Samstag, 31. Oktober 2015

Bündnis der Solarstaaten zum Pariser Gipfel

Zur Klimakonferenz in Paris soll die Solarenergie ein neues Bündnis bekommen. Bis zu 110 sonnenreiche Länder sollen gemeinsam als Block finanzielle und technische Unterstützung für Erneuerbare fordern, wie die Online-Plattform klimaretter.info berichtet. 

Pläne zu diesem Bündnis verkündete Indiens Ministerpräsident Narendra Modi – der selbst zur Klimakonferenz in Paris reisen wird – am Donnerstag auf dem Indien-Afrika-Forum in Neu-Delhi. Die 41 anwesenden afrikanischen Staats- und Regierungschefs lud Modi direkt zum Beitritt ein, berichtet die indische Tageszeitung Times of India.

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Bis 2022 will Indien insgesamt 100.000 Megawatt Strom aus Solarenergie beziehen. (Foto: Reepedia)

 
Das Bündnis soll den Namen "International Agency for Solar Power and Application" tragen und in den kommenden fünf Jahren bis zu 100 Milliarden US-Dollar für den Ausbau der Solarenergie in Indien und Afrika umsetzen, berichtete das indische Wirtschaftsmagazin Business World. Die neue Süd-Süd-Agentur soll die Kooperation zwischen Entwicklungs- und Schwellenländern für den Ausbau erneuerbarer Energien fördern und den Handel zwischen Indien und Afrika ankurbeln. Bisher investiert vor allem China auf dem afrikanischen Kontinent. Profitieren wird Indien dabei wahrscheinlich am meisten von einer Kooperation mit Marokko. Das nordafrikanische Land hat sich zum Ziel gesetzt, 14 Prozent seines Stromes aus Solarenergie zu beziehen – und das schon 2020.
 
Solarenergie spielt auch eine große Rolle im indischen INDC – dem nationalen Klimabeitrag, den das Land zwei Tage nach Abgabefrist einreichte. 40 Prozent des Stroms sollen danach bis 2030 aus erneuerbaren Quellen kommen. Erst vor einer Woche hatte die britische Regierung angekündigt, der afrikanischen "Solar-Revolution" in Sachen Technologie unter die Arme greifen zu wollen, wie das PV Magazine berichtete. "Wir tun damit nicht nur etwas Gutes", sagte Entwicklungsminister Grant Shapps, "wir handeln auch klar im nationalen Interesse Großbritanniens, wenn wir mehr Wohlstand und Sicherheit für alle schaffen."

Quelle: klimaretter.info


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