Freitag, 11. März 2016

Auch im Jahr 2016 geht es weltweit munter voran

Laut IHS Inc. (Englewood, Colorado, USA) wird die weltweit installierte Photovoltaik-Leistung bis Ende 2016 auf über 310 Gigawatt steigen. Ende 2010 waren es noch 40 GW. Das zeigt eine Aufstellung des Solarportals solarserver.de beruhend auf US-Quellen.
 
Die fünf Länder, auf die 70 % der installierten Gesamtleistung entfallen, sind China, die USA, Japan, Deutschland und Italien. Deutschland wird, gemessen an der installierten PV-Leistung, laut IHS von Platz zwei auf Platz vier zurückfallen und von den USA und Japan überholt werden.
„Die anhaltende Stagnation großer europäischer Märkte aufgrund der Förder-Kürzungen hat dazu geführt, dass der PV-Zubau in Europa in den letzten Jahren dramatisch eingebrochen ist. Aber die weltweite Nachfrage ist nach wie vor groß“, sagte die Analystin Josefin Berg. „Die Wertschöpfungskette profitiert von einer Periode relativ stabiler Preise, und es könnte eine neue Welle von Kapazitätserweiterungen kommen.“

Globaler PV-Zubau soll 2016 um 17 % wachsen: In den letzten Monaten des Jahres 2015 wuchs die globale Photovoltaik-Industrie kräftig. Während einige Regionalmärkte für lokale Anbieter schwierig sind, sind die Aussichten für die globale Industrie im Jahr 2016 nach wie vor positiv. Nachdem der weltweite PV-Zubau im Jahr 2015 um 35 % wuchs, soll er im laufenden Jahr noch einmal um 17 % zulegen und im vierten Quartal ein Volumen von 21 Gigawatt erreichen.

Hohe Nachfrage sorgt für stabile Modulpreise: Die weltweit installierte PV-Leistung steigt in diesem Jahr voraussichtlich um 69 GW (2015: 59 GW). Der Zubau in den USA, Indien und China wächst den Prognosen zufolge um 5,6 GW, 2,7 GW bzw. 0,9 GW gegenüber dem Vorjahr, so dass auf diese Länder 9,3 GW des Anstiegs entfallen. Die anhaltend starke Photovoltaik-Nachfrage sorgt außerdem dafür, dass die Modulpreise stabil bleiben. Sie sollen 2016 um weniger als 5 % fallen – das wäre seit IHS-Aufzeichnungen der kleinste Rückgang in einem Jahr. Insgesamt war 2015 ein gutes Jahr für Modulhersteller: Die Bruttomargen erreichten laut IHS im Durchschnitt 22 %. Vor allem aufgrund der rückläufigen Polysilizium-Preise und einer starken Preisgestaltung in einigen Märkten stieg der Rohertrag aus Modulverkäufen im Berichtsjahr auf 8,5 Milliarden US-Dollar – das höchste Niveau seit 2011. 

Quelle: IHS | solarserver.de

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen