Sonntag, 6. Dezember 2015

Philippinen streben Klagen gegen Klimasünder an

Am Rande des Klimagipfels in Paris hat die philippinische Menschenrechtskommission bekannt gegeben, dass sie am 10. Dezember Ermittlungen gegen 50 mutmassliche Klimaverbrecher aufnehmen wird. Dieses bahnbrechende Klimaschutz-Verfahren ist das erste weltweit, welches Erdöl-, Erdgas-, Kohle- und Zementunternehmen zur Rechenschaft ziehen könnte.

Im Visier der philippinischen Menschenrechtskommission befinden sich die grössten Emittenten von Treibhausgasen in Investorenbesitz: unter anderem ExxonMobil, die bereits in den USA mit Ermittlungen konfrontiert ist, sowie Glencore Xstrata und Holcim, beides Firmen mit Geschäftssitz in der Schweiz. Die Rangliste der grössten «Klimasünder» geht auf eine Studie des Climate Accountability Institute von 2014 zurück. Sie zeigt, dass 90 Unternehmen aus den Bereichen Erdöl, Erdgas, Kohle und Zementproduktion für 63 Prozent der globalen industriellen CO2-Emissionen zwischen 1854 und 2010 verantwortlich sind.

Die Philippinen liegen im Weltrisiko-Index hinter Tonga auf Platz drei: Der Index gibt für 171 Länder weltweit das Risiko an, Opfer einer Katastrophe in Folge von extremen Naturereignissen zu werden. Zwischen 1998 und 2009 waren laut Weltbank allein in den Philippinen über 12 Millionen Menschen von verheerenden Stürmen betroffen, die zu volkswirtschaftlichen Kosten von 24,3 Milliarden Dollar führten. Im November 2013 zerstörte der Super-Taifun «Haiyan» weite Teile des Inselstaats und forderte mindestens 6300 Menschenleben. 


Taifun-Opfer und Umweltorganisationen wie Greenpeace hatten das Verfahren angeregt mit einer Petition, die im September eingereicht wurde. «Die Ermittlungen der philippinischen Menschenrechtskommission sind ein Meilenstein auf dem Weg hin zu einer fossilfreien Welt», kommentiert Greenpeace-Chef Kumi Naidoo. «Wir fordern nun auch andere Behörden weltweit auf, rechtliche Schritte zu unternehmen, um die Hauptverursacher der Klimaerwärmung endlich zur Rechenschaft zu ziehen».

Ein Hintergrundartikel zu diesem Thema findet sich auf der Greenpeace-App oder unter: www.greenpeace.org/switzerland/de/Themen/Klima/Die-Klimakonferenz/Vor-Gericht-fuer-Klimagerechtigkeit/

Quelle: www.greenpeace.org

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Solaraktienindex springt nach oben


Der PPVX stieg letzte Woche um 3,1% auf 1.452 Punkte, der NYSE Arca Oil fiel um 4,1%. Seit Jahresanfang 2015 liegt der PPVX mit -6,2% währungsbereinigt rund 3 Prozentpunkte hinter dem Erdölaktienindex (-3,1%). Das PPVX-Spitzentrio 2015 bilden SMA Solar Technology AG (+197%), Capital Stage AG (+82%) und Scatec Solar (+39%). Die grössten Gewinner der Woche warenSolarCity (+20%) undTerraForm Power (+19%), die grössten VerliererSky Solar (-8%) und Solar Power (-5%). Der PPVX-Börsenwert beträgt rund 46,5 Mrd. Euro. Seit Anfang 2003 liegt der PPVX (+416%) rund 263 Prozentpunkte vor dem Erdölaktien-Index (mit +153%). Anfang Dezember wurden SolarCity (nun 4)und SolarEdge Technologies (nun 3) jeweils um 1 Gewichtungspunkt zurückgestuft.


Vergrössern mit Klick auf Grafik oder Tabelle !

Der Solaraktienindex PPVX erscheint abwechslungsweise auf Solarmedia und in den Zwischenwochen auf  Vorsorgemedia!

Quelle: Öko-Invest-Verlag, Wien, oeko-invest@teleweb.at

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Freitag, 4. Dezember 2015

Windenergie kann Winterstromlücke vermeiden

Die von der schweizerischen Stromnetzgesellschaft  Swissgrid anfangs Dezember verkündete drohende Stromlücke für die nächsten Monate müsste nicht sein, wenn der Windenergie auch in Schweiz eine grössere Bedeutung beigemessen würde. Denn zwei Drittel der Produktion von Windenergieanlagen fallen zwischen Oktober und März an. 

Das ist genau dann der Fall, wenn Wasserkraftwerke und Solaranlagen am wenigsten produzieren, der Verbrauch aber am höchsten ist. Bei einem konsequenten Ausbau der Windenergie würde im Winter erneuerbarer, CO2-freier Strom zur Verfügung stehen. Swissgrid beklagt mangelnden Bandstrom, der mittelfristig aber ohnehin wegfallen wird. Die bereits technisch ausgereifte Lösung liegt in der smarten Kombination von Wind-, Solar- und Wasserkraft. Im Winter wird in der Schweiz deutlich mehr Strom verbraucht als im Sommer. Die Energieversorger nutzen im Winter die Wasserreserven aus den Speicherseen, damit kann der Bedarf aber nur teilweise gedeckt werden. Zusätzlich wird deshalb Strom aus dem Ausland importiert, der häufig aus Kohle- und Atomkraftwerken stammt und mit einer hohen CO2-Belastung verbunden ist. Da nun neben den fehlenden Niederschlägen in den letzten sechs Monaten auch noch die AKW Beznau 1+2 aus noch zu klärenden Problemen abgeschaltet sind, wird die Schweiz in den nächsten Monaten mehr denn je auf Stromimporte angewiesen sein. Die Reserven der Speicherseen werden gemäss Swissgrid schneller aufgebraucht sein als in vergangenen Jahren, was zu Problemen bei der Stromversorgung führen werde, warnt Swissgrid. In Kombination mit der Windenergie und anderen Erneuerbaren könnten die Speicherseen eine zuverlässige Stromversorgung gewährleisten.
 
Die Regierungen dieser Welt debattieren zurzeit an der UN-Klimakonferenz COP21 in Paris, wie die aufgrund des hohen CO2-Ausstosses sich verschärfenden Klimaprobleme dieses Planeten gelöst werden können. Die gemäss Swissgrid notwendigen Stromimporte würden das Klima jedoch zusätzlich belasten. Die von den AKW Beznau 1+2 produzierte Strommenge würde bei einem Ersatz aus dem europäischen Strommix zusätzliche CO2-Emissionen von 2.7 Mio. Tonnen verursachen, was 5% der gesamten jährlichen CO2-Emissionen der Schweiz entspricht. Viel zielführender wäre es deshalb, die beiden AKW durch Windenergie zu ersetzen, wozu 120 Windparks mit je 5 bis 10 Anlagen genügen. Die Windenergie, die übrigens auch fehlenden Solarstrom in der Nacht abfedert, ist nicht nur in Europa, sondern auch in der Schweiz ein zentraler Bestandteil für eine langfristig sichere und umweltverträgliche Stromversorgung.

 
Neben der Windenergie bietet die Energieeffizienz in der Schweiz noch ein enormes Potenzial: Alleine mit dem Ersatz von Elektroheizungen durch erneuerbare Systeme (Solar- und Holzheizungen sowie Wärmepumpen) könnte gegenüber heute der Winterstrombedarf um 10% gesenkt werden. Sinnvoll ist zudem auch der Ersatz elektrischer Boiler und ineffizienter Umwälzpumpen von Heizungen sowie von Beleuchtungen und elektrischen Geräten, die gemeinsam mit den Elektroheizungen 17.5% des Winterstrombedarfs ausmachen. Die Energiestrategie des Bundesrates ist mit ihrem Fokus auf Energieeffizienz und der smarten Kombination von Wasser-, Solar und Windenergie auf dem richtigen Weg – sie muss nur konsequent umgesetzt werden.


Quelle: Suisse Eole  / Bild (Windkraftanlagen bei Freiburg i.Br. - Guntram Rehsche

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Mittwoch, 2. Dezember 2015

Lieber mehr Eile bei der Energiewende!

Parallel zum Auftakt der Wintersession des neugewählten Parlaments hat die Schweizerische Energiestiftung zur Diskussion des Themas «Eile mit Weile – Wie geht es der Energiewende im Bundeshaus» geladen.

Fazit der überaus gut besuchten Veranstaltung am Montag in Bern: Mehr Eile wäre bei der Energiewende geboten und vor allem auch möglich. Je ein Nationalrat (Bastien Girod von den Grünen - rechts im Bild), ein Ständerat (Werner Luginbühl von der BDP - links) und ein Wissenschafter (ETH-Professor Anton Gunzinger - Mitte) präsentierten ihre Sicht auf die Energiewende.  Eine erste von der Schweizerischen Energiestiftung (SES) präsentierte These lautete: «Die Enerigewende findet statt, so oder so, mit oder ohne die Schweiz»! Dieser Aussage mochten alle Teilnehmer zustimmen, wobei Bastien Girod auf den entscheidenen Teil hinwies – für die Schweiz spielt es schon eine Rolle, ob sie dabei sei oder eben nicht. Einig war man sich, dass diese Energiewende viele Chancen bietet für die heimische Wirtschaft. Womit es eigentlich unverständlich ist, dass sich so viele Kreise noch wehrten gegen den bundesrätlichen Vorschlag, der hierzulande als «Energiestrategie 2050» derzeit im Parlament aufgegleist wird. 

Womit gleich auch die zweite zur Diskussion gestellte These angeschnitten war. In ihrer derzeit gültigen Variante, nach Diskussion sowohl in National- wie im Ständerat, zementiert der Vorschlag aus Sicht der SES nur den Status Quo. Dieser bringt einige Verbesserungen gegenüber heute – etwa mit der Erhöhung der Mittel für die Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV)  oder bei der Förderung der Gebäudesanierung. In der aktuellen Ausformulierung der Energiestrategie sind nach Zutun des Ständerats aber auch Verschlechterungen enthalten: Mit dem als Sunset bezeichneten Auslaufen der KEV in bereits fünf Jahren, einem Abzweigen ihrer Mittel auch für die Grosswasserkraft – und vor allem mit zeitlich unbestimmtem Atomausstieg. 

Dieser beherrschte die weitere Diskussion. Wobei ETH-Professor Gunzinger sein Unverständnis zum Ausdruck brachte, dass trotz immenser, weiterhin ungelöster Abfallprobleme und allgemein steigender Kosten die Atomtechnologie überhaupt noch auf dem Radar einiger Energiepolitiker zu finden ist. Er wie auch der Berner Standesvertreter Luginbühl wiesen auf das – im übrigen einzige – konkret geplante AKW-Projekt in Europa hin. Dieses erfordere eine Subventionierung, die weit über den Ausgaben für alle Erneuerbaren Energien liegt (im britischen Hinkley Point wird die erzeugte Kilowattstunde mit garantierten 11 Eurocent vergütet, was mehr als doppelt so hoch ist als der derzeit gültige Marktpreis für Strom in Europa). 

Wenn also die Atomtechnologie aus mehreren Gründen ausser Traktanden fällt, muss eben die Kapazität an neuen Energien deutlich erhöht werden. Und hier zeigten sich dann doch deutlichere Unterschiede in der einzuschlagenden Richtung. Nationalrat Girod setzte sich vehement für eine anhaltende Förderungspolitik über die KEV ein. Wo diese abgebaut werde, setze unmittelbar ein Stopp des Zubaus etwa an Photovoltaikanlagen ein. Das ist  derzeit in Deutschland deutlich zu beobachten, wo sich der Zubau auf einen Viertel der früher jährlich neu geschaffenen Kapazitäten vermindert hat. 

Und doch hat Gunzinger diese KEV in seinem viel beachteten Buch «Kraftwerk Schweiz» - erschienen im Frühjahr 2015 - in Bausch und Bogen verbannt. In einem Einmalzuschuss für neue PV-Anlagen sieht er zwar eine sinnvolle Födervariante. Die auf 20 Jahre festgeschriebene kostendeckende Vergütung des produzierten Stroms hingegen ist ihm ein Gräuel. Obwohl sich gezeigt hat, dass gerade die KEV das weltweit erfolgreichste Förderinstrument für Erneuerbare Energien darstellt. 

So war man sich an der SES-Veranstaltung zwar einig, dass bei der Energie kein «Zurück» zu früheren Verhältnissen geben wird. Ebenso unbestritten blieb – mit zeitlich unterschiedlichen Vorstellungen – dass die Atomtechnologie auf dem Scheiterhaufen der Geschichte landen wird – und ihre Restanzen etwa in einer Bad Bank aufzufangen sind, ähnlich den Kreditmüll in der Finanzkrise. Aber gerade in den Details der künftigen Förderung der Solartechnologie liegen die Positionen selbst in Energiewende-freundlichen Kreisen doch weit auseinander. Wobei es doch die Sonnenenergie ist, die sowohl den Ersatz der Atomkraft wie auch den Aufbau neuer Energieerzeugungskapazitäten in der Schweiz überhaupt erst möglich macht. 

Text und Bild: Guntram Rehsche, solarmedia.blogspot.ch

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Modernste PV-Montagesysteme von Schweizer

Seit Jahresbeginn 2015 bietet die Ernst Schweizer AG neben ihrem bekannten PV-Montagesystem Indach Solrif® mehrere neue Systeme zur Montage von Photovoltaik-Modulen an. Diese wurden Ende 2014 vom Bauzulieferer Hilti übernommen, optimiert und in kürzester Zeit ins Sortiment integriert. Erste Bau-Objekte konnten damit im Laufe des Jahres bereits realisiert werden. 

Die Spezialisten von Schweizer überprüften in kurzer Zeit sämtliche Komponenten und optimierten da und dort, um die Produkte perfekt ins Sortiment zu integrieren. Für das Hochleistungsmodul von Sunpower wurde eine Systemerweiterung vorgenommen. Eine weitere Verbesserung nahm Schweizer vor, indem über das ganze MSP-System die Modul-Klemmen vereinheitlich wurden. Dies wirkt sich effizient bei der Produktion wie bei der Montage aus. Kunden können für alle MSP-Montagesysteme dieselben Klemmen verwenden. Gleichzeitig hat Schweizer die Planungssoftware proMSP nutzerkonform aktualisiert. 

PV-Montagesystem Flachdach MSP-FR-EW: Für Flachdächer eignet sich dieses ausgereifte PV-Montagesystem mit Ost/West-Ausrichtung der Module. Es durchdringt die Dachhaut nicht und ermöglicht dank Einzelstützen eine hindernisfreie Dachentwässerung, was sich im Endeffekt sehr positiv auf die Lebensdauer des Daches auswirkt. Auch Dachunebenheiten sind kein Problem, egal ob durch Drainagerinnen oder Varianzen hervorgebracht: Das System passt sich auf ideale Weise der Dachtopografie an. 

Die aerodynamische Optimierung erlaubt den Einsatz in Gebieten und Anwendungen mit hohen Windlasten bei minimaler Zusatz-Ballastierung. Für die lastoptimierte Auslegung mit der Software proMSP können die realen oder bei Foliendächern die folienspezifischen Reibbeiwerte einbezogen werden. Weiter steht eine Auswahl an Stützen-Auflagen zur Verfügung. Damit können die Lastverteilung der Festigkeit der Dachisolation angepasst und langfristige Beschädigungen der Dachfolie vermieden werden. 

Alle Teile des PV-Montagesystems Flachdach MSP-FR-EW wurden dahingehend entwickelt, dass möglichst rasch und fehlerfreie montiert werden kann. Dank Vormontage auf dem Dach werden die Arbeitsschritte beim Aufbau stark reduziert. Zeitintensive und fehleranfällige Vermessungs-, Bohr- oder Trennarbeiten entfallen. Dies bewirkt, dass ein Aufbau in der Regel mit weniger als 20 Minuten pro kWp erledigt werden kann. Kurze Profile und Schienen in passenden Längen sorgen zusätzlich für eine effiziente Logistik und einfache Handhabung. Alle Artikel und Profile werden in den benötigten Dimensionen geliefert. Damit eignet sich das PV-Montagesystem Flachdach MSP-FR-EW besonders auch für Grossprojekte. 

PV-Montagesystem Schrägdach MSP-PR: Mit dem Schrägdach-Montagesystem können alle gängigen, gerahmten PV-Module dank dem durchdachten 2-teiligen Sparrenanker mit Klick-In-System einfach und schnell montiert werden. Die Montageschienen werden ohne Werkzeug und Verschraubung mit Schienenverbinder auf die notwendige Länge verlängert. Damit und weil die Montageschienen bereits ohne Fixierung begehbar sind, kann die Unterkonstruktion einfach und schnell montiert werden. Zusätzliche Schrauben oder Muttern sind nicht nötig, da die Bauteile vormontiert sind. Für die Montage sind nur zwei Werkzeuge (Torx-Schlüssel) nötig, was die Verwendung des Montagesystems sehr nutzerfreundlich macht. 

Die qualitativ hochwertigen Materialien Edelstahl und Aluminium sorgen für eine hohe Korrosionsbeständigkeit, die statisch aufeinander abgestimmten, vormontierten Komponenten für die Sicherheit. Mit der Software proMSP wird die statische Belastung für jeden Sparrenanker berechnet. 

PV-Montagesystem MSP-TT: Das jüngste Produkt der MSP-Familie ist das genial einfache Montagesystem für die PV-Modulmontage auf unisolierte Trapez-Metalldächern. Es ist sehr flexibel und eignet sich für eine Vielzahl von Modulgrössen, Dachneigungen und Flächen. Genial darum, weil nur vier Komponenten für die Installation nötig sind, was die Montage ausserordentlich schnell und einfach macht. Vor Ort braucht es kein Zuschneiden mehr. Die Schienen sind in vier vorgefertigten Längen lieferbar und lassen sich so an die jeweilige Dimensionen der Trapezbleche anpassen. Sie werden mit Selbstbohrschrauben direkt im Blech befestigt. Eine EPDM-Auflage stellt die Wasserdichtheit sicher. Alle Bestandteile sind Standardkomponenten und ab Lager verfügbar, was einen günstigen Effekt auf die Kosten hat. 

Planungsunterstützung durch proMSP: Mit der Planungssoftware proMSP, die den Kunden von Schweizer kostenlos zur Verfügung steht, können eine vollständige Dokumentation der statischen Kalkulation, Stücklisten und Zeichnungen für eine rasche und sichere Installation zusammengestellt werden. Die 3D-Visualisierung ermöglicht zudem eine einfache und schnelle Anordnungsplanung für eine optimale Ausnutzung des Daches. Neben Stücklisten und Layout werden auch die statischen Berechnungsresultate dokumentiert und ausgegeben. Diese Berechnungen werden projektspezifisch und für jedes der verschiedenen MSP System direkt auf einem detaillierten Niveau ausgeführt. Dabei werden auch Überlasten angezeigt und dokumentiert.

Quelle: Ernst Schweizer AG

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Dienstag, 1. Dezember 2015

So wirken Reinigungsroboter

Durch Sand und Feinstaub kommt es in vielen Regionen der Welt zu erheblichen Ertragsverlusten bei Photovoltaik-Kraftwerken. Die manuelle oder automatische Reinigung der Module soll Abhilfe schaffen, sie kann jedoch zu Schäden an der Glasoberfläche führen. Das Photovoltaik-Institut Berlin (PI Berlin) hat verschiedene praxisnahe Stresstests entwickelt, mit denen die Wirkung von Reinigungsgeräten auf die Moduloberfläche geprüft werden kann. Modulhersteller erhalten einen Nachweis für reinigungsresistente Oberflächen bzw. Empfehlungen für passende Reinigungsverfahren. 

Wenn ein Sandsturm über ein PV-Kraftwerk fegt, kann es durch vollständiges Versanden der Module zu einem 100-prozentigen Ertragsverlust kommen. Aber auch wenn die Module nur teilweise mit Sand bedeckt sind, führt das häufig zu deutlichen Ertragseinbußen. Zusätzlich kommt es durch eine starke lokale Erwärmung der nicht verschmutzten Solarmodulbereiche nicht selten zu Schäden, da die Verschmutzung wie eine Teilverschattung wirkt. So können aus Hot Spots weitere Ertragsverluste oder in Einzelfällen auch sicherheitsrelevante Schäden wie z.B. durchgeschmorte Rückseitenfolien an den Modulen entstehen.

„Wir sehen den Trend, dass in Wüstenregionen immer häufiger PV-Reinigungsroboter zum Einsatz kommen. Daher müssen Modulhersteller in Ausschreibungen neuerdings oft die Bestätigung eines unabhängigen Prüfinstituts vorlegen, die ihren Solarmodulen eine reinigungsresistente Oberfläche bescheinigt“, erklärt Dr. Juliane Berghold, Leiterin des Bereichs Modultechnologie und Forschung am PI Berlin. „Es gibt verschiedenste Reinigungssysteme auf dem Markt, Roboter reinigen die Module mit Wasser oder trocken, mit Luftdruck oder Bürsten. Wir simulieren verschiedene Reinigungsmethoden praxisnah in individuellen Testaufbauten. Dabei sehen wir z.B. sehr oft, dass die Reinigung die Antireflexionsbeschichtung eines Moduls im Lauf der Zeit beschädigt – besonders wenn die Module nicht im Vakuumverfahren beschichtet wurden. Manchmal ist aber auch die gesamte Glasoberfläche zerkratzt." 

Das PI Berlin berät Projektierer und Betreiber, welche Reinigung sich für welche Modultypen eignet und führt regelmäßig Tests für Hersteller von Reinigungsrobotern durch. Für Ecoppia, einen der führenden Hersteller von PV-Reinigungssystemen, hat das PI Berlin z.B. ein neues Reinigungsverfahren getestet, das ohne Wasser auskommt. Welche Modultypen für diese Reinigung geeignet sind, prüften die Ingenieure und Forscher des PI in ihrem Berliner Labor und im Feld. Vier verschiedene Modultypen wurden Stress-Reinigungstests unterzogen – unter Testbedingungen, die die realen Einsatzbedingungen im geplanten 40 MW-Projekt im Süd-Osten Israels simulierten.