Dienstag, 31. März 2015

Weltweit mindestens 177 Gigawatt Solarleistung

Das „Photovoltaic Power System“-Programm der internationalen Energieagentur (IEA PVPS) hat am Ende März den Bericht “Snapshot of Global PV Markets 2014” veröffentlicht.  Demnach sind inzwischen weltweit mindestens 177 Gigawatt Photovoltaik-Leistung installiert. 2014 betrug der Zubau in den IEA PVPS-Ländern und den anderen großen Märkten 38,7 Gigawatt (2013: 37,6 GW).
 
Vor der für September geplanten Veröffentlichung des Trendberichts liefert dieser Report vorläufige Zahlen zu Photovoltaik-Kapazitäten in den Ländern, die zum IEA-PVPS-Programm gehören, und weiteren Schlüsselmärkten. Diese haben zusammen eine installierte Photovoltaik-Leistung von mindestens 177 GW. Davon entfallen 155 GW auf die IEA-PVPS-Länder und rund 22 GW auf die anderen wichtigen Märkte. Der Asien-Pazifik-Raum machte 2014 rund 59 % des Photovoltaik-Weltmarktes aus und war damit das zweite Jahr in Folge führend. Der Anteil Europas am Weltmarkt ging von 59 % im Jahr 2012 auf 18 % zurück. Das lag daran, dass der europäische Markt selbst schrumpfte und der globale PV-Markt wuchs.

Der Photovoltaik-Markt in Amerika wuchs 2014 weiter, insbesondere in den USA, Kanada und Chile. Der Mittlere Osten ist in Sachen Photovoltaik noch in der Entwicklung, wobei auch hier Photovoltaik-Kraftwerke angekündigt wurden, und Afrika installierte dank dem südafrikanischen PV-Markt fast ein Gigawatt. Hervorzuheben ist, dass der chinesische Photovoltaik-Markt 2014 leicht einbrach. Nachdem die Zubauzahlen für 2013 bereits auf 10,95 GW korrigiert werden mussten, schrumpfte der Markt 2014 erneut auf 10,6 GW. Ob der dezentrale Ausbau so zu realisieren ist wie geplant, ist ebenfalls fraglich. Der zweitgrößte Markt war Japan mit einem Volumen von 9,7 GW, gefolgt von den USA mit 6,2 GW und drei europäischen Märkten: Großbritannien mit 2,3 GW, Deutschland mit gerade noch 1,9 GW und Frankreich mit einem knappen Gigawatt.

In 19 Ländern deckt Photovoltaik bereits mehr als ein Prozent des Strombedarfs. Italien liegt hier mit mindestens 7,9 % vorne, Griechenland kommt auf 7,6 % und Deutschland auf 7 %. In Gesamt-Europa deckt Photovoltaik rund 3,5 % des Strombedarfs. Australien, Dänemark, Israel and Japan haben ebenfalls die 2-Prozent-Marke Überschritten, aber große Stromverbraucher wie China oder die Vereinigten Staaten brauchen mehr Photovoltaik, um diese Schwelle zu überschreiten - zum Vergleich: in der Schweiz sind es aktuell rund 1,5 %. 

Und schließlich ist Photovoltaik in verschiedenen Ländern der Welt extrem rasch zu einer wichtigen Technologie zur Stromerzeugung geworden. Das liegt daran, dass die in der Lage ist, die meisten Marktsegmente abzudecken – von Kleinstanlagen zur ländlichen Elektrifizierung bis hinzu Großkraftwerken, die heute bereits Nennleistungen über 500 MW erzielen. Photovoltaik eignet sich für Freiflächenanlagen ebenso wie für Gebäude und lasse sich daher in den meisten Umgebungen nutzen, so die IEA.

Den kompletten Bericht gibt es hier zum Download: http://www.iea-pvps.org/index.php?id=trends0
 
30.03.2015 | Quelle: IEA-PVPS | solarserver.de

 ^^^ Nach oben

Montag, 30. März 2015

Sonntag, 29. März 2015

Wider die Energiewende-Skeptiker

Die Diskussionen um die Energiewende werfen derzeit hohe Wellen. Der Autor von Solarmedia hat sich verschiedentlich beteiligt - im Folgenden seien einige der Kernaussagen mit Verweis auf den jeweiligen Blog wiedergegeben. Die Aussagen sind dadurch vielleicht etwas gar aus dem Zusammenhang gerissen, umgekehrt geht es in erster Linie um Fakten zur Energiewende, die für sich genommen immer wieder richtig sind (aus der Sicht des Autors natürlich :-).

Zu einer Auseinandersetzung über die Rolle der Windenergie im Rahmen der schweizerischen Energiewende (Beobachter Natur 1 / 15):



«Man wundert sich ob der Kommentare, die die Energiewende in Bausch und Bogen verbannen. Als ob die gegenwärtige Situation frei von Problemen wäre und die Atomkraft die beste aller Welten. Stellt sich die Frage, ob Klimawandel und Enerigeknappheit ebenso wie Tschernobyl, Fukushima und all die drohenden Probleme um die nukleare Energieerzeugung inexistent sind? Sie sind es nicht, vielmehr stellen sie eine so grosse Bedrohung dar, dass eine Energiewende unabdingbar ist. Zur Erinnerung: Diese fusst auf den Pfeilern Sparen und Effizienz einer-, auf der Produktion verschiedener Formen von Erneuerbaren Energien andererseits. Die Schädlichkeit, die diesen angedichtet wird, ist geradezu absurd - das gilt insbesondere für die Photovoltik - die DIE Zukunft der Energieversorgung darstellt.»

Zu «Die Energiewende führt in die Sackgasse» und dem Hohelied auf die Atomenergie eines ehemaligen AKW-Direktors (Tages-Anzeiger vom 23.3.15 - mehrere Beiträge):

«Allen, die das hohe Lied der Atomenergie preisen, seien die aktuellen Atom-Realitäten anhand des geplanten britischen AKW in Hinkley Point in Erinnerung gerufen:
- Die von der EU-Kommission im vergangenen Oktober genehmigten Staatsbeihilfen für den Bau der zwei Druckwasserreaktoren im Südwesten Englands belaufen sich auf umgerechnet rund 22 Milliarden Euro.
- Sie beinhalten unter anderem eine garantierte Einspeisevergütung in Höhe von rund elf Cent pro Kilowattstunde für den produzierten Atomstrom. Dieses Entgelt soll sogar laufend der Inflation angepasst werden - wo sonst gibt es sowas?
- Hinzu kommen staatliche Kreditgarantien. Die resultierende Vergütung liegt im gesamten beispielsweise weit über der für Wind- (aktuell unter 9 Cent) oder Solarstrom (unter 12 Cent) in Deutschland.»


«Es ist dem Alt-AKW-Direktor unbenommen, eine energiepolitische Abstimmung nach seinem Geschmack zu interpretieren. Aber auch für ihn geht nicht, Fakten zu verdrehen oder Halbwahrheiten zu präsentieren. So ist zwar richtig, dass der japanische Premier die dortigen AKW wieder zum Laufen bringen will. Dumm nur, dass das Volk dies überhaupt nicht will. Zudem fördert Japan die Solarenergie unterdessen mit den höchsten Entgelten weltweit und baut diese gigantisch aus. Vonwegen China: Das Heilsland der Atombefürworter hat nach Ausbau 6% Atomstrom - und baut weitaus mehr an Wind- und Solarstromanlagen zu als Atomanlagen. Neue AKW werden schliesslich mehr Subventionen benötigen als alle Erneuerbaren Energien zusammen (wie das britische Hinkley, das mit monströsen Fördermitteln ausgestattet wird).»

«Das Recycling von PV-Modulen ist weit gehend gelöst (im Gegensatz zu Atomabfällen wohlgemerkt) - 90% aller Module kommen ohne Giftstoffe aus.
- Die Lebensdauer neuester Batterien vom Typ Lithium-Ionen-Speicherung geht bereits gegen die 20 Jahre - und abgesehen davon ist die Lebensdauer vieler technischer Geräte geringer als 10 Jahre.
- Windenergie ist entgegen Ihren Aussagen besonders im Landesinneren von Deutschland rentabel - schwieriger ist es mit den Anlagen im Meer draussen wegen des Anschlusses ans Stromnetz.
- Da häufig der Wind bläst, wenn die Sonne nicht scheint (zb in der Nacht) ergänzen sich diese Energieformen sogar bestens - und dann gibt es ja noch Bioenergie und Wasserkraft.»


Zur TV-Sendung vom 22.3.15 über die Kehrtwende von Bundesrätin Doris Leuthard, die sich von der Atombefürworterin zu einer vehementen Advokatin der Energiewende verwandelte:

«Japan ist derzeit das Land, das neben China am meisten Solaranlagen zubaut in der ganzen Welt (2014 gegen 9 Gigawatt) - und zahlt dafür die höchsten Einspeisetarife. Das ist ja wohl nicht ganz zufällig. Schon bald wird Solarstrom einen wichtigen Beitrag zur Elektrizitätsversorgung leisten. Ob die AKW in Japan wieder hochgefahren werden, ist mehr als fraglich, auch wenn die Regierung dafür ist. Der Widerstand der Bevölkerung ist immens.»

«Gerne hätte man die richtigen Zahlen zur akutellen Nutzung von Solarstrom vernommen und nicht eine veraltete Grösse. Derzeit produzieren die 1 Gigawatt Solarleistung, die Ende 2014 hierzulande installiert waren, einen Anteil von 1,5 Prozent des Schweizer Stromverbrauchs. Das liegt um den Faktor 10 höher als die in der Sendung genannten 0,15 Prozent. Das hätte man dank wirklicher Recherche zum Thema im Film spielend einfügen können - der neue Tesla von Doris Leuthard wurde ja auch erwähnt.»

© Solarmedia / Text und Bild: Guntram Rehsche

 ^^^ Nach oben

Dresden - eine mittelostdeutsche (!) Stadt setzt voll auf PV

Trotz der ersten Strompreissenkung seit über einem Jahrzehnt setzen immer mehr Dresdner bei ihrer Stromversorgung auf eine unabhängige und umweltfreundliche Eigenversorgung mit Photovoltaiksystemen - trotz der geographischen Lage im mittleren Osten Deutschlands. 


Zum ersten Mal seit 15 Jahren sind zum Jahreswechsel die Strompreise von den Energiekonzernen leicht gesenkt worden. Dennoch setzen immer mehr Haus- und Immobilienbesitzer auf eine unabhängige Stromversorgung mit Photovoltaikanlagen und Solarstromspeichern. „Heutige Photovoltaikanlagen dienen vorrangig der Eigenversorgung, denn der Strom vom eigenen Hausdach kostet nur halb so viel, wie Strom aus der Steckdose, das motiviert viele Hausbesitzer oder Betriebe in ein eigenes Solarkraftwerk mit oder ohne Batterie zu investieren“, sagt Daniel Schuch, Solarexperte und Geschäftsinhaber von enerix-Dresden. 

Große Stromverbraucher wie z.B. Spül- oder Waschmaschine, Trockner und Co werden immer dann im Haus angeschaltet, wenn das Solarkraftwerk genügend Strom liefert. Auch die Kombination mit einer Wärmepumpe oder die Erzeugung von Warmwasser mit Heizpatronen ist möglich. Die sonnenertragsabhängige Steuerung steigert den solaren Eigenverbrauch, überschüssiger Strom wird für die sonnenarmen Stunden in den Batterien zwischengespeichert und der Rest wird an den regionalen Stromanbieter verkauft. So wird der Solarstrom dreifach genutzt und ermöglicht es, die Stromkosten für Haushalte und Betriebe zu senken. Weiterer Vorteil ist zudem, dass der Strom vom eigenen Dach auch künftig nicht teurer wird sondern konstant günstig bleibt. Mit diesen Vorteilen und mit einer Lebensdauer von mehr als 25 Jahren amortisiert sich eine Photovoltaikanlage mehrfach.

Enerix errichtet seit 2006 Photovoltaik-, Speicher und SmartHome Systeme, vorrangig im Haus- und Gewerbeimmobilienbereich und gehört in Deutschland mit 5.500 installierten Systemen zu den größten und erfahrensten Anbietern in der Solarbranche. „Vor der Installation eines Systems ermitteln wir die Höhe und den Zeitpunkt des Stromverbrauchs. Mit diesen Werten legen wir dann die optimale Größe der Photovoltaikanlage und des Stromspeichers aus damit der wirtschaftliche Nutzen maximal ist“ erläutert der Elektroingenieur Schuch, der seit diesem Jahr die enerix-Geschäfte in der Region Dresden führt.

Quelle: sonnenseite.com / enerix

 ^^^ Nach oben

Samstag, 28. März 2015

Agro-PV-Projekt am Bodensee

Der rasante Zubau an Photovoltaik-Kraftwerken auf Freiflächen in Deutschland im vergangenen Jahrzehnt rückt die steigende Landnutzungskonkurrenz zwischen der Produktion von erneuerbaren Energien und Nahrungsmitteln immer mehr in den Fokus. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg haben jetzt eine frühe Idee ihres Institutsgründers aufgegriffen und realisieren sie in Zusammenarbeit mit Forschenden vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und der Universität Hohenheim sowie Wirtschaftspartnern. 

Die von Prof. Dr. Adolf Goetzberger vorgedachte Agrophotovoltaik (APV) stellt eine technische Lösung zur optimierten Nutzung der begrenzten Ressource Land dar, da sie für eine gleichzeitige Landnutzung sowohl für die Produktion von Energie als auch von Nahrung steht. Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Forschung folgt dem »Living Lab«-Prinzip, welches auf inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit ausgerichtet ist. Innerhalb des Projekts wird ein Innovationskonzept für die APV-Technologie erarbeitet. Die erste Modellregion wird in dem im März 2015 startenden Pilotprojekt die Region Bodensee-Oberschwaben sein.

Die Agrophotovoltaik als Lösungsansatz: Der Landwirtschaftssektor steht vor der Herausforderung, sowohl die Anpassung an den Klimawandel als auch den starken Ausbau der erneuerbaren Energien und den damit einhergehenden Wandel von Kulturlandschaften zu Energielandschaften zu bewerkstelligen. Neben dem Interessenkonflikt zwischen Nahrungsmittel- und Energiesicherheit bringt dieser auch Akzeptanzprobleme gegenüber dem Bau und Betrieb von Anlagen und Infrastruktur zur Gewinnung erneuerbarer Energien mit sich. Die Landnutzungskonkurrenz nimmt dabei durch die Wettbewerbsvorteile von Freiflächenanlagen zu. Sie sind auf weiterhin sinkende Photovoltaik (PV)-Systemkosten und damit Stromgestehungskosten von deutlich unter 10 ct/kWh zurückzuführen. Hier könnte die Agrophotovoltaik ein Lösungsansatz sein: ein Anbausystem zur Produktion von landwirtschaftlichen Gütern unterhalb von PV-Freiflächenanlagen, das die Erträge aus Photovoltaik und Photosynthese, also die gleichzeitige Ernte von Solarstrom und Lebensmitteln, optimiert. »Dieser Ansatz, Sonnenenergie auf der gleichen Fläche für Nutzpflanzen und für Solarstromproduktion zu verwenden, könnte sich zu einem weltweit interessanten Beispiel entwickeln«, meint Prof. Eicke R. Weber, Institutsleiter des Fraunhofer ISE.

Mit einem inter- und transdisziplinären Forschungsansatz startet im März 2015 in der Modellregion Bodensee-Oberschwaben ein Pilotvorhaben, in dessen Rahmen im kommenden Jahr eine erste 190 kWp leistungsstarke APV-Anlage auf Ackerflächen der Demeter-Hofgemeinschaft Heggelbach installiert wird. Agrarwissenschaftliche, sozialpolitische, ökonomische und ökologische Analysen begleiten das Projekt ebenso wie die Frage und Möglichkeiten der Einbindung der Bedürfnisse und nicht zuletzt der kreativen Potenziale lokaler Stakeholder in die Technologieentwicklung. Ein Schwerpunkt ist dabei der Feld- und Gemüsebau. Im Bodenseekreis betrug der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch 2013 ca. 12 %, während er im Bundesdurchschnitt bei 25,5 % lag. Ein Grund hierfür sind unter anderem die Probleme, die bei anderen Formen erneuerbarer Energiegewinnung entstehen: Beispielsweise sind Windkraftanlagen sehr umstritten, da sie den Alpenpanoramablick stören könnten, und das Biogaspotenzial ist aufgrund der Obst- und Hopfenanbaugebiete gering. Die Agrophotovoltaik könnte hier eine zukunftsträchtige und nachhaltige Lösung darstellen, mit hoher Übertragbarkeit auf andere Regionen. Das technisch erschließbare APV-Potenzial in Deutschland wird auf 25 bis 50 GWp geschätzt. Zum Verhältnis: Ende 2014 waren in Deutschland ca. 39 GWp Photovoltaik Nennleistung installiert, davon ca. 9 GWp auf Acker- und Konversionsflächen.

Erste Studien des Fraunhofer ISE legen nahe, dass bestimmte Feldfrüchte, wie z.B. Kartoffeln oder Salat, mit verringerter Sonneneinstrahlung sogar besser wachsen. Grundsätzlich sind zeitlich gemittelt gleichmäßige Einstrahlungsverhältnisse unter PV-Anlagen möglich. Da entsprechende Projekte vornehmlich durch Landwirte, Gemeinden und kleine und mittlere Unternehmen ins Leben gerufen würden, könnte die APV damit das lokale Unternehmertum unterstützen und so die Wertschöpfung in der Region sowie die ländliche Entwicklung fördern.

Projektpartner
Die Partner dieses Projekts sind neben dem Fraunhofer ISE, das die Projektleitung übernimmt und für den technischen Teil zuständig ist: die Universität Hohenheim, für die agrarwissenschaftliche und ökologische Analyse; das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), für die Konzeption und Realisierung des »Living Lab«-Ansatzes, der lokale Bevölkerung und Stakeholder in die Technologieentwicklung einbezieht; der Energieversorger EWS-Schönau für die Stromabnahme, BayWa r.e., für die APV-Anlagenprojektierung und Betriebsführung sowie die Demeter Hofgemeinschaft Heggelbach, auf deren Ackerflächen die Praxistauglichkeit erforscht werden soll. Der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben, mit Sitz in Ravensburg, unterstützt das Projektvorhaben auf regionaler und kommunaler Ebene. Dem Projektbeirat gehören u.a. der Bundesverband Solarwirtschaft, der Landesbauernverband in Baden-Württemberg und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg an.
»Nachhaltiges Landmanagement« ist seit 2010 Querschnittsthema einer Fördermaßnahme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung BMBF. Es steht im Kontext der Ziele der Hightech-Strategie 2020 der Bundesregierung, insbesondere der dort genannten Bedarfsfelder Klima/Energie und Gesundheit/Ernährung. Ziel der Forschung zum nachhaltigen Landmanagement ist die Entwicklung neuer, nachhaltiger und praktikabler Lösungen für Regionen, die vor dem Hintergrund klimatischer und wirtschaftlich-struktureller Veränderungen vor besonderen Herausforderungen stehen.
Weiterführende Ideen für APV-Anwendungen sind der Obst-, Wein- und Hopfenanbau, aber auch Landbau in besonders niederschlagsarmen Gebieten. So möchte das Fraunhofer ISE in Ägypten Dieselgeneratoren durch APV-Anwendungen ersetzen und dabei durch den gleichzeitigen Aufbau von Wasseraufbereitungs- und Wasserverteilungssystemen Aspekte der Nahrungsmittel-, Energie- und Wasserversorgungssicherheit berücksichtigen.

Quelle: Fraunhofer ISE

Solarindex - wie gewonnen, so zerronnen


Der PPVX sank letzte Woche um 3,3% auf 2.119 Punkte, der NYSE Arca Oil um 3,1%. Seit Jahresanfang 2015 liegt der PPVX mit +36,9% währungsbereinigt rund 29 Prozentpunkte vor dem Erdölaktienindex (+8,3%). Das PPVX-Spitzentrio 2015 bilden Hanergy Thin Film Power (+136%), Canadian Solar (+43%) und JinkoSolar Holding(+34%). Die grössten Gewinner der Woche warenE-Ton Solar(+6%) undEnphase Energy(+5%), die grössten Verlierer Yingli Green Energy (-18%) und Shunfeng International (-12%)). Der PPVX-Börsenwert beträgt rund 71,6 Mrd. Euro. Seit Anfang 2003 liegt der PPVX (+653%) rund 471 Prozentpunkte vor dem Erdölaktien-Index (mit +182%). Mit Ende März wurden die 5 Titel Daqo New Energy, Green Energy Technology, GCL Poly Energy Holding, SunPower und Trina Solar jeweils um einen Gewichtungspunkt höher gestuft. 

Vergrössern mit Klick auf Tabelle !

Der Solaraktienindex PPVX erscheint abwechslungsweise auf Solarmedia und in den Zwischenwochen auf  Vorsorgemedia!

Quelle: Öko-Invest-Verlag, Wien, oeko-invest@teleweb.at

 ^^^ Nach oben