Dienstag, 12. Mai 2009

Chinesen setzen auf US-Markt

Investitionen in China sind keine Einbahnstrasse, zumindest nicht in der Solarzellenproduktion. So gibt der chinesische Solarkonzern Suntech bekannt, dass er verstärkt auf den US-amerikanischen Solarmarkt setzt. Das Unternehmen aus Wunxi hält Ausschau nach einem geeigneten Produktionsstandort in den Vereinigten Staaten. Innerhalb der nächsten sechs Monate soll die Entscheidung darüber fallen, wo die Chinesen in einen Standort investieren.

Suntech ist nach eigenen Angaben der größte Hersteller von Solarmodulen weltweit. Im vergangenen Jahr hat die deutsche SolarWorld AG bereits die Produktion in den USA gestartet. Dort haben sich die Förderbedingungen seit dem Herbst 2008 stark verbessert.

Quelle: Suntech Power

Freitag, 8. Mai 2009

Rekord für Dünnschichtzellen


Neue Fortschritte bei der Dünnschicht-Photovoltaik werden ihren weiteren Vormarsch beschleunigen. Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) hat eine bisher nur im eigenen Technikum mögliche, effizientere Beschichtungstechnik auf die vorindustrielle Produktion übertragen. Mit einem mehrstufigen Durchlaufprozess in der automatisierten Beschichtungsanlage erreichte das Institut mit 19,6 Prozent Wirkungsgrad bei Dünnschicht-Solarzellenaus Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid (kurz: CIS oder CIGS) einen neuen Europarekord. Das schafft die Voraussetzungen für Kostenreduktion und Wirkungsgradsteigerung. Für eine solche produktionsnahe Anlage bedeuten die 19,6 Prozent auf einer aktiven Zellfläche on knapp 0,5 Quadratzentimetern sogar einen Weltbestwert.

Nicht jede produzierte Zelle weist den neuen Rekordwirkungsgrad auf. Zudem hat eine Solarzelle stets einen etwas höheren Wirkungsgrad als ein verschaltetes, verkapseltes und mit einer Anschlussdose ausgestattete Modul: Marktübliche CIS-Dünnschichtmodule verfügen derzeit übereinen durchschnittlichen Wirkungsgrad von 11 bis 12 Prozent. Der neue Rekord zeigt jedoch das Potenzial der CIS-Technik für eine kostenreduzierte, effiziente Photovoltaik auf. Heute werden etwa bei Würth Solar Module mit einer Effizienz von12 Prozent im Mittel gefertigt. Michael Powalla geht davon aus, dass in den nächsten Jahren Wirkungsgrade von 14 bis 15 Prozent auch im kommerziellen Modul erzielt werden können.

Bei der Entwicklung von CIS-Dünnschichtmodulen ist das ZSW internationalführend. Das Institut brachte die alternative Solarstromtechnikzusammen mit der Firma Würth Solar zur Industriereife. Würth Solarstartete 2006 die damals weltweit erste Großserienproduktion von CIS-Solarmodulen in Schwäbisch Hall. Die Kapazität beträgt inzwischen 30Megawatt pro Jahr. Das ZSW begleitet weiterhin die Produktion.

Bislang werden noch knapp 90 Prozent aller Solarzellen aus kristallinem Silizium gefertigt. Doch die Dünnschichttechnik holt auf: Der Anteil an der gesamten installierten Photovoltaik-Leistung betrug 2008 rund12 Prozent. Für 2010 werden 20 bis 30 Prozent prognostiziert. Das ZSW gehört zu den renommiertesten Forschungsinstituten aufden Gebieten Photovoltaik, Energiesystemanalyse, regenerative Kraftstoffe,Batterietechnik und Brennstoffzellen. An den drei StandortenStuttgart, Widderstall und Ulm sind derzeit rund 150 Wissenschaftler,Ingenieure und Techniker beschäftigt. Sie erwirtschaften einen Umsatzvon rund 20 Millionen Euro.

Quelle: Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg

Donnerstag, 7. Mai 2009

Scheer erneut geehrt


Für seinen dauerhaften weltweiten Einsatz zur Verbreitung der Solarenergie erhält Hermann Scheer, Mitglied des Deutschen Bundestags, Präsident von EUROSOLAR, Vorsitzender des Weltrates für Erneuerbare Energien und Träger des Alternativen Nobelpreises, die Karl Böer Solar Energy Medal of Merit 2009.

Die Auszeichnung wird ihm am heutigen 7. Mai in der Gore Recital Hall des Roselle Center for the Arts an der Universität von Delaware in Newark überreicht. US-Vizepräsident Joe Biden wird an der Preisverleihung teilnehmen. Hermann Scheer, der nach dem früheren US-Präsidenten Jimmy Carter (1993) als zweiter Politiker und nach dem Gründer des Freiburger Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme, Adolf Goetzberger (1997), als zweiter Deutscher mit dieser Medaille geehrt wird, hält eine Rede über die "Globale Beschleunigung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien".

Der Preis wird seit 1993 alle zwei Jahre zu Ehren des Solarzellen-Wissenschaftlers Karl Wolfgang Böer, langjähriges Fakultätsmitglied der Universität von Delaware und Gründer des Instituts für Energieumwandlung (Institute of Energy Conversion), von der Karl W. Böer Solar Energy Medal of Merit Stiftung verliehen. Die Medaille würdigt bedeutende und bahnbrechende Beiträge zur Verbreitung der Sonnenenergie als alternative Energiequelle. Erster Preisträger war der ehemalige US-Präsident und Friedensnobelpreisträger Jimmy Carter. Die Preisträger werden von einem Gremium ausgewählt, das sich aus Wissenschaftlern und Vorsitzenden von Verbänden der Solarenergie zusammensetzt. Außerdem sind in dem Gremium ein Repräsentant des US-Energieministers, frühere Preisträger und ein Mitglied der Böer-Familie vertreten. Scheer seinerseits veröffentlichte viele bedeutende Bücher zur solaren Weltwirtschaft (zuletzt: Energieautonomie – Eine neue Politik für erneuerbare Energien) und hat bereits viele bedeutende Ehrungen erfahre. So ist er seit 1999 Träger des Alternativen Nobelpreises.

Quelle: Solarmedia und Eurosolar

Dienstag, 5. Mai 2009

Dächer mieten und vermieten

Anfangs Mai ging die Plattform Sonnengärtner online. Sie ist die deutsche Plattform im Internet, die sowohl Privat– als auch Geschäftsleute zusammenbringt, damit sie zusammen eine Solaranlage errichten können – und sucht vorderhand noch ihr Schweizer Pendant. Es profitieren von einer solchen Lösung gleich 3 Parteien: Die Investoren erhalten die Einspeisevergütung der Bundesregierung. Die Anbieter erhalten eine jährliche Pacht und die Umwelt wird den verminderten CO2–Ausstoß danken.

Solaranlagen sind gemäss der Plattform eine sichere und rentable Investition. Besitzer einer Anlage profitieren in Deutschland von der hohen, auf 20 Jahre garantierten Einspeisevergütung der Bundesregierung für den produzierten Strom. Auf sonnen-gärtner.de warten Anbieter, die zwar über eine Fläche, aber nicht über die finanziellen Möglichkeiten verfügen, eine Solaranlage zu errichten. Sonnen-gärtner ist eine Vermittlungsplattform, die Investoren und Anbieter zusammenbringt. Alle rechtlichen und finanziellen Bedingungen sind Verhandlungsgegenstand der beiden Parteien. Sonnen-gärtner erhebt für die Bereitstellung dieser Plattform eine geringe Vermittlungsgebühr.

Auf der Plattform lässt sich durch viele Angebote stöbern, was die Orientierung am Markt erleichtert, abgesehen davon, dass so auch Schweizer AnlegerInnen in dieses lukrative Geschäft einsteigen können, was ihnen hierzulande aufgrund der wenigen Mittel noch verwehrt ist, die für die kostendeckende Einspeisevergütung von Solarstrom zur Verfügung stehen.

Quelle: Sonnengärtner

Sonntag, 3. Mai 2009

Solarstrom wettbewerbsfähig

Die so genannte „Netzparität“ oder „Grid Parity“ ist der Zeitpunkt, an dem Strom aus einer Photovoltaikanlage zum gleichen Preis wie konventioneller Strom angeboten werden kann. Marktforscher erwarten nun, dass dieser Zeitpunkt schon in wenigen Jahren erreicht wird. In Deutschland ist die Netzparität voraussichtlich bereits 2012 oder 2013 möglich. In extrem preissensiblen Photovoltaikmärkten und an Standorten mit besonders hoher Sonneneinstrahlung, wie etwa in Kalifornien, ist die Netzparität noch früher zu errreichen. Wie nahe die Systempreise unterschiedlicher Solarstromanlagen bereits an der Netzparität sind und in welchen Ländern sie zuerst erreicht werden kann, steht am 25. Mai im Mittelpunkt des 5. PV Industry Forums im Internationalen Congress Center München (ICM), zu dem rund 850 Teilnehmer aus aller Welt erwartet werden.

Das Marktforschungsunternehmens Greentech Media, betont, dass die Erreichung der Netzparität von einer Reihe von Faktoren abhängt: angefangen bei der Modultechnologie über das Projektdesign bis hin zur Entwicklung des Strompreises. Aufgrund der Abhängigkeit der Solarstromerzeugung von den klimatischen Verhältnissen kommt dabei vor allem dem Standort eine zentrale Bedeutung zu. Durch besonders hohe Sonneneinstrahlung in Regionen wie in Kalifornien herrschen dort optimale Bedingungen für Photovoltaikanlagen.

Beschleunigt wird der Weg zur Grid Parity durch Fortschritte der Solarindustrie bei der Massenfertigung: Effizienzsteigerungen durch Automatisierung und neue Produktionskapazitäten senken die Kosten und Forschungserfolge steigern laufend den Wirkungsgrad von Photovoltaikanlagen. In der EU ist Italien auf dem besten Weg, die Netzparität als erstes Land zu erreichen. Dort profitieren italienische Solarstromanbieter von den mit 0,23 €/kWh in 2007 vergleichsweise hohen Strompreisen. Steigen die Preise, wie angenommen, um durchschnittlich 6 % pro Jahr, können italienische Freilandanlagen bereits 2011 Grid Parity erreichen. In Deutschland werden Photovoltaik-Großanlagen am schnellsten die Netzparität erreichen – nach vielen Prognosen bereits im Jahr 2012. Gegenüber kleineren Anbietern profitieren große Anlagen bei der kostengünstigen Stromerzeugung von proportional geringeren Investitionskosten. Frankreich hingegen ist noch weit entfernt von der Netzparität. Zum einen erschweren niedrige Netzstrompreise das Erreichen der Grid Parity: Staatliche Subventionen halten den Strompreis für den „Standardstrom“ auf einem sehr geringen Niveau, das im Jahr 2007 bei nur 0,15 €/kWh lag. Zum anderen sollen die Einspeisetarife in den nächsten Jahren nicht weiter fallen, sondern nur entsprechend der Inflationsrate bereinigt werden. Deshalb stehen französische Solarstromerzeuger bislang weniger unter Druck, die Produktionskosten zu senken als ihre deutschen Kollegen.
zweitägigen Event erwartet.

Quelle: Intersolar 2009

Freitag, 1. Mai 2009

Südkorea wird Solargrossmacht


Once an importer of Germany's solar technology, South Korea is now partnering with the world champion to help build up its own home-grown photovoltaic (PV) industry with an eye on supplying the growing Asian market in the future. South Korea's shift in strategy is a sign of how emerging solar nations are finding new ways of working together with established players to drive the development of the PV industry around the world, kicking off what promises to be a more dynamic phase.

South Korea emerged as the fourth largest PV market in the world in 2008 after growth took off spectacularly in 2005. PV installations grew from 1 MW of installed capacity in 2005 to 100 MW in May 2008 thanks to a feed-in tariff modeled on Germany's, which pays a high rate for solar power. But in October 2008, the South Korea government decided to slash the feed-in tariff by 8 to 30 percent and make a concerted effort to build up its own home grown solar industry producing its own efficient and low-cost solar modules. The country's long-term aim is to become a major solar technology exporter itself, and capture 10 percent of the global green tech market by 2020.


The EPIA (European Photovoltaic Industry Association), the world's largest PV industry association, expects the South Korea PV market to install an additional 250 to 300 MW in 2010. If the current 500-MW cap on PV is removed, the EPIA expects the South Korean PV market to grow to 1.3 GW by 2013. However, South Korea's decision to change its strategy and build up a cost-competitive home-grown solar industry has created some short-term turbulence. One reason for the change in strategy has been the high costs associated with the PV feed-in tariff. Unlike in Germany where the costs for solar energy are spread among all electricity consumers, the South Korean government has covered the costs of the feed-in tariff out of its own budget, a move that quickly became a strain. But the government insists it is serious about a green energy revolution and that the current slowdown in the rate of growth of the PV market will soon give way to a new solar enthusiasm as the country acquires and also applies the latest green tech know-how by partnering with Germany.

Solar energy is especially attractive for South Korea because of the amount of sunlight the country receives. By 2012, the government aims to power a million homes using PV covering 70 percent of the installation costs. Green villages that use renewable energy are expected to rise from 5 to 100 by 2012. Moreover, 80.5 percent of the country's recent economic stimulus package is devoted to projects connected with green tech and the environment, the largest proportion to be spent on green tech and the environment by any country as part of its stimulus.

As part of its green growth strategy, South Korea aims to invest EU €28.4 billion in four years as well as to quadruple the use of green energy and to create 900,000 green tech jobs. Korea also aims to ramp up the amount of money it spends on research into new green technologies, rising from about a quarter of the government's research budget in 2008 to half by 2012. Certainly, Korea with its gigantic industrial sector is well placed to become a major future green tech exporter in Asia. The EPIA predicts huge growth in PV markets in countries like Japan and China.

Germany's rapidly changing solar industry is quickly responding to new competition from around the world. In 2008, Spain saw its PV market grow almost fivefold in one year from 560 MW in 2007 to more than 2,511 MW in 2008, representing more than 45% of the global PV market, according to the EPIA. For comparison, Germany installed around 1.5 GW, the U.S. 342 MW and Japan 230 MW. The EPIA expects the strong performance to continue: it forecasts that the European Union PV market will grow from 4.5 GW in 2008 to 11 GW by 2013, the U.S. PV market from 0.3 GW to 4.5 GW, the Japanese market from 0.23 GW to 1.7 GW and the rest of the world (i.e. including China and South Korea) to grow from 0.5 GW to more than 5 GW by 2013.

Quelle: Renewableenergyworld