Dienstag, 31. Mai 2016

Atomausstieg nötiger denn je

Ungenügende Ausbauziele für erneuerbare Energien, unsinnige Subventionierung der Grosswasserkraft, keine weiteren Massnahmen zur Effizienzsteigerung und Steuergeschenke für Hausbesitzer – so die Bilanz nach der ersten Differenzbereinigung der Energiestrategie 2050 durch den Ständerat. Nun können mit der Initiative für den geordneten Atomausstieg am 27. November klare Rahmenbedingungen für die Energiewende gesetzt werden - die Stellungnahme der Schweizerischen Energie-Stiftung (SES).

Die kleine Kammer beharrt in der Differenzbereinigung zur Energiestrategie 2050 in vielen Punkten auf ihrer bisherigen Position und verwässert die Vorlage weiter. So hält sie an den geringeren Ausbau-Richtwerten für erneuerbare Energien von 11'400 Gigawattstunden bis 2035 fest. Dabei hat die Schweiz massiven Aufholbedarf: Bei der Produktion von Solar- und Windstrom pro Kopf liegen wir auf Platz 25 von 29 im Vergleich mit den EU-Ländern, wie die SES jüngst aufgezeigt hat.

Energiestrategie weiter verwässert
Im Gebäudebereich hat sich der Ständerat dem Nationalrat angenähert und billigt – in leicht abgeschwächter Form – Steuergeschenke für Hausbesitzer. Zudem sollen Gelder aus der Kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV), welche für den Zubau von neuen erneuerbaren Energien vorgesehen sind, unnötigerweise für die Subventionierung bestehender Grosswasserkraftwerke abgezweigt werden können (EnG, Art. 33a). Des Weiteren will der Ständerat dem Bundesrat nicht einmal die Kompetenz geben, bei Grossfeuerungsanlagen (Heizungen) Mindestanforderungen an die Effizienz zu erlassen (EnG, Art. 45a). Weitergehende Effizienzvorschriften, z.B. ein Verbot von Elektroheizungen, hat er schon früher gestrichen. 

Atomausstiegsinitiative setzt die richtigen Rahmenbedingungen
Mit der Entkoppelung der Atomausstiegsinitiative von der Energiestrategie 2050 haben die Ständerätinnen und Ständeräte immerhin eine zentrale Differenz bereinigt, welche das Inkrafttreten der Energiestrategie massiv verzögert hätte. «Nun hat die Bevölkerung am 27. November die Möglichkeit, mit einem JA zur Atomausstiegsinitiative einen geordneten Atomausstieg mit klarem Fahrplan festzulegen und so die Energiewende zu beschleunigen,» sagt Felix Nipkow, SES-Projektleiter Strom & Erneuerbare, dazu. Die Initiative verlangt, dass die Schweizer AKW nach einer Laufzeit von 45 Jahren vom Netz gehen müssen. «Die Initiative ist die dringend nötige Ergänzung zur Energiestrategie 2050. Ohne sie fehlt der Atomausstieg in der Vorlage.» so Nipkow weiter. «Zudem trägt das Abschalten der defizitären Alt-AKW dazu bei, dass die Strompreise wieder steigen und sich die Marktbedingungen für die Wasserkraft verbessern.»

Montag, 30. Mai 2016

Lastwagenwäsche mit der Sonne....

Bereits seit über 20 Jahren nutzt die Zingg Transporte AG die Sonnenenergie mittels einer Sonnenkollektor-Anlage für die Warmwasserbereitung für den Waschplatz, zur Heizungsunterstützung und den Warmwasserbedarf im Bürogebäude. Die 1994 von der Ernst Schweizer AG erstellte Anlage war in die Jahre gekommen und musste deshalb saniert werden.

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Die Zingg Transporte AG ist ein selbständiges Familienunternehmen mit Sitz in Hedingen. Ihre Kernkompetenz liegt beim Transport von Frisch- und Tiefkühlprodukten sowie Fleisch und Gebinden in der Schweiz und im nahen Ausland. Die Firma beschäftigt heute über 140 Mitarbeitende und bildet auch Lernende aus, zurzeit sind es deren drei. Neben den Zertifizierungen nach ISO 9001, 14001 und 22000 verfügt das Transportunternehmen über das Zertifikat «Energie-Agentur Wirtschaft». Darin spricht sich die Zingg Transporte AG für eine freiwillige Teilnahme am Programm zur CO2- und kWh-Reduktion aus. In ihrer Umweltpolitik sind konkrete Massnahmen zur kontinuierlichen Verminderung der Umweltbelastung festgehalten. Das Unternehmen setzt sich aus Überzeugung für den nachhaltigen Klimaschutz ein.


Emissionsarme Fahrzeuge werden auch entsprechend gereinigt
In Hedingen ist der Grossteil der LKW-Flotte stationiert. Zum Firmenhauptsitz gehört ein Fahrzeug-Waschplatz und eine grosse Werkstatt. Schon vor 22 Jahren liess die Firma von der Ernst Schweizer AG eine Sonnenkollektor-Anlage auf dem Dach der Waschanlage installieren. Die Installationen im Keller waren noch in gutem Zustand, jedoch die Sonnenkollektoren waren nun am Ende ihrer Lebensdauer angekommen. Sie wurden durch ein neues Kollektorfeld, bestehend aus dem schlanken Sonnenkollektor FK2-XS von Schweizer, ersetzt.

Die Sanierung wurde durch die Ernst Schweizer AG durchgeführt. Weil die Unterkonstruktion beibehalten werden konnte, konnten die Monteure von Schweizer die Kollektoren innerhalb eines Tages ersetzen. Ein zweiter Tag war nötig, um das Kollektorfeld wieder anzuschliessen, die Energiemessung zu installieren und die Inbetriebnahme durchzuführen. Die Schenk Haustechnik AG in Affoltern am Albis, eine Partnerin von Schweizer, sorgte für die Anbindung des Kollektorfeldes und allfällige notwendige Installationen im Keller.
Damit kann die Fahrzeugflotte der Zingg Transport AG, entsprechend ihrer Verpflichtung zur Nachhaltigkeit, wieder mit erneuerbarer Sonnenenergie sauber gehalten werden. Ein wichtiger Aspekt allgemein für Logistik-Unternehmen, die im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung der Dienstleistungskette immer häufiger auch bezüglich ihrer Leistungen im Umfeld überprüft werden.

Neu mit automatischer Störungsmeldung
Die neue Anlage ist gegenüber der alten leicht grösser, weil aufgrund der geringeren Abmessung des neuen Kollektors FK2-XS von Schweizer eine bessere Auslegung erzielt werden konnte (alter Kollektor: 2445 x 1166 mm; FK2-XS 2070 x 1212 mm). Die Erträge der alten Anlage wurden zudem nicht gemessen.

Neu wurde eine Energiemessung mit Volumenstromzähler und Vorlauf-Rücklauffühlern sowie eine Fernüberwachung eingebaut. Diese dienen zur Anlagenüberwachung und zur Ertrags- wie Investitionssicherung. Des Weiteren wird im Störungsfall automatisch der Bauherr wie auch der Service-Sonnenenergie von Schweizer informiert, um schnellstmöglich Massnahmen zur Behebung der Fehlfunktion zu treffen.
Clever und nachhaltig investieren in die Zukunft
Bei den heutigen, tiefen Preisen für Erdöl und Gas lohnt sich eine vorausschauende Kalkulation allemal. Das eingesparte Geld kann jetzt sinnvoll in erneuerbare Energien investiert werden, um künftig den Selbstversorgungsgrad zu erhöhen. Die Ernst Schweizer AG berät Sie gerne und bietet, zusammen mit ihren Partnern, massgeschneiderte Lösungen mit technisch ausgereiften, bewährten Produkten.

Text und Bild: Ernst Schweizer AG, Metallbau

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Sonntag, 29. Mai 2016

Aufwärtstrend der Solaraktien setzt wieder ein


Der PPVX ist letzte Woche um 3,0% auf 1.128 Punkte gestiegen, der NYSE Arca Oil um 0,7%. Seit Jahresanfang 2016 liegt der PPVX mit -26,5% währungsbereinigt rund 29 Prozentpunkte hinter dem Erdölaktienindex (+2,3%). Die Top 3 Titel seit Jahresanfang sind – nach dem Ausscheiden von Advanced Energy Industries mit +34%), Green Energy Technology (+12%), REC Silicon (+7%) und Scatec Solar (-1,%). Die grössten Gewinner der Woche waren Green Energy Technology (+12%) und SolarEdge Technologies (+11%), die grössten Verlierer waren SPI Energy (-19%) und TerraForm Power (-8%). Der PPVX-Börsenwert beträgt rund 27,0 Mrd. Euro. Seit Anfang 2003 liegt der PPVX (+301%) rund 165 Prozentpunkte vor dem Erdölaktien-Index (mit +136%). Per 27.5.2016 wurden Advanced Energy Industries (dessen PV-Umsatzanteil fiel unter 50%) und Hanergy Thin Film Power Group (über ein Jahr vom Handel ausgesetzt) durch Daqo New Energy und Gintech Energy ersetzt.


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Der Solaraktienindex PPVX erscheint abwechslungsweise auf Solarmedia und in den Zwischenwochen auf  Vorsorgemedia!

Quelle: Öko-Invest-Verlag, Wien, oeko-invest@teleweb.at

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Freitag, 27. Mai 2016

CSEM erweitert Forschungs-Infrastruktur

Das CSEM hat am 19. Mai die neusten Anlagen seines Photovoltaik-Zentrums (PV-center) eröffnet. Über 1000 Quadratmeter Reinräume und Laboratorien für die Herstellung und das Testen von Solarmodulen vervollständigen die vorhandene Infrastruktur und ermöglichen es den Forschenden, ihre vor drei Jahren initiierten Arbeiten zur Valorisation der Sonnenenergie voranzutreiben.


Von der Arbeit im Reinraum bis zur Herstellung
und Test der Solarmodulen im Lab
Zahlreiche Gäste aus dem Energiesektor haben sich in Neuenburg eingefunden, um die neuen Photovoltaik-Anlagen des CSEM in Augenschein zu nehmen. Mit 500 Quadratmetern Reinraum und 600 Quadratmetern Laboratorien für die Herstellung und das Testen von Photovoltaik-Modulen ist das PV-center ab sofort voll betriebsfähig. Das Zentrum bietet seinen 50 Mitarbeitenden ein ebenso einzigartiges wie optimales Arbeitsumfeld, um verschiedene Photovoltaik-Technologien zu verbessern und zu erproben und damit ihr Anwendungsspektrum auszubauen. 

«Mit dieser neuen und in der Schweiz einmaligen Infrastruktur sind wir in der Lage, die Wettbewerbsfähigkeit von Schweizer Firmen auszubauen», freut sich Prof. Christophe Ballif, Direktor des PV-centers. «Obschon sich die Sonnenenergie zügig entwickelt, wird ihr Potential nach wie vor unvollständig ausgeschöpft». Drei Jahre nach seiner Eröffnung geniesst das PV-Center einen Ruf, der weit über die Schweizer Grenzen reicht. Erfolgreich dazu beigetragen haben wirksamere Heterojunction-Siliziumzellen (HJT) oder die weltweit ersten weissen und farbigen Solarpanels, die vor allem auch seitens der Architekten begrüsst wurden.

Beitrag zur Erreichung der Energieziele der Schweiz: «Die Photovoltaik nimmt in der Palette der vom CSEM entwickelten Technologien einen besonderen Platz ein», bemerkt Mario El-Khoury, Generaldirektor des CSEM. «Der Demokratisierungsprozess dieser Energie eröffnet der Welt die Chance, von einer sauberen Zukunft ohne Einbusse der Lebensqualität zu träumen. Dieser Wunsch steht für unser Unternehmen im Mittelpunkt». Die Arbeiten von Professor Christophe Ballif und seinem Team haben zum Ziel, die Zugkraft der Sonnenenergie zu verstärken, damit der Bund seine Energieziele erreichen kann. Der Bundesrat ist sich dieser Rolle bewusst. Er unterstützt finanziell das Zentrum, das mit zahlreichen Schweizer Industriepartnern und Forschungseinrichtungen zusammen arbeitet, ganz besonders mit dem Photovoltaik Labor der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) in Neuenburg.


Text: CSEM

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Donnerstag, 26. Mai 2016

Bereits 5 % des CH-Stroms aus Sonne, Wind und Biomasse

Der Strom aus Schweizer Steckdosen stammt zu 54 Prozent aus erneuerbaren Energien: zu 49% aus Wasserkraft und zu rund 5% aus Photovoltaik, Wind und Biomasse. 26% stammen aus Kernenergie und rund 2% aus Abfällen und fossilen Energieträgern. Für 18% des gelieferten Stroms sind Herkunft und Zusammensetzung nicht überprüfbar. Dies zeigen die Daten zur Stromkennzeichnung im Jahr 2014. 

Die Daten zum Schweizer Strom-Liefermix (Strommix ab Steckdose, siehe Kasten) werden statt bisher alle zwei Jahre neu jährlich erhoben und auf www.stromkennzeichnung.ch im Stromkennzeichnungs-Cockpit veröffentlicht. Die jetzt publizierten Daten geben Aufschluss über die Stromlieferung 2014. Im Vergleich zu den Vorjahren zeigen sich einige Änderungen:
  • 49% des im Jahr 2014 gelieferten Stroms wurden in Wasserkraftwerken produziert (2013: 51%). Die Wasserkraft wurde zu 88% (2013: 84%) in der Schweiz produziert.
  • 26% (2013: 30%) des gelieferten Stroms wurden in Kernkraftwerken produziert. Dies ist tiefer als der Anteil der Kernenergie am Schweizer Produktionsmix (38%). Die gelieferte Kernenergie stammt zu 89% aus der Schweiz.
  • 18% (2013: 13%) des gelieferten Stroms stammten aus nicht überprüfbaren Energieträgern, das heisst, dass die Herkunft dieses Stroms aus buchhalterischen Gründen nicht nachvollziehbar ist. Der deutliche Anstieg dürfte darauf zurückzuführen sein, dass auf dem europäischen Markt vermehrt Strom aus fossilen und nuklearen Quellen beschafft wird, ohne Zukauf von entsprechenden Herkunftsnachweisen.
  • Der Anteil neuer erneuerbarer Energieträger (Sonne, Wind, Biomasse und Kleinwasserkraft) nimmt stetig zu, von 3.8% (2013) auf 4.7% im Jahr 2014. Davon wurden 86% in der Schweiz produziert und knapp zwei Drittel durch die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) gefördert.
  • In geringen Mengen stammte der 2014 gelieferte Strom aus Abfällen (1.4%) und fossilen Energieträgern (0.4%).
Um die Transparenz für die Kundinnen und Kunden zu erhöhen und die Qualität der Stromkennzeichnung sicherzustellen, hat der Bundesrat bereits verschiedene Massnahmen umgesetzt. Seit 2013 müssen - mit der Ausnahme von Kleinstanlagen - alle Kraftwerke im Herkunftsnachweissystem registriert sein, welches von der nationalen Netzgesellschaft Swissgrid geführt wird. Zudem verlangt die Energieverordnung von den Lieferanten, dass sie alle vorhandenen Herkunftsnachweise für die Stromkennzeichnung einsetzen und einen Anteil der "nicht überprüfbaren Energieträger" von über 20% gegenüber ihren Kundinnen und Kunden erklären.

Der Bundesrat hat zudem Anfang 2016 im Bericht „Stromkennzeichnung: Vollständige Deklarationspflicht mit Herkunftsnachweisen" aufgezeigt, wie die nicht überprüfbaren Energieträger (Graustrom) vollständig eliminiert werden könnten. Auf Grundlage dieses Berichts könnte das Parlament den Bundesrat mit der Umsetzung der Volldeklaration beauftragen.

In der Schweiz wird Strom zu rund 56% aus Wasserkraft, zu 38% aus Kernkraft und zu 6% aus fossilen und neuen erneuerbaren Energien produziert (= Schweizer Produktionsmix). An die Schweizer Steckdosen wird aber nicht nur Strom aus Schweizer Produktion geliefert: Es herrscht ein reger Handel mit dem Ausland, bei dem Strom exportiert und importiert wird. Deshalb stimmt der Schweizer Produktionsmix nicht mit der durchschnittlichen Zusammensetzung des gelieferten Stroms (= Schweizer Liefermix) überein.

Um über den Liefermix jedes Stromversorgers Transparenz zu schaffen und den Konsument/innen so einen informierten Entscheid für ein bestimmtes Stromprodukt zu ermöglichen, sind die schweizerischen Stromversorgungsunternehmen seit 2005 gesetzlich verpflichtet, Herkunft und Zusammensetzung des gelieferten Stroms offenzulegen. Die Deklaration erfolgt jeweils rückwirkend, basierend auf den Daten des vorangegangenen Kalenderjahres. Seit 2006 müssen diese Zahlen allen Kundinnen und Kunden mit den Stromrechnungen bekanntgegeben werden. Seit 2013 werden die Daten zusätzlich auf der Internet-Plattform www.stromkennzeichnung.ch veröffentlicht.

Mittwoch, 25. Mai 2016

Energiestrategie schafft Investitionssicherheit

An der Generalversammlung des schweizerischen Fachverbands für Sonnenenergie (Swissolar) von Mittwoch in Zürich standen die weiterhin unsicheren Rahmenbedingungen für den Ausbau der Photovoltaik und der Solarwärme im Fokus. Nationalrat Roger Nordmann, Präsident des Verbands, betonte die Wichtigkeit der Energiestrategie 2050 für die dringend notwendige Abkehr von Verschwendung und Importabhängigkeit bei der Energieversorgung.


Nationalrat Roger Nordmann, Präsident von Swissolar, erläuterte in seinem Vortrag den anwesenden Verbandsmitgliedern den Stand der parlamentarischen Beratungen zur Energiestrategie 2050. Trotz vielen bedauerlichen Abstrichen am ursprünglichen Vorschlag des Bundesrats schafft die Vorlage weiterhin wesentliche Anreize zur Sicherung einer langfristig sicheren und klimaschonenden Energieversorgung unseres Landes. Dies gilt keineswegs nur für den dringend notwendigen Ersatz der bestehenden Atomkraftwerke, sondern genauso für die Dekarbonisierung unserer Wärmeversorgung und der Mobilität. „Nur die Energiestrategie 2050 schafft die notwendigen Anreize für Investoren. Ohne sie fahren wir weiter mit Energieverschwendung und gefährlicher Auslandabhängigkeit“ betonte Nordmann.

Photovoltaik und Solarwärme mit grossem Potenzial: Beide Technologien zur Nutzung der Solarenergie sind von grösster Bedeutung für unsere zukünftige Energieversorgung. Mindestens zwei Drittel der heutigen Atomstromproduktion könnten durch Photovoltaikanlagen erzeugt werden. Dafür bräuchte es eine Fläche von rund 100 Quadratkilometern, was weniger als einem Viertel der bestehenden Dachflächen entspricht. Photovoltaik wird dadurch zum zweiten Standbein der Stromversorgung neben der Wasserkraft. Mit Sonnenkollektoren kann zukünftig rund 10 Prozent des Warmwasser- und Heizenergiebedarfs gedeckt werden.
 
Kanton Zürich spart am falschen Ort: An der Generalversammlung wurde zudem ein offener Brief an den Regierungsrat des Kantons Zürich verabschiedet. Darin wird ein Rückkommen auf den Entscheid verlangt, im Rahmen des Sparpakets sämtliche Förderbeiträge für energetische Gebäudemodernisierungen zu streichen, darunter auch Beiträge an Solarwärmeanlagen. „Der Kanton Zürich lässt jene Hausbesitzerinnen und -besitzer im Regen stehen, die ihren persönlichen Beitrag zur Energiewende leisten wollen“, meinte dazu David Stickelberger, Geschäftsleiter von Swissolar. Er wies darauf hin, dass die Kantone gemäss Bundesverfassung für die Reduktion des Energieverbrauchs in Gebäuden zuständig sind. 

Quelle: Swissolar / Bild: Guntram Rehsche

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