und die leider droht, die USA ins fossile Zeitalter zurückzuwerfen. Ob faschistisch oder nicht, bleibe dahingestellt resp ist nicht relevant - und vernebelt nur die Zustände.

Copyright: Solarmedia Guntram Rehsche

Freitag, 22. November 2024

Mit Zahlen & Statistiken die Welt verbessern (1)

Solarmedia wird künftig in loser Folge Statistiken präsentieren, die die britische Plattform «Our World in Data» veröffentlicht, und die mit besseren Lebensbedingungen auf der Welt in Zusammenhang stehen. Das geschieht hier naheliegenderweise nicht zum ganzen reichen Schatz, der sich bei «Our World in Data» in den vergangenen Jahren aufgebaut hat, sondern vor allem rund ums Thema Energie. 

Der Beginn sei hier gemacht mit der Statistik zum erstaunlichen Revival der US-amerikanischen Fossil-Industrie - aber keine Angst! Solarmedia wird vor allem die konträre Entwicklung dokumentieren. Denn in keinem Land der Welt (ausser noch in China) haben die Erneuerbaren Energien, insbesondere die Solarenergie in den letzten Jahren, vor allem dank der Inflation Reduction Act (IRA) von US-Präsident Joe Biden, derartige Fortschritte gemacht. Fürs erste und aktuell geht es jedoch ums Öl:

Die USA sind weltgrösste Ölproduzenten

Quelle (Vergrössern mit Klick): https://ourworldindata.org/data-insights#most-recent-data-insight