Dienstag, 9. Juni 2015

D: Jetzt kommt zweite Ausschreibungsrunde

Die Bundesnetzagentur hat in Deutschland am Dienstag die zweite Ausschreibungsrunde für Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf den Weg gebracht.

"Nachdem die erste Ausschreibungsrunde bereits ein Erfolg war, bin ich zuversichtlich, dass die zweite Runde ähnlich verlaufen wird", sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. Er ergänzt: "Die Bundesnetzagentur wird weiterhin genau darauf achten, dass die Bieter die Spielregeln einhalten."

Die Vergütung von Strom aus grossen Solaranlagen wird in Deutschland derzeit probehalber via Auschreibungsverfahren ermittelt (im Bild die PV-Anlage Jocksdorf5).






Bieter können ihre Gebote für die zweite Ausschreibungsrunde bis zum 1. August abgeben. Für diesen Gebotstermin beträgt das Ausschreibungsvolumen 150 MW, das Höchstgebot beträgt 11,18 Cent pro Kilowattstunde. Bieter können mit Projekten, die in der ersten Runde keinen Zuschlag erhalten haben, erneut an dieser Ausschreibung teilnehmen.

Während in der ersten Ausschreibungsrunde die Preise noch im sogenannten "pay-as-bid"-Verfahren ermittelt wurden, also jeder erfolgreiche Bieter einen Zuschlag zu dem von ihm angebotenen Wert bekommen hat, gilt nun das Einheitspreisverfahren (uniform pricing). Hierbei wird der Gebotswert des letzten bezuschlagten Gebots der Zuschlagswert aller anderen erfolgreichen Gebote. Dieser Preismechanismus, der auch an der Strombörse zu Anwendung kommt, wird in dieser und der nächsten Ausschreibungsrunde erprobt. Die Ergebnisse können zur Entwicklung des Ausschreibungsdesigns anderer Technologien verwendet werden.

In der ersten Ausschreibungsrunde wurden 37 Gebote ausgeschlossen, weil geforderte Unterlagen nicht beigefügt wurden oder weil Bieter Formvorgaben nicht eingehalten haben. Es ist Anliegen der Bundesnetzagentur, so wenige Gebote wie möglich auszuschließen. Die gesetzlichen Vorgaben sind jedoch strikt, so dass bei den Ausschlüssen grundsätzlich kein Ermessen besteht. Die Bundesnetzagentur hat die Ausschlussgründe der ersten Ausschreibungsrunde untersucht und die Ergebnisse als "Hinweise zur Gebotsabgabe" veröffentlicht.

Informationen zu dieser Ausschreibungsrunde finden sich unter www.bundesnetzagentur.de/ffav15-2.

Auf der Seite www.bundesnetzagentur.de/ee-ausschreibungen sind allgemeine Hintergrundinformationen zu den Ausschreibungen veröffentlicht.

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Montag, 8. Juni 2015

SMA und Lichtblick kooperieren

Immer mehr Haushalte in Deutschland erzeugen und speichern ihren eigenen Strom. Dieses Potenzial soll auch für den Energiemarkt genutzt werden und die Netz- und Marktintegration von Photovoltaik, Blockheizkraftwerken und dezentralen Speichern weiter vorangetrieben werden. Dafür kooperieren der global führende Spezialist für Photovoltaik-Systemtechnik SMA Solar Technology AG (SMA) und das Energie- und IT-Unternehmen LichtBlick. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Ein- und Mehrfamilienhäuser mit Energiemanagement intelligent in die Strommärkte zu integrieren.  

Im Rahmen der Kooperation sollen im ersten Schritt Photovoltaik-Batteriesysteme von SMA über die LichtBlick IT-Plattform SchwarmDirigent mit den Märkten verbunden werden. Mit den Batteriespeichern können Betreiber von Photovoltaikanlagen am Tag erzeugten Sonnenstrom auch in den Abendstunden nutzen und so ihren Eigenverbrauch steigern. Zusätzlich können die Speicher noch effizienter eingesetzt werden. Denn viele lokale Speicher ergeben vernetzt eine mächtige SchwarmBatterie, mit der LichtBlick die Stromnetze stabilisiert und wetterbedingte Schwankungen beim Wind- und Sonnenstrom ausgleicht. Verbraucher, die ihre Batterie in den Schwarm integrieren, werden von LichtBlick an den Energiemarkt-Erlösen beteiligt. Dies erhöht die Rentabilität der Systeme.

„Die SchwarmBatterie ist ein intelligentes und leistungsstarkes Netzwerk aus lokalen Speichern. Die SchwarmBatterie wird in der dezentralen Energiewelt ebenso zuverlässig die Stromnetze stabilisieren wie heute in der zentralen Energiewelt große Pumpspeicher-Kraftwerke“, so Gero Lücking, Geschäftsführung Energiewirtschaft von LichtBlick. Bereits heute sind rund 1,5 Millionen Photovoltaik-Anlagen zumeist auf Dächern von Privathäusern installiert. Ende 2014 wurden laut Bundesverband Solarwirtschaft zusätzlich bereits in 15.000 Haushalten Solarspeicher betrieben. Experten erwarten dank sinkender Batteriekosten ein rasches Wachstum des Speichermarktes.

„SMA bietet effiziente Lösungen zur Speicherintegration für alle Anwendungsbereiche und Batterietypen an. Gemeinsam mit LichtBlick gehen wir nun einen Schritt weiter und realisieren die Einbindung von Batteriespeichern in den Energiemarkt. Dies ist ein wichtiger Schritt für den Erfolg der Energiewende“, erklärt SMA Technologievorstand Jürgen Reinert. LichtBlick optimiert über seine IT-Plattform SchwarmDirigent bereits über 1000 lokale Anlagen. Zur Entwicklung der SchwarmBatterie arbeitet LichtBlick neben SMA mit den Partnern Tesla, Sonnenbatterie und Varta Storage zusammen.


Quelle: Lichtblick

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Sonntag, 7. Juni 2015

EE: Schlüssel für Klimaschutz und wirtschaftliche Entwicklung

„Klimaschutz ist der beste Weg für Wohlstand und eine dauerhaft lebenswerte Umwelt“, sagt Dr. Ing. E.h. Fritz Brickwedde, Präsident des Bundesverbands Erneuerbare Energien (BEE), anlässlich des G7-Gipfels an diesem Wochenende in Elmau. „Die Regierungen sind nun aufgefordert, sich auf gute Lösungen zu einigen, die auf dem Klimagipfel in Paris in Völkerrecht gegossen werden. Für Klimaschutz muss das Rad nicht neu erfunden, sondern endlich ins Laufen gebracht werden.“
 
Verschiedene Studien haben in den vergangenen Jahren immer wieder gezeigt, wie das funktionieren könnte. So geht zum Beispiel die IRENA in ihrem Szenario REmap 2030 von einer weltweiten Verdoppelung des Erneuerbare-Energien-Anteils bis 2030 aus. Das führt jährlich zu einer zusätzlichen Einsparung von fast neun Milliarden Tonnen CO2 und von bis zu 740 Milliarden US-Dollar. Im Ausbau der Erneuerbaren liegt der Schlüssel für eine nachhaltige Zukunft in einer sauberen Umwelt. Erneuerbare Energien sind in den vergangenen Jahren deutlich günstiger geworden und stellen bei Investitionsentscheidungen jetzt schon häufig die kostengünstigste Variante dar. Der starke globale Ausbau der Erneuerbaren Energien führt zu weiteren Kostensenkungen. Weltweit gibt es bereits 7,7 Millionen Arbeitsplätze bei Erneuerbaren Energien. In wenigen Jahren dürften es 10 Millionen sein.

Doch noch fließt seitens der Staaten das meiste Geld in Energieträger, die das Klima zerstören, wie jüngst der Internationale Währungsfonds (IWF) hervor gehoben hat. Allein in diesem Jahr werden laut IWF 5,3 Billionen US-Dollar an Subventionen für Kohle, Öl und Gas ausgegeben. Würden die Subventionen auslaufen, würden die Erneuerbaren Energien oft zu Selbstläufern werden. Zugleich könnten die eingesparten Subventionen ins Gesundheits- und Schulwesen investiert werden; die globalen Treibhausgasemissionen könnten um 17 Prozent sinken.

Besonders die Entwicklungs- und Schwellenländer profitieren von einer verantwortlichen Politik, die sie vor den Folgen der Umwelt- und Gesundheitsschäden sowie der Klimaerwärmung schützt. „Die Gefährdung ist messbar, wir wissen um die Sterberaten z. B. in China als Folge der Luftverschmutzung ebenso wie von den Menschen, die durch die Klimaerhitzung ihre Lebensgrundlagen verlieren und aus ihrer Heimat flüchten“, so Brickwedde. „Die Regierungen sind aufgefordert, den Weg zu ebnen für eine weitreichende Klimaschutzpolitik, die die Menschen in den Mittelpunkt stellt. Die ökonomischen und ökologischen Vorteile liegen längst auf der Hand.“

Doch dabei gilt es, nicht nur auf Klimahilfen für die Entwicklungsländer zu setzen. „Die Hausaufgaben muss jeder auch vor der eigenen Türe machen,“ so Brickwedde. Die Industrienationen seien hier besonders in der Pflicht, mit gutem Beispiel voranzugehen und ökonomisch tragfähige Konzepte zu entwickeln. Alte Braunkohlekraftwerke schaden sowohl dem Klimaschutz als auch der Glaubwürdigkeit Deutschlands bei den internationalen Klimaschutz-Verhandlungen. Die Energiewende muss auch im Mobilitäts- und im Wärmesektor voran getrieben werden. Auch hier ist Deutschland in der Pflicht, seine Hausaufgaben zu erledigen, damit die deutschen und europäischen Klimaziele erreicht werden können.



Der Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) ist Mitglied im Bundesverband Erneuerbarer Energien (BEE), Partner von mehr als 3.000 Unternehmen der Windbranche und vertritt über 20.000 Mitglieder. Im BWE sind Know-how und Erfahrung der gesamten Branche konzentriert. Damit ist der BWE in Fragen der Windenergie erster Ansprechpartner für Politik und Wirtschaft, Wissenschaft und Medien.

Quelle; BEE Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.

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Donnerstag, 4. Juni 2015

Sonne und Holz kombiniert für behagliche Wärme

Unweit vom Bahnhof Lausanne entfernt steht im Keller eines 1872 errichteten Bauwerks eine Pelletheizung, die in Kombination mit einer solarthermischen Anlage den gesamten Gebäudekomplex ganzjährlich mit erneuerbarer Wärme versorgt. Die Substitution von rund 20‘000 Liter Heizöl ersparen der Umwelt über 50 Tonnen CO2 pro Jahr.

Von aussen betrachtet deutet nichts darauf hin, dass im Keller des denkmalgeschützten Gebäudes an der Rue du Midi 1 mitten im Lausanner Stadtzentrum ein kleines Holzheizkraftwerk steht. Ein 99 kW leistungsstarker Pelletkessel produziert in Kombination mit einer solarthermischen Anlage jährlich rund 200‘000 kWh Wärmeenergie, die insgesamt fünf Wohnungen und drei Ladengeschäfte mit Heiz- und Brauchwarmwasser versorgt. Dies freut den Besitzer, Monsieur Stéphane Rousset, gleich in doppelter Hinsicht: Der Betriebsaufwand der Anlage als auch die Umweltbelastungen sind minimal.

Nicht weil die 15 Jahre alte Ölheizung sanierungsbedürftig war, sondern aus Überzeugung und Pioniergeist ersetzte Monsieur Rousset den Ölbrenner im Herbst 2008 durch eine moderne Pelletheizung. Über einen 800 Liter fassenden Wärmespeicher beheizt er während den kälteren Jahreszeiten eine Gesamtfläche von über 1000 m2. Zur Deckung des Brauchwarmwasserbedarfs produzieren zwölf Paneele auf einer Fläche von 24 m2 auf der Südseite des Hausdachs jährlich über 10‘000 kWh heisses Wasser zum Kochen und Duschen. Dieses wird über zwei Solarwärmespeicher mit einem Volumen von insgesamt 1600 Litern bereitgestellt. Falls diese aufgrund anhaltend schlechten Wetters einmal nicht genügend aufgeladen sein sollten, steht ein etwa 150 Liter fassender Boiler bereit, der bei Bedarf auch das Brauchwasser über die Pelletheizung erhitzen kann. Im Optimalfall wird sie jeweils zwischen Mitte Mai und Oktober ausgeschaltet.

Insgesamt substituiert die erneuerbare Energie aus Sonne und Holz im Durchschnitt rund 20‘000 Liter Heizöl jedes Jahr. Dadurch werden der Umwelt jährlich über 50 Tonnen CO2 erspart. Die durch die kantonale Abteilung Luftreinhaltung gemessenen Emissionswerte (Feinstaub, CO und NOx) liegen deutlich unter den Emissionsgrenzwerten der Luftreinhalteverordnung (LRV), die kürzlich vom Bund verschärft wurden.

Dienstag, 2. Juni 2015

Unterschätztes Potential von Solarspeichern

Solarstromspeicher können bis zu 80 Prozent des privaten Strombedarfs decken und gleichzeitig die Netze entlasten, so das Ergebnis einer Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin, unter Leitung von Professor Volker Quaschning.

Mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach und einem Batteriespeicher im Haus können auch Wohngebäude einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten. Welches enorme Potenzial photovoltaische Eigenversorgungssysteme haben, zeigen Wissenschaftler der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW Berlin) in einer neuen Solarspeicherstudie. Ihr Fazit: Das Potenzial dezentraler Batteriespeicher übersteigt das gesamte Speichervermögen der in Deutschland vorhandenen Pumpspeicherkraftwerke. 
 

Immer mehr Eigenheimbesitzer haben Interesse an der solaren Eigenversorgung, statt den von der eigenen Photovoltaikanlage erzeugten Solarstrom ausschließlich in das Netz einzuspeisen. „Wer zusätzlich noch einen Batteriespeicher installiert, kann mit einer Solarstromanlage bis zu 80 Prozent seines privaten Strombedarfs decken“, erklärt Prof. Dr. Volker Quaschning, Experte für Regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin und Mitautor der Solarspeicherstudie. 

Obendrein können solche Systeme in Kombination mit Wärmepumpen und Elektrofahrzeugen auch zur Reduktion von Treibhausgasemissionen im Wärme- und Verkehrsbereich und damit zum Erreichen der Klimaschutzziele beitragen. Besonders interessant an dezentralen Batteriespeichern ist ihre Fähigkeit, die solare Spitzenleistung in den Mittagsstunden abzupuffern. „Bei vorausschauender Planung der Speicherladung lässt sich die Netzeinspeisung auf die Hälfte der installierten Photovoltaikleistung reduzieren und damit die Anzahl der installierten Photovoltaikanlagen deutlich erhöhen“, sagt Prof. Dr. Volker Quaschning. 


Damit können dezentrale Batteriespeicher den Solarstrom zum Zeitpunkt der größten Erzeugung speichern und zur Netzentlastung beitragen. Wie die Studie zeigt, lassen sich Solarstromspeicher auch ohne kostenaufwändige Smart Grid- Maßnahmen sowohl eigenversorgungsoptimiert als auch netzdienlich betreiben. Der Solarexperte der HTW Berlin geht davon aus, dass die Solarstromerzeugung in Deutschland angesichts des Ausbaus der Photovoltaik tagsüber den gesamten Strombedarf übersteigen wird. Wie die Ergebnisse der Studie zeigen, lassen sich die anfallenden Überschüsse auch bei einer installierten Photovoltaikleistung von 200 Gigawatt durch verschiedene dezentrale Speichermaßnahmen vollständig nutzen. 


Dezentrale Solarstromspeicher sind daher ein wichtiger Bestandteil zur Umsetzung der Energiewende und Realisierung einer klimaneutralen Energieversorgung in Deutschland. Die Solarspeicherstudie entstand im Vorhaben „PVprog“, das im Umweltentlastungsprogramm II aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und des Landes Berlin gefördert wird.

Die Studie steht unter folgendem Link zur Verfügung:
https://pvspeicher.htw-berlin.de/solarspeicherstudie/

Quelle: Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin

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Montag, 1. Juni 2015

Das sind die aktuellen Zahlen zum PV-Weltmarkt

Die Photovoltaik boomt weltweit. Besonders nimmt die neu installierte Leistung in Asien und in den USA zu. Gleichzeitig verzeichnet Deutschland einen neuen Rekord bei der Einspeisung von Solarstrom. Die aktuellen Zahlen zum Photovoltaik-Markt und die Aussichten der Branche präsentiert die European Photovoltaic Industry Association (EPIA) zum Start der diesjährigen Intersolar Europe Conference. Der Report „Global Market Outlook for Photovoltaics 2015-2019“ wird mit Unterstützung der Intersolar Europe am 09. Juni 2015 veröffentlicht. Darüber hinaus können sich Besucher der Intersolar Europe vom 10. bis 12. Juni auf der Messe München über aktuelle und zukünftige Entwicklungen der Solarbranche informieren.  

Solar wächst und wächst: Nach Angaben der European Photovoltaic Industry Association (EPIA) wurden 2014 weltweit über 40 Gigawatt (GW) PV-Leistung neu installiert. Die weltweite Gesamtkapazität erreichte damit im vergangenen Jahr rund 177 GW. Besonders groß ist der Solar-Boom demnach in China, gefolgt von Japan und den USA. Bereits in fünf Jahren, so die Prognose des Verbands, könnte sich die Gesamtkapazität auf 550 GW verdreifachen. Wie sich die Märkte en Detail entwickeln werden, zeigt der „Global Market Outlook for Photovoltaics 2015-2019“. Der Report wird am 09. Juni während der Eröffnungs-Session der Intersolar Europe Conference um 9:00 Uhr im ICM – Internationales Congress Center München sowie in mehreren Konferenz-Sessions vorgestellt. 

In den europäischen Märkten lag der Zubau im letzten Jahr EPIA zufolge bei rund 7 GW. Erstmals verzeichnete Großbritannien mit 2,3 GW den größten Zubau, gefolgt von Deutschland und Frankreich. Europa bleibt für die Solarbranche auch weiterhin enorm wichtig, da hier in den vergangenen Jahrzehnten eine große Expertise erworben wurde, welche heute für den weltweiten Ausbau genutzt wird. Deutschland ist nach wie vor international Vorreiter, nicht nur bei der Produktion von Solarstrom, sondern auch bei der Integration in die Stromnetze. Zahlreiche Aussteller zeigen das auf der Messe und wichtiges Know-how wird auch auf der Intersolar Europe Conference hierzu vermittelt. Übrigens: Erst vor kurzem gelang in Deutschland ein neuer Solar-Rekord: Am Nachmittag des 15. April 2015 speisten die PV-Anlagen hierzulande erstmals Solarstrom mit einer Leistung von mehr als 25 GW ins Netz ein. 

Geschäftsstrategien der Solarbranche im Wandel 
Auch in den kommenden Jahren werden sich die weltweiten Märkte nicht nur durch neue Technologien, sondern auch durch Verschiebung von geographischen Schwerpunkten weiterentwickeln. Die Unternehmen der Solarbranche stehen daher vor der Herausforderung, die künftigen Marktentwicklungen richtig einzuschätzen und sich an verändernde Bedingungen schnellstmöglich anzupassen. Neue Technologien und ein stärkerer Wettbewerb innerhalb der Branche machen dabei eine Fokussierung auf erfolgversprechende Märkte und Produkte notwendig. Fundierte Zahlen und Experten-Einschätzungen werden damit zum Erfolgskriterium für künftige Entscheidungen. Im Rahmen der Intersolar Europe richtet die European Photovoltaic Industry Association (EPIA) daher am 11. Juni den „Solar Bankability Summit“ aus, auf dem es um neue Geschäftsmodelle und finanzielle Rahmenbedingungen der Solarwirtschaft geht. Darüber hinaus befassen sich auf der Intersolar Europe rund 1.000 Aussteller und 40.000 erwartete Besucher mit den neuesten Technologietrends und zukunftsweisenden Anwendungslösungen. Mit zahlreichen Begleitveranstaltungen ist sie die international führende Informations- und Strategieplattform der Solarbranche.  

Ein Blick in die Zukunft der PV-Märkte
Mit dem Global Market Outlook for Photovoltaics stellt die EPIA auf der Intersolar Europe ein wichtiges Fundament für zukünftige Entscheidungen der Solarbranche vor. Der Report evaluiert die Entwicklungen der weltweiten Solarmärkte in den vergangenen Jahren und gibt einen Ausblick auf die Entwicklung der Märkte innerhalb der nächsten fünf Jahre. Zugleich erläutert der Report die wichtigsten aktuellen und zukünftigen Trends der Branche. Im Rahmen der Intersolar Europe Conference werden am 09. und 10. Juni in fünf „Global PV Markets“-Sessions die Ergebnisse des Reports für Afrika, Asien, Europa, den Mittleren Osten sowie Nord- und Südamerika vorgestellt. Zudem stellt die EPIA während der Intersolar Europe vom 10. bis 12. Juni die Ergebnisse des Reports in Halle B2 am Stand B2.119 zur Verfügung.