Sonntag, 24. Mai 2009

Solarwanderer: Österreich, du hast es besser!

Für einmal war der Solarwanderer nur mit dem Zug unterwegs, die Wanderug über hunderte von Kilometern sei für einen späteren Zeitpunkt aufgespart. Anlass für eine Reise von Zürich nach Salzburg bildete der Vortrag von Frances Moore Lappé, einer engagierten Globalisierungskritikerin aus einer Zeit, zu der der Begriff Globalisierung die Debatte noch gar nicht beherrschte. Doch davon später.

Die Zugreise ist wohl eine der schönsten Bergstrecken, die das weltweite Eisenbahnnetz überhaupt bietet. Und sie bietet auch Anschauungsmaterial, wo die beiden Länder Schweiz und Österreich bezüglich der Solarförderung stehen. Anders als beim Fussball oder Skisport, wo die kleinere Schweiz unlängst die Nase vorne hatte, trocknen die Österreicher in Bezug auf Alternativenergien und auch auf die Photovoltaik ihre westlichen Nachbarn locker ab.

Ungerechte Wertung vielleicht: die Zugreise startet von Zürich in die Ostschweiz, einer Region, die sich bei der Förderung der Solarenergie im schweizweiten Vergleich noch kaum einen Namen gemacht hat. Westwärts sähe es da ja besser aus. Aber die Reise bis nach Buchs zeigt nur einzelne Sonnenkollektoren, montiert auf Einfamilienhäusern und gelegentlich grösseren Gebäuden zur Gewinnung von Warmwasser und damit auch von Heizenergie. Die photovoltaisiche Stromgewinnung ist kaum vertreten - was besonders enttäuscht angesichts der vielen Neubauten entlang des Zürichsees und auch in der schwyzerischen March-Gegend.

Buchs zeigt vom Zug aus ein Industriegebäude, sonst bleibt der Grenzbahnhof durch seine Öde in Erinnerung, die einzig den Gedanken aufkommen lässt, hier wäre doch eigentlich viel Platz für solare Anlagen aller Art. Dann die Überfahrt nach Österreich, der Zug fährt jetzt in umgekehrter Richtung, aus der Rückwärts- wird eine Vorwärtsfahrt, die sofort den Unterschied zur Schweiz klar macht. Hier hat es auf sehr vielen kleinen Gebäuden Solaranlagen, von Ferne geschätzt wohl auch einige gemischte, die sowohl Solarkollektoren wie auch Module für die Stromgewinnung vereinen. Später dann, vor und nach Innsbruck beeindrucken vor allem jene Häuser, deren Dächer vollumfänglich mit Solaranlagen belegt sind - die Nutzungsmöglichkeiten also voll ausgeschöpft werden.

Diskussionen in Salzburg zeigen dann: Auch in der kaiserlich-königlichen Rot-Weiss-Rot-Nation ist nicht alles solar, was glänzt. So hat die österreichische Politik unlängst die kostendeckende Einspeisevergütung für Erneuerbare Energien stark zurück gefahren. Und setzt jetzt wieder vermehrt auf Wasserkraft. Was nichts daran ändert, dass das Land in Bezug auf die Nutzung der Solarenergie zwar hinter Bayern, aber sonst europaweit derzeit an der Spitze steht. Ach ja, und was meinte Frances Moore Lappé? Sie präsentierte ihr neues Buch «Packen wir's an» und gab damit eine Handlungsanweisung für eine lebendige Demokratie, die sich gerade auch für den Kampf zugunsten der Erneuerbaren Energien bestens eignet. Und ist im Übrigen mit ihrer Website Smallplanet sehr präsent.

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Mittwoch, 20. Mai 2009

Solarstrom konkurrenzfähig

Eine Studie der deutschen Landesbank BW zeigt, dass Solarstrom in wenigen Jahren günstiger als Netzstrom und die neue CCS-Technik (CO2-Absonderung) sein kann. Die Bank spricht sich auch aus für geförderten Sonnenstrom für die Industrie. Ausschlaggebend für die positiven Prognosen ist demnach die dynamische Entwicklung der Fotovoltaik, die zu deutlichen Preisabschlägen führen wird.

Aus der Solarbranche kennt man solche Szenarien längst, aus der Feder von Bankanalysten sind sie bemerkenswert: Schon ab dem Jahr 2012 kann Solarstrom vom Dach in Deutschland billiger sein als der Strom aus der Steckdose. Und im Jahr 2020 wird es sogar billiger sein, CO2 durch Fotovoltaik zu vermeiden als durch Abtrennung des Abgases in Kohlekraftwerken, genannt Carbon Capture and Storage (CCS). Das alles ist nachzulesen in der "Branchenanalyse Photovoltaik 2009" der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW).

Ausschlaggebend für die Perspektiven sind Prognosen über eine weiterhin sehr dynamische Entwicklung der Fotovoltaik, die zu deutlichen Preisabschlägen führen wird. Für 2009 rechnen die Analysten mit einer Neuinstallation in Deutschland von 2.200 Megawatt, nach rund 1.500 Megawatt im vergangenen Jahr. Der Preis der Module werde in diesem Jahr um 24 Prozent niedriger liegen als 2008.

Quelle: taz Berlin 16.5.09

Montag, 18. Mai 2009

Immer neue Rekorde

Sie ist ein unverdächtiger Zeuge für die explosionsartige Entwicklung in der Solarwirtschaft. Die deutsche Tageszeitung «Die Welt» – einst von Roger Köppel, dem heutigen Chefredaktor der Weltwoche und vehementen Gegner der Erneuerbaren Energien geleitet – rückt die Entwicklung der Photovoltaik-Branche ins rechte Licht. Der entsprechende Artikel folgt hier in Auszügen: Demnach kostet Sonnenstrom zwar noch ein Vielfaches von Atom- und Kohlestrom. Und er deckt bislang nur 0,375 Prozent des Weltstrombedarfs. «Aber: Solarenergie holt raketenschnell auf. Fraunhofer-Forscher haben nun Solarzellen mit einem Wirkungsgrad von gut 40 Prozent entwickelt.

Die Menge der neu installierten Leistung wächst exponentiell: In 20 Jahren wird die Fotovoltaik (PV) den Hauptbeitrag zur Stromversorgung leisten, schreibt Richard M. Swanson heute in „Science“. Der Präsident der kalifornischen Sunpower Corporation mit Sitz in San Jose mag kraft seiner Funktion Optimist sein, aber unabhängige Forscher bestätigen ihn: Sonnenstrom aus Solarzellen, aber auch aus dampfgenerierenden Anlagen erobern die Energiemärkte. Innerhalb von 20 Jahren habe die Industrie, schreibt Swanson, die Produktion von PV-Anlagen auf die 200-fache Kapazität gesteigert. Deutlichster Indikator des exponentiellen Wachstums: Ende 2007 waren weltweit noch PV-Anlagen mit einer Leistung von zehn Gigawatt installiert, Ende 2008 waren es schon 15 Gigawatt. Eicke Weber, Direktor des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg, erwartet für 2010 eine Neuproduktion von mehr als zwölf Gigawatt.

Dieser Aufstieg ist nicht nur staatlicher Subventionen gedankt – Sonnenstrom wird immer billiger. Im Jahr 2000 kostete eine Kilowattstunde 30 bis 60 Cent, acht Jahre später waren es noch 20 bis 40 Cent. Zwar wird die Stromgrundlast in Atom-, Kohle- und Gaskraftwerken zu drei bis acht Cent erzeugt, doch der Strom für die Spitzenlast – wenn alle Kapazitäten hochgefahren sind – kostet immerhin zehn bis 22 Cent. Technologische Fortschritte und Massenproduktion haben die Preise purzeln lassen. Nach wie vor ist für Standard-PV-Anlagen zwar teures hochreines Silizium nötig, aber während im Jahr 2000 für die Herstellung einer Solarzellenfläche mit einem Watt Leistung noch 15 Gramm nötig waren, reichen nun laut Swanson 5,6 Gramm.

Zudem werden in Forschungslabors Alternativen erprobt, die konventionelles Silizium ergänzen oder verdrängen könnten. Dünnschichtzellen etwa bestehen zwar auch aus Silizium, doch wird das Element nicht aus einer Schmelze „gezogen“ und in Scheiben geschnitten, sondern hauchdünn auf einen Träger aufgedampft. Die Zellen sind deutlich billiger, haben aber zurzeit noch einen deutlich geringeren Wirkungsgrad. Bei „Konzentratorzellen“ wird das einfallende Licht durch Linsen fokussiert. Das spart Solarzellenfläche. Konzentratorzellen müssen aber der Sonne nachgeführt werden, damit das Licht richtig einfällt. Elektrochemische Farbstoffzellen („Grätzelzellen“) nutzen nicht Silizium, sondern Farbstoffe. Organische Solarzellen wiederum basieren auf halbleitenden Kunststoffen („Plastik-Solarzellen“). Sie sind billig, aber haben noch einen geringen Wirkungsgrad.

Eicke Webers Gebiet ist „schmutziges Silizium“. Seine Arbeitsgruppe versucht, Silizium zur Stromproduktion zu bewegen, ohne dass es zuvor hoch gereinigt werden muss. Statt Unreinheiten zu entfernen, werden diese so verändert, dass sie den verheerenden Einfluss auf den Wirkungsgrad verlieren. „Tandem-“ und Dreifachzellen schließlich bestehen aus übereinanderliegenden, teilweise transparenten und auf unterschiedlichen Materialien basierenden lichtsensitiven Schichten. Sie absorbieren zusammen einen größeren Teil des Sonnenlichts. Mit einer Dreifachzelle, die das Licht zudem konzentriert, hat das ISE im Januar 2009 einen Weltrekord aufgestellt: Wirkungsgrad 41,1 Prozent.»

Quelle: Welt Online

Donnerstag, 14. Mai 2009

Vermeintliche Gefahren

«Es gibt keine Energie zum Nulltarif», sagt Horst-Michael Prasser, ETH-Professor für Kernenergiesysteme. Jeder Schritt von der Gewinnung des Urans über den Betrieb eines Kernkraftwerkes bis zur Endlagerung berge gewisse Risiken. Aber auch erneuerbare Energien seien mit schädlichen Umwelteinflüssen verbunden – nur werde das von den Gegnern der Kernenergie kaum je erwähnt. So sei etwa die Gewinnung von Kupfer für Windgeneratoren und Solarzellen ebenfalls mit Bergbau verbunden. «Vergleicht man die Gesundheits- und Umweltbelastung der verschiedenen Energieproduktionsarten, schneidet die Kernenergie sehr gut ab.» Nur die wenigsten wüssten, dass bei der Herstellung von Solarzellen giftiger Sondermüll entstehe, der bereits heute unter Tag entsorgt werden müsse. Soweit der neue AKW-Apostel der ETH in einem vor Wochenfrist erschienenen Artikel der Berner Tageszeitung «Bund» (9.5.09).

Das ist ein Vorgeschmack der Diskussion, die um den Neubau von AKW’s in den nächsten Jahren zu erwarten ist. Solche Aussichten sollen nicht daran hindern, die Risiken der Photovoltaik ernsthaft zu hinterfragen. Geschehen in der internationalen Ausgabe der gedruckten Fachzeitschrift Photon zur Auseinandersetzung um die Giftigkeit von Dünnfilmzellen. Zu deren Herstellung verwenden etwa die Weltmarktführer First Solar und Q-Cells eine dem Cadmium verwandte Substanz.

Der Befund über die Giftigkeit des sogenannten Cadmium Tellurid ist nach heutigem Stand der Wissenschaft demnach nicht eindeutig. Immerhin herrscht weit gehende Einigkeit, dass die betreffende Substanz weniger giftig ist also das herkömmliche Schwermetall Cadmium. Es gelangt in Solarzellen zum Einsatz, um deren Effizienz zu erhöhen, offenbar sieben Gramm je Modul. Oder anders umschrieben: Pro m² ist nur ungefähr der Cadmium-Gehalt einer kleinen Batterie enthalten. Das Cadmium ist darüber hinaus im den Werkstoff unlöslich eingebunden, so dass keine Gefahr für den Anwender besteht.Innerhalb desselben ist es zwischen Glas eingeschweisst und droht nur in wenigen Fällen zu entweichen. Selbst ein Feuer auf einer deutschen Hühnerfarm liess den Giftstoff nicht aus den Zellen entweichen. Glasbruch scheint extrem unwahrscheinlich und einer unsachgemässen Entsorgung wirkt das ausgeklügelte Recycling-System von First Solar entgegen. In Deutschland erhielt das US-Unternehmen übrigens erst eine Baubewilligung, nachdem es eben diese Wiederaufbereitungsanlage in Betrieb nahm – die Firma kennt im Übrigen nach eigenen Angaben den Standort sämtlicher aufgestellter First-Solar-Zellen.

Doch nicht nur die Atomlobby, etwa in Gestalt des ETH-Professors Prasser, stellt die PV-Produzenten an den Pranger. Auch aus der eigenen Branche hat sich Widerspruch gemeldet. So etwa der Chef von Solarworld, Frank Asbeck, seines Zeichens auch Vorsitzender der Vereinigung deutscher Solarindustrieller. Er machte den Bauernhofbrand erst öffentlich und wies auf die Gefahren der Dünnfilmzellen hin (nicht alle verwenden übrigens das umstrittene Cadmium Tellurid). Sein Vorpreschen ist gemäss der Fachzeitschrift Photon schwierig zu bewerten. Es könne sehr wohl aus Sorge um die Glaubwürdigkeit der Branche geschehen sein, möglicherweise handle es sich aber um einen Tritt ans Bein eines missliebigen Konkurrenten. Denn noch sind die kristallinen Solarzellen, die etwa Solarworld herstellt, die absoluten Marktrenner. Aber die – weniger leistungsfähigen, dafür viel billigeren – Dünnschichtigen holen auf. Sie haben ihren Marktanteil unterdessen auf bis zu 20 Prozent des Weltvolumens erhöht.

Fazit der Fachzeitschrift, dem man sich wohl anschliessen kann: Die Sache bedarf der weiteren Beachtung. Dünnfilmproduzenten wären am besten bedient, sie verzichteten auf die giftige Substanz (was technisch offenbar möglich ist). Die Herkunft der Kritik muss auch weiterhin auf die Interessenslage hin untersucht werden. Und die Vertreter der Atomlobby sind vehement in die Schranken zu weisen, ist doch ihr Hinweis auf die Giftigkeit der Erneuerbaren Energien ein Paradebeispiel von Verhältnisblödsinn und billiger Ablenkung. Bis jetzt sind eventuell ein paar Hühner mit Cadmium aus Solarzellen vergiftet worden. Die Opferzahlen der Atomtechnologie aufzuzählen, erübrigt sich.

Investitionswelle in den USA

Solarworld hat es schon getan, Suntech Power meldete kürzlich die Suche nach einem geeigneten Produktionsstandort (siehe Solarmedia vom 12.5.) und jetzt ist es die renommierte deutsche Schott Solar, die einen grossen Schritt auf den voraussichtlich bald grössten Solarmarkt der Welt macht: SCHOTT Solar eröffnet die weltweit erste kombinierte Solar-Fertigung in den USA.

SCHOTT Solar eröffnete Mitte Mai eine Fertigungsanlage für Photovoltaik-Module und Receiver für solarthermische Kraftwerke in Albuquerque, New Mexico (USA). Das Unternehmen investierte über 100 Millionen US-Dollar in die neue Produktionsstätte mit zunächst 350 neuen Arbeitsplätzen. „Diese Anlage ist ein Beleg dafür, dass kluge Politik Arbeitsplätze schaffen und Investitionen anregen kann”, kommentierte der Gouverneur von New Mexico, Bill Richardson. „SCHOTT Solar hat das große Potenzial für Solarenergie in den USA und speziell in New Mexico erkannt. Das Unternehmen festigt damit seine führende Position bei Technologien, die diese unbegrenzte Energiequelle nutzen.”

Das Unternehmen rechnet gemäss Firmenmeldung aufgrund des wachsenden Marktes für erneuerbare Energien in den USA mit einer steigenden Nachfrage nach solaren Technologien. Die neue Anlage ist daher auf nachhaltiges Wachstum in beiden Fertigungsbereichen ausgerichtet. Langfristige Pläne sehen eine Erweiterung der Produktionsfläche auf rund 75.000 m² vor. Die Mitarbeiterzahl soll auf 1.500 steigen. Der Investitionsrahmen hierfür beträgt nahezu 500 Mio. US-Dollar. Die neue Anlage in Albuquerque ist die weltweit erste Produktionsstätte, in der sowohl Photovoltaik-Module als auch Receiver für solarthermische Kraftwerke gefertigt werden. In der ersten Phase wird eine jährliche Produktionskapazität von bis zu 85 MW mit Photovoltaik-Modulen erreicht. Die gefertigten Module eignen sich aufgrund ihrer Größe und Haltbarkeit insbesondere für den Einsatz auf öffentlichen Gebäuden und Schulen. Zusätzlich werden in Albuquerque erstmals in den USA auch Receiver für die solarthermische Kraftwerkstechnologie (CSP - Concentrated Solar Power) gefertigt. Die Anlage von SCHOTT Solar in Albuquerque ist die erste Produktionsstätte für Solartechnologien, die nach dem offiziellen Inkrafttreten des U.S.-Konjunkturprogramms, dem American Recovery and Reinvestment Act, eröffnet wurde.

In nur einer Stunde überschreitet die Energiemenge, die von der Sonne auf der Erdoberfläche auftrifft, den Energieverbrauch der gesamten Menschheit für ein ganzes Jahr. Die Wüste im Südwesten der USA ist besonders gut geeignet, um das volle Potenzial dieser nahezu unerschöpflichen Energiequelle nutzbar zu machen. SCHOTT Solar produziert wesentliche Komponenten für Photovoltaikanwendungen und Solarkraftwerke mit Parabolrinnentechnologie. In der Photovoltaikindustrie gehört das Unternehmen zu den wenigen integrierten Herstellern von kristallinen Siliciumwafern, Solarzellen und Photovoltaikmodulen. Die Herstellung der Wafer erfolgt dabei überwiegend im Joint Venture WACKER SCHOTT Solar GmbH, durch das auch die Siliciumversorgung als Voraussetzung für ein starkes Wachstum langfristig gesichert ist. Auch in der Dünnschichttechnologie zählt sich SCHOTT Solar wegen ihrer über 20-jährigen Erfahrung zu den richtungsweisenden Unternehmen. Bei der Produktion von Receivern für Solarkraftwerke mit Parabolrinnentechnologie sieht sich SCHOTT Solar als Markt- und Technologieführer.

Die SCHOTT Solar AG hatte das Geschäftsjahr 2007/08 mit dem besten Ergebnis der Firmengeschichte abgeschlossen. Das Unternehmen konnte im Jahr seines fünfzigjährigen Jubiläums alle wesentlichen Finanzkennzahlen deutlich verbessern und die Produktionskapazität in den beiden Geschäftsfeldern Concentrated Solar Power (CSP) und Photovoltaics (PV) substanziell steigern. Für das erste Quartal vermeldet die SCHOTT Solar AG einen stabilen Geschäftsverlauf sowie die Inbetriebnahme weiterer Fertigungslinien.
Sie erzielte ein deutliches Umsatzwachstum von 70 % auf 482 Mio. Euro (Vorjahr: 283 Mio. Euro*) verzeichnen. Gleichzeitig verbesserte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erheblich auf 52 Mio. Euro (Vorjahr: 9 Mio. Euro).


Quelle Schott Solar

Mittwoch, 13. Mai 2009

2008 war Solarjahr

Die Europäische Industrievereinigung für Photovoltaik (Epia) bringt den enormen Fortschritt an den Tag, den die photovoltaische Stromerzeugung im letzten Jahr erfuhr. Mit einer Verdoppelung der installierten Leistungen wurden kühnste Erwartungen übertroffen – hat doch etwa die auf den Markt spezialisierte Bank Sarasin das durchschnittliche Wachstum für die kommenden Jahre auf jährlich 40 Prozent veranschlagt.

Aber es geht offenbar noch viel schneller – wenn auch im laufenden Jahr eine Stagnation eintreten wird. Im Vorjahr war es Spanien, das geradezu spektakulär die Leistung verfünffachte und sich an die Spitze aller Solarenergienationen katapultierte. Während die neu installierten Anlagen insgesamt eine Leistung von 5,5 GWp erreichten, zeichnete allein der spanische Markt(2,5 GW) für rund die Hälfte verantwortlich. An zweiter Stelle rangiert der langjährige Spitzenreiter Deutschland (1,5 GW). An dritter Stelle kommen dann bereits die USA, denen mit der neuen Administration eine glänzende solare Zukunft vorausgesagt wird. Vorboten sind chinesische und deutsche Solarfirmen wie Suntech Power oder Solarworld, die kräftig in den USA investieren und Produktionskapazitäten aufbauen. Weitere bedeutende Solarnationen sind Japan und Südkorea. Weltweit installiert sind derzeit über 15 GW.

Epia sagt auch für die kommenden Jahre, ungeachtet des aktuellen Einbruchs, eine stürmische Entwicklung voraus. Womit sich die jährlich neu installierte Leistung gegenüber 2008 nochmals vervierfachen könnte. Voraussetzung ist allerdings, dass die Politik ihre derzeit in vielen Ländern gültige Unterstützung der Photovoltaik aufrecht erhält resp. ausbaut. Dann allerdings steht eine glänzende solare Zukunft bevor, die die atomare Frage überflüssig macht. Denn ein solcher Zuwachs, bereits für 2013 prognostiziert, bedeutete eine x-fach erweiterte Stromproduktion gegenüber allenfalls neu erstellten AKW’s.

Quelle: Pressemeldung von Epia